Wieso du kaufen statt warten solltest

Wieso du kaufen statt warten solltest

Solltest du aktuell mit dem Investieren warten oder doch gerade jetzt so richtig an der Börse durchstarten? Wenn man die Presse liest, macht es nicht gerade den Anschein als wäre aktuell ein guter Zeitpunkt zu investieren. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. In diesem Artikel vergleichen wir die aktuellen Negativschlagzeilen mit denen der letzten Finanzkrise 2009 und sehen uns an, was das für Investoren bedeutet.

Darum geht’s:

  • Welche großen Insolvenzfälle hat es heute und in der Vergangenheit gegeben?
  • Welcher deutsche Riesenkonzern hat neben Uniper bereits Verluste in Milliardenhöhe erzielt, aber existiert noch heute?
  • Warum sind Entlastungspakete und Massendemonstrationen kein Einzelfall?
  • Und sind die Schlagzeilen im Jahr 2022 wirklich so schlimm, wie wir denken?

Insolvenzen sind kein Einzelfall

Wirft man einen Blick auf die Schlagzeilen von heute, so zeichnet sich rasch ein sehr düsteres Bild ab: Lieferengpässe hier, Rezessionsängste da. Eine negative Stimmung ziert die gesamte Medienlandschaft. 

So musste der Klopapierhersteller Hakle jüngst Insolvenz anmelden, da er seine höheren Energiekosten nicht an die Endkunden weitergeben konnten. Mal sehen, ob sich das Traditionsunternehmen jetzt restrukturieren kann und aus der Insolvenz kommen wird. 

Auch der bekannte Schuhhändler Görtz ist zum Sanierungsfall geworden. Kein Wunder also, dass Nachrichten wie diese viele Menschen verunsichern lassen.

Hakle Insolvenz Artikel

Aus diesem Grund stellen sich immer mehr Leute die Frage, ob es überhaupt klug ist, in Zeiten wie diesen zu investieren. Meine Antwort auf diese Frage ist eindeutig und lautet: Ja!

Blickt man nämlich zurück ins Jahr 2009, dann liest man ähnliche, wenn nicht sogar größere Negativschlagzeilen in der Presse. Damals wurde durch General Motors das größte Insolvenzverfahren in der US-Geschichte eingeläutet. Hier hat der Staat eingegriffen und ganze 60 % der Unternehmensanteile erworben, um es vor dem Untergang zu bewahren.  

General Motors Insolvenz Artikel

General Motors war allerdings kein Einzelfall zu der Zeit. Nur ein paar Monate zuvor, Ende April 2009, ist der Autobauer Chrysler ebenfalls in die Insolvenz geschlittert. 

Auch im aktuellen Krisenjahr 2022 wird es Großunternehmen geben, die in Zahlungsengpässe geraten. Doch auch aus solchen Situationen kann man wieder herauskommen. Die Parallelen zu 2009 zeigen das.

Verluste bedeuten nicht das Ende

Neben Insolvenzfällen wie Hakle oder Görtz gibt es Unternehmen, die zwar noch nicht insolvent sind, aber enorme Verluste einbüßen müssen. Der wohl bekannteste Fall aktuell ist Uniper. Der Gaszulieferer hat alleine im ersten Halbjahr 2022 einen Verlust von 12 Mrd. € gemacht. Prognosen zufolge wird das Unternehmen frühestens 2024 wieder profitabel sein.

Artikel über Milliardenverlust von Uniper

Doch auch der Fall Uniper ist kein Einzelfall. Die Parallele dazu finden wir erneut im Jahr 2009. Damals war es der Technologiekonzern Siemens, der innerhalb eines Quartals einen milliardenschweren Verlust eingefahren hatte. 

Milliardenverlust bei Siemens

Spulen wir nach vorne ins Jahr 2022, so sehen wir, dass Siemens auch heute noch existiert und zu den größten Unternehmen Deutschlands zählt. Das verdeutlicht, dass auch enorme Verluste nicht zwingend im Zerfall eines Unternehmens enden müssen.

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Im Notfall kommt das Rettungspaket

Als Reaktion auf die stark gestiegenen Preise 2022, hat die deutsche Bundesregierung mehrere Rettungspakete in Milliardenhöhe verabschiedet. So sollen u. a. geringe Einkommen, die arbeitende Mitte sowie Unternehmen entlastet werden. Das Volumen des 3. Entlastungspaketes: 65 Milliarden Euro.

