Günstiger kaufen und verkaufen | Depot-Vergleich 2021

Günstiger kaufen und verkaufen | Depot-Vergleich 2021

Die Gebühren für jede Transaktion an der Börse erscheinen auf den ersten Blick gering, aber sie summieren sich schnell. Es ist daher verständlich, dass Anleger den günstigsten Broker suchen – wir helfen dabei mit unserem Depot-Vergleich.

Wenn du außerdem noch weitere Möglichkeiten suchst, Geld zu sparen oder noch mehr aus deinen Investments herausholen möchtest, solltest du einen Blick in unser Forum für Privatkredite werfen. Dort kannst du dich mit anderen Investoren austauschen und noch den ein oder anderen Trick dazulernen.

So haben wir den Depot-Vergleich durchgeführt 

Das ein günstiger Broker dabei hilft, Kosten zu sparen, die wir wiederum in Aktien anlegen können, braucht keine lange Erklärung. Auch, dass es immer wieder neue Anbieter gibt oder Bestehende ihre Konditionen ändern, dürfte niemanden überraschen.

Unsere Analyse befasst sich daher mit den aktuellen Brokern, Stand: Anfang 2021, und fokussiert sich dabei speziell auf die Bedingungen für den Kauf und Verkauf von Aktien. Sparpläne für Aktien und ETFs sind dabei erst einmal außen vor – diese nehmen wir noch einmal gesondert unter die Lupe.

Wir vergleichen die Broker dabei in drei unterschiedlichen Kategorien:

  1. Den Depotgebühren und anderen Kosten einer normalen, regulären Nutzung
  2. Die Auswahl der verschiedenen Aktien und wie viele Titel verfügbar sind
  3. Transaktionsgebühren, also die Kosten beim Kauf und Verkauf von Aktien

Und damit geht es jetzt ohne weitere Umschweife an den Vergleich!

1. Kosten bei regulärer Nutzung

TradeRepublic ist vielen als kostenloser Anbieter bekannt, aber zwei Punkte können bei der Nutzung dennoch anfallen: Für die Eintragung von Namensaktien in Deutschland wird eine Gebühr von zwei Euro erhoben und die Anmeldung zu jeder Hauptversammlung kostet stolze 25 €. Mit letzterer Maßnahme möchte man den Anlegern höflich (aber deutlich) zu verstehen geben, auf einen solchen Schritt doch bitte zu verzichten.

Der Smartbroker verlangt für die Eintragung von Namensaktien aktuell 60 Cent. Hier wird jedoch ein Negativzins von -0,5 % erhoben, wenn zu viel Geld (konkret: mehr als 15 % des Depot-Wertes für mehr als 3 Monate) in nicht investierter Form vorhanden ist.

Beim Scalable Capital Broker gibt es gar keine versteckten Gebühren, dafür aber Offensichtliche: Das Flatrate-Modell kann zwischen 0 und 4,99 € pro Monat kosten. Bei einer jährlichen Abrechnung kann dieser Betrag etwas reduziert werden.

Flatex nimmt uns 0,60 € für die Eintragung von Namensaktien ab und erhebt ebenfalls einen Negativzins von -0,5 % pro Jahr. Das freche ist hierbei jedoch der Startpunkt: direkt ab dem ersten Euro wird uns diese Strafgebühr auferlegt!

Ganz anders bei der DKB: Hier gibt es keinerlei Kosten zu verzeichnen, mit Ausnahme ausländischer Hauptversammlungen. Eine Anmeldung hierfür kostet unglaubliche 300 € – bei deutschen Veranstaltungen hingegen gar nichts.

Die comdirect erhebt in den ersten drei Jahren keinerlei Gebühren. Auch danach bleibt das Depot kostenfrei, sofern mindestens eine Transaktion pro Quartal (egal ob Aktienhandel, Sparplan…) ausgeführt wird. Andernfalls werden jährlich 25 Euro fällig.

Bei der ING fallen keine Kosten, weder offensichtlich noch versteckt an.

Die Consorsbank verlangt für die Eintragung ins elektronische Aktienregister 2 Euro. Liegt ein solches Register nicht vor, kann die Gebühr auf bis zu 25 € ansteigen! Es lohnt sich daher, vor dem Kauf von ausländischen Aktien genauere Informationen einzuholen.

Insgesamt sehen wir also keine standardmäßigen Depotführungsgebühren, jedoch etliche versteckte Zusatzkosten bei vielen Anbietern.

2. Auswahl und Angebot

Wir starten mit dem Schlusslicht: TradeRepublic verfügt nur über einen einzigen Handelsplatz, nämlich “Lang&Schwarz”. Dieser ist rein digital und bildet tagsüber die Kurse der Frankfurter Börse Xetra ab. Außerhalb dieser Handelszeiten sollte man sich, anhand der Kosten, Geschäfte allerdings gut überlegen…

Der Smartbroker hingegen steht mit etlichen regionalen und vier elektronischen Handelsplätzen sehr gut da. Auch zahlreiche ausländische Handelsplätze sind – gegen Aufpreis – verfügbar.

Der Scalable Capital Broker hat überschaubare zwei Handelsplätze im Angebot. Diese liegen allerdings beide in Deutschland – ausländische sucht man hier vergebens.

