Mein aktuelles P2P-Portfolio – wo ich mehr und weniger investiere

Wer es mit der hohen Rendite durch P2P-Kredite ernst meint, wird immer wieder Anpassungen an seinem P2P-Portfolio vornehmen. Das ist auch bei mir nicht anders. Denn die unterschiedlichen Anbieter liefern auch ganz verschiedene Leistungen während der aktuellen Krise. 

Daher wollen wir uns heute im Detail anschauen, was sich an meinem P2P-Portfolio seit dem letzten Update vor 6 Monaten getan hat. Wo habe ich mehr angelegt, wo weniger und vor allem: warum?

Wenn du außerdem auf der Suche nach weiteren Updates bist, Fragen zu Finanzthemen hast oder einfach noch etwas dazulernen möchtest, solltest du einen Blick in unser Forum für Privatkredite werfen. Dort kannst du dich mit anderen Anlegern austauschen und findest sicher hilfreiche Informationen. 

Besondere Zeiten spiegeln sich im Portfolio wider

Die Covid-19-Pandemie lässt uns nicht los, sondern scheint sich nur immer weiter zu verschlimmern. Neben den dramatischen Auswirkungen auf unser Privatleben sind die Effekte auch in der Finanzwelt deutlich zu spüren 

Die einzelnen Anbieter haben dabei ganz verschiedene Ansätze, um mit diesen schwierigen Bedingungen umzugehen. Während vielfach eine offene Kommunikation mit regelmäßigen Updates das Mittel der Wahl ist, herrscht bei anderen Funkstille – und Panik bei den Anlegern. 

Auch verschiedene Limits hinsichtlich maximaler Investitionsmenge oder gar das Ablehnen neuer Kunden lassen sich als Antwortversuche auf die Krise finden. Welche Maßnahmen getroffen (oder nicht getroffen wurden) und was ich von ihnen halte, wurde bereits an anderer Stelle ausführlich besprochen.

Die nachfolgenden Veränderungen in meinem Portfolio sind das Resultat dieser verschiedenen Vorgehensweisen der einzelnen Plattformen. Zur besseren Übersichtlichkeit sind alle Investments der Größe nach absteigen geordnet. 

Los gehts!

Bondora

Der größte Punkt in meinem Portfolio ist Bondora, ein Anbieter, der Lesern dieses Blogs bestens bekannt sein dürfte. Mit dem “Go and Grow” Programm bietet man zwar nicht die höchsten Zinsen, aber ein deutlich sichereres Produkt als so mancher Konkurrent. 

Die 6,75 % pro Jahr können sich aber dennoch sehen lassen und wurden bisher stets pünktlich ausgezahlt. Zuletzt war ich hier mit 4.200 € investiert – diesen Betrag habe ich nun auf 5.674 Euro erhöht. Daraus ergibt sich eine Rendite von etwa 1 € pro Tag, die ich mir als persönliches Ziel gesetzt hatte. 

Bondora reagierte auf die Krise mit einer deutlichen Verschärfung der Anforderungen an Kreditgeber auf der Plattform. Auch die Ausgaben für Marketing des Unternehmens selbst wurden zusammengekürzt. Generell scheint das Management hier sehr gute Arbeit zu leisten. 

Sehr schön ist daneben auch zu sehen, dass wieder Kredite in Finnland und nicht mehr nur im Heimatland Estland vergeben werden. Im November verdoppelte sich, unter anderem Dadurch, dass Kreditvolumen auf 6,5 Millionen Euro.

Durch dieses positive Krisenmanagement und die ansprechende Entwicklung verdient Bondora den höchsten Anstieg in meiner Liste: knapp 1.500 Euro mehr als vor 6 Monaten. 

Mintos

Auch der zweite Kandidat dürfte niemanden überraschen. Mintos bildet, trotz Krise, die größte Plattform. Klar, dass ich hier ebenfalls mit von der Partie bin – und das schon seit mittlerweile fünf Jahren! 

Mein Investment hat sich dabei um ziemlich genau 1.000 Euro erhöht. Allerdings nicht in Form von weiterem Kapital, dass ich in Kredite vergebe. Stattdessen habe ich dieses zusätzliche Geld eingesetzt, um Mintos Aktien zu erwerben. 

Das Unternehmen ermöglichte es nämlich privaten Anlegern, Anteile über ein Crowdfunding-Konzept zu erwerben. Alle wichtigen Details hierzu lassen sich in unserem Beitrag “Mintos Crowdfunding Explosion” nachlesen. 

Da ich von der Qualität der Plattform generell überzeugt bin und an ihren langfristigen Erfolg glaube, habe auch ich 1.000 € für solche Aktien ausgegeben. Damit ist mein Investment bei Mintos im Vergleich zu vor 6 Monaten um 1.000 Euro angestiegen – 1.461 Euro in Privatkrediten und 1.003 Euro in Mintos Aktien. 

EstateGuru

Gemeinsam mit Mintos und Bondora bildet EstateGuru das große Trio des P2P-Marktes. Viele Anleger lassen sich von den hohen Renditen und den attraktiven Rahmenbedingungen des Immobilienmarktes anlocken. 

Denn wie der Name schon vermuten lässt, ist EstateGuru eine Plattform für Privatkredite auf dem Immobilienmarkt. Auch hier bin ich seit längerem investiert und von den Ergebnissen bisher sehr überzeugt. 