3. Entlassungspaket der Politik

Und auch in Sachen Entlastungspakete können wir Referenzen zur Finanzkrise 2009 ziehen. In der damaligen Krise hat die Regierung das „Kurzarbeitergeld“ von 18 auf 24 Monate verlängert. Damals noch unter Olaf Scholz als Arbeitsminister. Auch das war eine Maßnahme, die den Staat mehrere Milliarden Euro gekostet hat.

Demonstrationen in der Krise

In unruhigen Zeiten wird es auch oft unruhig auf den Straßen. So sind dieses Jahr bereits mehrere tausend Leute auf die Straßen gegangen, um gegen Russland, die Corona-Politik und vor allem die Energie-Politik zu demonstrieren. 

Artikel über Proteste gegen Russland-, Energie- und Corona Politik

Meiner Meinung nach werden sich diese Proteste nur weiter intensivieren, wenn die Energiepreise erstmal so richtig steigen, wie es bereits bei den Unternehmen der Fall ist.

Doch auch diese Art von Protestbewegung ist keine neue Entwicklung. Am 16. Mai 2009 haben 100.000 Menschen in Berlin gegen die Finanzkrise demonstriert. 

Artikel über Demonstration in Berlin

Diese Ausmaße sind durchaus auch 2022 vorstellbar und wären keine sonderliche Überraschung. So etwas gehört nun mal zu einer Krise dazu und ist nichts, wovor man sich als Investor überproportional große Sorgen machen sollte. 

Bad Banks

An vielen Stellen wird aktuell diskutiert, ob man den Gaszulieferer Uniper nicht als „Bad Bank“ einrichten sollte. In so einem Fall würden alle Schulden des Unternehmens angehäuft und anschließend ein neues Unternehmen, ohne jegliche Vorbelastung, gegründet. Diese Maßnahme wäre insofern gut, als das neue Unternehmen dadurch kreditwürdiger ist, sich einfacher finanzieren kann und somit die Wirtschaft wieder angekurbelt wird. 

Uniper, eine fossile bad bank

Dieser Schritt wäre in der deutschen Geschichte kein Sonderfall, denn selbiges ist in der Krise 2009 passiert. Hier musste der Dax-Konzern “Hypo Real Estate“ über eine Bad Bank abgewickelt werden und sich neu aufstellen. 

Die Aussichten sind „düster“ und „unsicher“

Schlagzeilen über „düstere“ und „unsichere“ Aussichten für die Weltwirtschaft kommen aktuell auch nicht zu kurz – Begriffe, die in erster Linie Angst und Panik erzeugen. 

Doch auch hier lautet mein Ratschlag: nicht verunsichern lassen. Ähnliche spitz formulierte Schlagzeilen sind typisch für Medien und lassen sich auch in der Vergangenheit finden. Damals hat der Internationale Währungsfonds (IWF) nicht von „düsteren“ Aussichten berichtet, sondern gänzlich „schwarz“ für die Weltwirtschaft gesehen. 

Im Nachhinein war das Jahr 2009 der beste Einstiegszeitpunkt, wenn man an der Börse investieren wollte. Das zeigt erneut, dass Investoren nicht von Panik geleitet werden sollten. 

Der Sparplan muss weiterlaufen

Schwere Krisen erzeugen die niedrigsten Kurse an den Börsen. Aus diesem Grund ist es essenziell, vor allem während großer Krisen investiert zu bleiben und sich nicht von sinkenden Kursen und negativen Schlagzeilen beirren zu lassen. 

Langfristige Investoren können die besten Renditen erzielen, wenn sie fleißig investiert bleiben und Sparplan und co. nicht pausieren. Denn sobald die ersten positiven Schlagzeilen die Oberfläche erreichen, ist es meistens schon zu spät. Die günstigen Kurse sind dann Geschichte.

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Fazit: Die Geschichte wiederholt sich

Die Weltwirtschaft ist resilient. Das hat uns die Vergangenheit bereits mehrfach gelehrt. Und genau mit dieser Einstellung blicke ich auch aktuell in die Zukunft. Obwohl wir uns derzeit in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten befinden, eine Rezession vor der Tür steht und nebenbei auch noch die Corona-Pandemie nicht überwunden scheint, werde ich gerade jetzt mein Investoren-Mindset stärken und investiert bleiben. Denn vergleicht man die heutigen Schlagzeilen mit denen aus anderen Krisen, so sind sie oftmals gar nicht so schlimm, wie auf den ersten Blick vermutet.

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