5 Top und Flop ETFs 2020 -40 bis +110 % Rendite

5 Top und Flop ETFs 2020 -40 bis +110 % Rendite

ETFs sind nur so gut wie die Aktien, die sie enthalten. Dies führte auch 2020 zu gigantischen Zugewinnen und totalen Flops. Wir haben uns die besten und schlechtesten Funds des Jahres genauer angeschaut. 

Das geschieht aber nicht aus Neid oder Schadenfreude! Denn nur, wenn wir solche Ergebnisse analysieren und verstehen können wir sicherstellen, künftig auf das richtige ETF-Pferd zu setzen.

Wenn du an weiteren Tipps und Tricks interessiert bist oder einfach Fragen zu Finanzthemen hast, solltest du außerdem einen Blick in unser Forum für Privatkredite werfen. Dort kannst du dich mit anderen Investoren austauschen und wirst sicher fündig.

Die 5 Flops des Jahres

Starten wir direkt und ohne Umschweife mit den Flops des Jahres. In Anbetracht der turbulenten Umstände rund um die Corona-Krise war nämlich nicht viel nötig, um einen ETF dramatisch nach unten zu drücken.

Schauen wir uns zuerst den iShares STOXX Global Select Dividend an, einen der Verlierer des Jahres. Dieser spezielle Kandidat wird, wie der Name schon vermuten lässt, von Anlegern auf der Suche nach hoher Dividende gekauft.

Wer hingegen auf Kursgewinne setzt, war hier komplett falsch: Minus 10 Prozent gab es hier für die Investoren. Mit 4 % Dividende bei 0,46 % jährlichen Kosten kann dieser ETF aber trotzdem noch für den ein oder anderen interessant sein.

Auch der HSBC FTSE 100 ETF, der die 100 größten Firmen aus dem vereinigten Königreich abbildet, ist nicht besser gefahren. Liegt es an der Zusammensetzung? Am Brexit? Die Antwort ist ungewiss, aber Minus 18 Prozent Rendite machen deutlich, dass hier etwas falsch läuft.

Anleger, die schon länger auf diesen ETF setzen, sind jedoch Kummer gewohnt und von diesen neuen Verlusten wahrscheinlich kaum noch geschockt. Mit Ausnahme von 2019 lieferte dieser Fund in den letzten Jahren nämlich hauptsächlich schlechte Ergebnisse.

Ganz anders sieht es aus, wenn wir weiter nach Osten blicken: Der Lyxor MSCI Russia bildet Unternehmen aus Russland ab und hat mit seiner stark Gas- und Ölfokussierten Ausrichtung satte 25 % Verlust eingefahren.

Der große Unterschied zu vielen Konkurrenzprodukten ist jedoch, dass man im Vorjahr mit 53 % Plus bereits gezeigt hat, wozu die russischen Firmen fähig sind. Für einen jungen Fund also noch kein ganz katastrophales Ergebnis.

Apropos Katastrophe: Der iShares STOXX Europe 600 Banks ETF, der Bankaktien aus dem Euro Stoxx aufkauft, hat seinen Anlegern dieses Jahr ganze 30 % verbrannt. Da auch die Vorjahre schon durchwachsen waren, zeichnet sich hier ein sehr düsteres Bild.

Das Investment in Banken hat sich zuletzt nicht bewährt, aber es geht noch schlechter: Der weltweite (reguläre, nicht “saubere”) Energiemarkt ist der absolute Flop des Jahres: Wer in Form des iShares S&P 500 Energy Sector E in diese Branche investiert hat, verlor 2020 bis zu 40 %.

Bedingt durch die weltweite Pandemie und die gesunkene Nachfrage nach Öl- und Energieprodukten in der Industrie und im Verkehr lassen sich diese Verluste leichte erklären. Für die Anleger dürfte dies aber nur ein geringer Trost sein, insbesondere, da man auch in den Vorjahren hier durchschnittlich 7,8 Prozent verloren hat.

