Mehr Rendite durch Small Cap ETF


Es kommt nicht immer auf die Größe an. Kleine Aktienunternehmen, sogenannte Small Cap, haben stärker schwankende Kurse und können dadurch ihren Investoren unter Umständen mehr Gewinne bieten. Mittlere und große Werte erfahren zwar an den Börsen mehr Aufmerksamkeit, können aber meist nicht mit den Renditen der “Zwerge” mithalten. 

Wir haben uns daher heute einmal genauer angeschaut, was hinter den Small Caps steht. Immerhin machen diese 15 % der gesamten Marktkapitalisierung aus! Für Investoren gibt es hierbei einiges zu beachten…

Wenn du darüber hinaus noch auf der Suche nach weiteren Investmenttipps bist oder Fragen aus der Finanzwelt hast, lohnt sich ein Besuch in unserem Forum für Privatkredite. Dort kannst du dich mit anderen Anlegern austauschen und sicher noch etwas dazulernen. 

Klein aber fein

Small Caps zeichnen sich durch stärkere Kursschwankungen aus, was auf den ersten Blick für eine riskantere Anlageform spricht. Tatsächlich zeigt sich aber insgesamt ein positives Wachstum dieser Aktien. Insbesondere, wenn man einen längeren Zeitraum betrachtet, sieht man schnell die überdurchschnittliche Performance der Minis. 

Dass dieser Effekt nicht nur Börsianer-Träumerei ist, zeigt sich auch in einer Studie aus den 80er Jahren, die den positiven Werdegang der Kleinaktien wissenschaftlich belegen konnte. Dennoch genießen Small Caps bis heute nur einen zweifelhaften Ruf. 

Dass es sich auch hier nicht um das perfekte Investment handelt, ist klar – sonst würde jedermann bei den Small Caps einsteigen. Insbesondere in Krisenzeiten oder bei lokalen Problemen innerhalb einer Branche werden diese Zwerge nämlich oft deutlich härter getroffen, als etwa die größeren Konkurrenten. Sie bleiben aber dennoch eine attraktive Anlage. 

So kann man sich beteiligen

Um selbst in den (hoffentlich) Genuss solcher Aktien zu kommen, bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Die einfachste, aber nicht unbedingt zufriedenstellendste, ist das besparen eines ETFs, der das gesamte Spektrum abdeckt. Leider ist so etwas nicht gerade einfach zu finden. 

Der einzige echte Kandidat, der sowohl Small, Mid als auch Large Caps weltweit bedient, ist dabei der SPDR MSCI World ACWI IMI. Dieser enthält unfassbare 9.000 Aktien, lässt sich diesen Luxus aber auch mit 0,4 % Gebühren recht gut bezahlen. 

Das Ergebnis kann sich dafür jedoch sehen lassen: satte 280 % Wertentwicklung konnten in den letzten Jahren erreicht werden. Es muss jedoch erwähnt werden, dass es sich hierbei um einen noch eher jungen ETF handelt. Historische Daten sind also nur wenig vorhanden. 

Daneben gibt es aber auch noch eine weitere Möglichkeit, in Small Caps anzulegen: Indem man diese unter seine anderen, Mid und Large Cap, Investments mischt. ETFs mit namhaften Unternehmen zu finden ist sehr einfach: Der deutsche Dax oder der US-Amerikanische Dow Jones Index sind ideale Anlaufstellen, die sich in einer Vielzahl von ETFs wiederfinden.

Auch bei den Mid Caps und den Small Caps stehen mehrere Angebote zur Auswahl. Der große Vorteil liegt bei diesem Vorgehen in der freien Kombinierbarkeit der einzelnen Wertkategorien.  Je nach gewünschte Diversifikation und persönlicher Strategie können so 1, 10 oder 100 % der Anteile zu den Kleinaktien zählen. 

Aber es müssen nicht immer ETFs sein! Auch das direkte kaufen solcher Small Caps ist eine Option. Aufgrund der starken Kursschwankungen und der hohen Gefahren in Krisenzeiten will diese allerdings gut überlegt sein. Man sollte dabei stets das Gesamtportfolio im Auge behalten und auf ein ansonsten möglichst geringes Verklumpungsrisiko achten. 

In der Praxis

Schauen wir uns nun an, wie wir Small Cap Aktien schnell und unkompliziert in unser eigenes Depot holen. Zu den “Klassikern” für diese Investments zählt der iShares MSCI World Small Cap, der mit kleinen Vertretern entwickelter Märkte gefüllt ist. Und natürlich zählt er nicht umsonst zu den Bekanntesten Angeboten. Hier dürften viele Anleger auf der Suche nach Small Caps gut aufgehoben sein. 

Besonders interessant ist aber auch der MSCI World EM Small Cap, ebenfalls von iShares. Dieser hat nämlich einen starken Fokus auf die Märkte in Taiwan, Südkorea und China und profitiert somit vom dortigen Wachstum. Das bringt direkt noch eine zusätzliche Diversifikationsstufe ins eigene Portfolio, denn so ein Investment in die aufstrebenden Regionen kann die Risiken für unser Depot deutlich mindern, wenn es “im Westen” mal wieder bergab gehen sollte. 

Mit 0,74 % pro Jahr ist dieses Angebot allerdings – zumindest für einen ETF – geradezu obszön teuer und dürfte daher leider nur etwas für gänzlich Überzeugte Investoren sein. Wer hingegen “Produkte aus heimischem Anbau” bevorzugt, sollte einen Blick auf den SPDR MSCI Europe Small Cap werfen. Dieser bildet Kleinaktien des Europäischen Marktes ab und ist mit 0,3 % auch deutlich günstiger zu haben. 

Small Caps sind kein Mysterium – unsere Empfehlung

Diese Angebote zeigen eindrucksvoll, dass Small Caps auch für Kleinanleger leicht zugänglich sind und sich lohnen können. Einen Teil des Portfolios über solche ETFs abzubilden dürfte daher für viele Investoren reizvoll sein. Wie hoch dieser Betrag ausfallen sollte, hängte jedoch wie immer von der persönlichen Strategie ab. 

Bei aller Attraktivität, die von den Zugewinnen ausgeht, sollte nämlich nicht das relativ hohe Risiko vergessen werden, dass in dieser Anlageform steckt: Starke Kursschwankungen können zwar hohe Gewinne bedeuten, bieten aber auch Potenzial für erhebliche Verluste. Speziell in Krisenzeiten werden Small Caps traditionell besonders hart getroffen. 

Ein Investment sollte hier also eher unter den riskanten Teil des eigenen Portfolios verbucht werden. Um dich vor anderen, vielleicht weniger offensichtlich Gefahren, zu schützen, empfiehlt sich außerdem ein Blick in unseren “3 Flop-ETFs der letzten Jahre, die man vermeiden sollte”-Beitrag. Denn diese Investments willst du ganz sicher nicht in deiner Liste haben!

Für den Einstieg in die Welt der ETFs stehen eine ganze Reihe von Brokern zur Verfügung. 

Der Scalable Capital Broker nimmt unter ihnen eine gewisse Sonderrolle ein, da er eine

spezielle “Trading Flatrate” bietet. Mit diesem Link kommst du direkt zur passenden Seite und

kannst das Angebot in Ruhe überprüfen.

Spricht dich hingegen Trade Republic mit großer Auswahl und Null Gebühren an, bringt dich

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Und wenn du einen Anbieter suchst, bei dem du die Dividendenerträge kostenlos wieder

anlegen kannst, könnte die Consorsbank das richtige für dich sein. Mit diesem Link kommst du

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