Flatex bietet ein umfangreiches Sortiment: Alle deutschen Börsen sind hier verfügbar. Auch international ist man nicht schlecht aufgestellt, muss sich aber bei der Gesamtzahl dem Smartbroker geschlagen geben.

Die DKB, comdirect, ING und Consors Bank glänzen jeweils mit umfangreichen deutschen und ausländischen Handelsplätzen. Diese “etablierten” Broker können in dieser Disziplin ihre Erfahrung ausspielen und die “Neo-Broker” relativ leicht ausstechen.

Wer also besonders aktiv an den internationalen Handelsplätzen agiert, sollte sich eher für die klassischen Broker entscheiden.

3. Transaktionsgebühren

Da sich die meisten Geschäfte von Privatanlegern im Rahmen zwischen 250 und 10.000 Euro bewegen dürften, haben wir uns speziell diesen Bereich genau angesehen. Auch an die unterschiedlichen Handelsplätze haben wir natürlich gedacht und sie in den Vergleich mit einbezogen.

Bei Traderepublic macht das allerdings wenig Unterschied, denn hier wird immer 1 Euro fällig. Da es auch nur einen Handelsplatz gibt, bleibt das Kostenmodell mehr als übersichtlich.

Weiter geht es mit dem Smartbroker, der bei 250 Euro Auftragsvolumen, abhängig vom Handelsplatz, zwischen 1 und 4 € kostet. Bei Geschäften über 500 Euro entfallen die Gebühren sogar komplett, was zu einem insgesamt äußerst günstigen Preismodell führt.

Der Scalable Capital Broker hat das wohl komplizierteste Preismodell: Im Abo können alle Geschäfte inklusive sein, sofern sie über den Handelsplatz “gettex” abgewickelt wurden. Ohne Abonnement werden hier 99 Cent fällig. Transaktionen an der Xetra Börse hingegen kosten immer 5,50 €, egal ob mit oder ohne Abo.

Flatex bietet hingegen einheitliche Kosten: 5,90 € werden fällig, egal wie hoch eine Order ist.

Die DKB schlägt richtig zu und knöpft uns ganze 10 Euro pro Transaktion ab. Bei Summen jenseits der 10.000 € werden sogar 25 Euro erhoben!

Bei der comdirect werden ebenfalls 10 Euro pro Order verlangt. Auch hier sehen wir einen Anstieg je nach Summe: Ab 2.500 € sind 11,15 fällig, was sich bei 10.000 Euro auf eine Abgabe von 30 Euro erhöhen kann.

Die ING kann bei Geschäften unterhalb der 1.000 Euro Marke etwas besser abschneiden und schlägt mit 5,53 € zu Buche. Auch hier steigen die Kosten jedoch mit der Höhe der Summe und erreichen ebenfalls 30 €, wenn ein Betrag von 10.000 Euro gehandelt wird.

Die Consorsbank weist das genau gleiche Modell wie die comdirect auf: Mindestens 10 Euro, bei steigender Summe entsprechend mehr und bei 10.000 Euro bereits 30 Euro Gebühr.

Das Endergebnis – so schneiden die einzelnen Broker ab

An dieser Stelle ein Ranking zu bilden ergibt wenig Sinn, da die einzelnen Anbieter sehr unterschiedliche Zielgruppen haben. Auch ist es stark von der persönlichen Strategie abhängig, welcher Broker für dich infrage kommt.

Es lassen sich jedoch einige Feststellungen machen, die dir bei der Auswahl helfen können:

Die meisten Anleger dürften mit dem Smartbroker oder TradeRepublic gut fahren, denn hier kommen eine solide Auswahl und sehr günstige Gebühren zusammen.

Diese beiden Aspekte dürften für den Großteil der Investoren am wichtigsten sein. Abstriche muss man hingegen bei der Bedienfreundlichkeit machen, da man bei TradeRepublic die hauseigene App nutzen und beim Smartbroker mit dem in die Jahre gekommenen Design auskommen muss.

Der Scalable Capital Broker kann sich hingegen lohnen, wenn du mehr als drei Geschäfte pro Monat ausführst.

Die klassischen Broker DKB, comdirect, ING und Consorsbank hingegen bieten den besten Kundenservice, hohe Benutzerfreundlichkeit und zahlreiche Zusatzleistungen. Sie lassen sich diesen Service allerdings auch entsprechend vergolden und setzen hohe Gebühren an.

Bist du bereit, für Premium-Service auch Premium-Kosten zu akzeptieren, können diese Anbieter für dich das richtige sein.

Unsere Empfehlungen

Aufgrund seiner hervorragenden Kombination aus großer Auswahl und geringen Gebühren ist der Smartbroker aktuell unser Favorit für die meisten Anwendungsfälle. Wir haben das Angebot daher in einem eigenen Beitrag “Smartbroker Depot – das bietet es dir” noch einmal gesondert untersucht.

Bist du allerdings schon überzeugt, kannst du dich mit diesem Link direkt anmelden und mit dem Handeln beginnen.

Auch TradeRepublic macht einen guten Eindruck, denn die Kosten von lediglich 1 Euro pro Order lassen schnell andere Nachteile vergessen. Mit einem Klick hier kannst du direkt loslegen. 

Der Exot unter den Brokern ist ganz klar der Scalable Capital Broker mit seinem Flatrate–Modell. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass es sich nicht lohnen würde, hier einzusteigen. Mit diesem Link kannst du mehr erfahren oder dich direkt anmelden. 

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