Die 5 Top ETFs 2020

Zu den Gewinnern des vergangenen Jahres zählt ganz klar der iShares Healthcare Innovation ETF. Wie man sich unschwer denken kann, war das Jahr der Covid-Krise auch das Jahr gewaltiger Ausgaben für Gesundheitswesen und Medizintechnik rund um die Welt.

Das Ergebnis ist ein Zugewinn von stattlichen 42 %, den die enthaltenen Biotech- und Medizinunternehmen erwirtschaften konnten. Auch die Größe des ETF von 1,5 Milliarden weist auf die Kraft dieser Branche hin.

Ebenfalls massiv von den turbulenten Verhältnissen des Jahres 2020 profitiert haben die amerikanischen Technologiefirmen des Nasdaq. Dadurch konnte der iShares Nasdaq 100, der die einhundert größten dieser Unternehmen abbildet, ein Plus von 43 % einfahren.

Getrieben von namhaften Titeln wie Apple, Microsoft, Amazon oder Tesla, ging es dramatisch bergauf. Mit solchen Bekannten Unternehmen und einer Größe von 5 Milliarden handelt sich wohl um einen der namhaftesten ETFs in unserer Liste.

Der Lyxor S&P 500 VIX Future Enhanced Roll ETF ist ein Exot in unserer Liste, denn er bildet die Volatilität im S&P 500 Index durch Future Contracts ab. Damit dient er meistens als Absicherung des restlichen Portfolios und funktioniert nur in Krisenzeiten richtig gut.

Sein großer Moment war dann auch im Februar und März dieses Jahres gekommen: Der Wert steigerte sich um 270 Prozent! Seitdem ging es wieder etwas bergab, sodass wir, auf das ganze Jahr betrachtet, auf ein Plus von 46 % kommen.

Auch im Bereich Videospiele und Unterhaltung verlief das Jahr 2020 sehr positiv. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass der VanEck Vectors Video Gaming and eSports ETF ebenfalls in unserer Gewinnerliste gelandet ist.

Mit seiner Strategie, Unternehmen zu kaufen, die mehr als 50 % ihres Umsatzes mit Videospielen erzielen und der daraus resultierenden Rendite von 67 % schafft es dieser ETF zurecht auf Platz 2.

Der absolute Gewinner dieses Jahr ist allerdings der iShares Global Clean Energy ETF. Unglaubliche 113 % konnte dieser 2020 zulegen und einiges der gemischten Vorjahre ausgleichen.

Als Schwergewicht mit 3,8 Milliarden und einem stolzen Preis von 0,65 % zählt er nicht nur zu den erfolgreichsten, sondern auch bekanntesten und am meisten beobachteten ETFs. Wie es hier in den nächsten Jahren weitergehen wird, lässt sich dennoch nicht mit Sicherheit sagen.

Das haben wir 2020 gelernt

Das Krisenjahr 2020 war eine Überraschung für Anleger rund um die Welt. Fast alle der aufgeführten ETFs, Gewinner wie Verlierer, haben ihre Ergebnisse nur durch die globale Pandemie und ihre Folgen erzielt.

Für das Folgejahr macht dies eine Prognose besonders schwer. Viele der Aktien, die dieses Jahr hervorragend abschnitten, könnten eine Verlangsamung des Aufwärtstrends oder sogar Verluste erleben.

Insbesondere ETFs mit wenigen Titeln, wie der Clean Energy (30 Aktien) oder der Video Gaming and eSports (31 Aktien) könnten darunter dramatisch leiden. Aber auch ein weiterer Aufschwung ist im Bereich des Möglichen.

Egal, für welchen ETF du dich im kommenden Jahr entscheidest: Ein solides Grundwissen ist bei der Auswahl unerlässlich. Wir haben dir den Start erleichtert und alle wichtigen Informationen in unserem Beitrag “So findest du den besten ETF für dich” zusammengestellt.

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