Während der Krise konnte man größere Ausfälle vermeiden und mit einer sehr transparenten Kommunikationspolitik die Anleger beruhigen. Dieses Vorgehen wird auch von meiner Seite belohnt, mit einem Investment von mittlerweile 2.100 €

Eigentlich war sogar noch mehr geplant: 2.500 € waren das Ziel. Aber ab und an kommen andere, dringendere Ausgaben dazwischen. Hier wird jedoch in Zukunft noch mehr Kapital von mir fließen. Um genau zu sein, strebe ich eine Verdoppelung auf 4.000 Euro an, da ich vom Konzept und dem Unternehmen selbst sehr überzeugt bin. 

Damit sind die drei großen und von mir persönlich auch am besten eingestuften Plattformen auch am stärksten vertreten. Bei allen Dreien habe ich meine Investments, wie angekündigt, deutlich erhöht. 

Swaper

Ein deutlich schlechteres Bild liefert Swaper ab. Unklare Kommunikation und hohe Verschuldung sind kein guter Kurs, um durch die aktuelle Krise zu kommen. Dementsprechend ziehe ich auch meine Konsequenzen. 

Mein Investment reduziere ich hier, von ursprünglich 650 Euro auf nun lediglich 250 €. Dieses Minus von 400 Euro ist der unsicheren Zukunft der Plattform gewidmet. Denn an den mangelnden Zinsen liegt es sicher nicht: 14 bis 16 % werden nach wie vor versprochen und sind Bestwert unter den Konkurrenten. 

Ob man sich auf diese Angaben allerdings verlassen kann, muss jeder Anleger für sich entscheiden. Ich habe beschlossen, dass mein Kapital an anderer Stelle besser aufgehoben ist und reduziere entsprechend.

Peerberry

Einer der kleinen Anbieter, der sich keineswegs vor den Konkurrenten verstecken muss, ist Peerberry. Die 12 bis 12 % Zinsen treffen bisher problemlos ein und auch die nahe Zukunft scheint gesichert: Beide Haupt-Kreditgeber sind aktuell profitabel.

Mein persönliches Investment ist aktuell konstant bei 210 Euro, die ich bis zum nächsten Update deutlich ausbauen möchte. Auch dies ist als Konsequenz auf die gute Leistung des Anbieters trotz allgemeiner Krise zu verstehen 

Viainvest

Ebenfalls mit etwa 210 Euro bin ich bei Viainvest dabei. Auch hier sieht die Situation aktuell gut aus – genaue Informationen zum Gewinn des Mutterkonzerns Viasms liegen allerdings noch nicht vor. 

Diese Zahlen beeinflussen den Erfolg und die Zukunftsaussichten des P2P-Anbieters maßgeblich. Dramatische Probleme sind aller Voraussicht nach jedoch nicht zu erwarten, sodass man sich getrost auf die 12 % Verzinsung, die aktuell geboten wird, freuen kann. 

Reinvest24

Auch bei Reinvest24 bin ich mit etwa 200 Euro investiert und konnte in der Vergangenheit einige Gewinne mitnehmen. Wie es hier allerdings für mich persönlich weitergehen soll, ist noch nicht sicher. 

Das liegt an den vielen neuen Angeboten aus Moldawien, die einen eher dubiosen Charakter haben. Warum man sich nicht mit dem Heimatmarkt Estland zufriedengibt, ist mir aktuell unverständlich. 

Aufgrund dieses Wandels der Plattform habe ich mich entschlossen, erst einmal abzuwarten. Sollten sich diese neuen Projekte ebenfalls gut schlagen, steht einer Erhöhung meines Investments künftig nichts im Weg. 

Crowdestor

Die – in meinen Augen – riskanteste Option unter den P2P-Plattformen ist aktuell Crowdestor. Mit einer extrem hohen Anteil an verspäteten Zahlungen und nur schwachen Rückkauf-Optionen ist hier einiges im Argen. 

Daher bin ich auch lediglich mit symbolischen 100 Euro investiert. Das soll nicht heißen, dass es nicht attraktive Zinsen bei Crestor gäbe. Das Risiko ist mir allerdings an dieser Stelle zu hoch, weshalb es von meiner Seite keine Veränderung an der Summe gibt.

Stabile Situation 

Trotz der allgemeinen Problemen im Zuge der globalen Pandemie steht der P2P-Markt gut und stabil da. Viele Anbieter meistern die Krise hervorragend und rechtfertigten in meinen Augen ein höheres Investment. 

Bei allen positiven Beispielen sollte man jedoch auch nicht vergessen, dass zahlreiche Schwarze Schafe unter den Plattformen zu finden sind. Mit einem Mindestmaß an Recherche und etwas Vorsicht lassen sich aber dennoch hohe Gewinne erzielen. 

Wie stark die Privatkredite tatsächlich sind, habe ich im Artikel “So gut kamen P2P-Kredite durch die Krise” für dich zusammengefasst. Hier zeigen sich ganz klar die Vorteile dieser Investitionsform. 

Wenn dein persönliches Interesse geweckt wurde und du, so wie ich, von Bondora überzeugt bist, solltest du diesem Link folgen. Du kannst dich dort nämlich nicht nur direkt anmelden, sondern erhältst noch einen zusätzlichen Startbonus von 5 Euro!

Sind Privatkredite im Immobilienbereich für dich interessanter, solltest du einen Blick auf EstateGuru werfen. Nutzt du dazu diesen Link, gibt es sogar noch 0,5 % extra Zinsen obendrauf!

Für den Marktführer Mintos hingegen geht es hier direkt zur Anmeldung. Nicht umsonst vertrauen so viele Anleger auf diese Plattform.

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