Meine Mintos Erfahrungen - lohnt sich die P2P-Plattform 2022 noch?

Meine Mintos Erfahrungen: Lohnt sich die P2P-Plattform 2022 noch?

Trotz Corona-Krise und Kreditgeber-Pleiten: In der Vergangenheit machten die meisten Anleger mit Mintos positive Erfahrungen. Doch der P2P-Markt ist ständig im Wandel! Wie steht der Marktführer heute da? Sind Investments sicher? Und welche Renditen können wir erwarten?

Diese und weitere Fragen will ich heute beantworten. Denn nach mehreren Jahren Aktivität auf der Plattform habe ich viele Mintos Erfahrungen gemacht! Außerdem werfen wir einen genauen Blick auf die kürzlichen Neuerungen und beleuchten auch das komplexe Thema Steuern!

Das Wichtigste in Kürze

  • Mintos bietet P2P-Kredite mit hoher Verzinsung und ernstzunehmendem Risiko
  • Die Plattform hatte während der Corona-Krise einige Ausfälle zu verzeichnen
  • Die Rückholung läuft erfolgreich, benötigt jedoch einiges an Zeit
  • Mintos ist seit kurzem eine zertifizierte Investmentgesellschaft
  • Neue Angebote und zusätzliche Sicherheiten können für Anleger interessant sein

Was ist eigentlich Mintos?

Über P2P-Kredite finanzieren sich jeden Tag Menschen persönliche Anschaffungen, realisieren Gehaltsvorschüsse und vieles mehr. Private Investoren stellen ihnen das benötigte Geld zur Verfügung und werden dafür mit hohen Zinsen belohnt. 

Einer der Pioniere dieses Geschäftsmodells ist die P2P-Plattform Mintos. Erste Erfahrungen mit der Vergabe von Privatkrediten machte man dort bereits 2015. Seither hat sich das Unternehmen aus Lettland zum größten Marktplatz seiner Art in Europa entwickelt. 

Mintos ist dabei lediglich ein Vermittler, der private Anleger und professionelle Kreditgeber verbindet. Diese Kreditgeber wiederum nutzen das über Mintos eingenommene Kapital, um Kredite an ihre Kunden zu vergeben. 

Neben der Vermittlung kommt Mintos dabei auch eine überwachende und sichernde Rolle zu. So hat Mintos Erfahrungen mit der Rückholung von ausgefallenen Krediten oder dem Umgang mit problematischen Kreditgebern gesammelt und bemüht sich stets, das Kapital der Nutzer zu schützen. 

Denn solche Probleme zählen zu den größten Risiken von P2P-Krediten: Da die privaten Kreditnehmer eventuell ihre Rückzahlungen nicht leisten können oder ganze Kreditgeber-Unternehmen in die Insolvenz rutschen könnten, sind Privatkredite nicht ganz ungefährlich. 

Für dieses Risiko werden Anleger jedoch mit hohen Zinsen belohnt! Diese liegen bei Mintos, nach meiner Erfahrung, zwischen 10 und 12 Prozent pro Jahr. Wir können jedoch durch die Auswahl der Kredite diese Rendite und auch die Gefahren maßgeblich beeinflussen. 

Am Markt seit: 2015
Firmensitz: Riga, Lettland
Reguliert: Ja (durch die FCMC in Lettland))
Anzahl der Investoren: Ca. 8,2 Milliarden Euro (Stand Juli 2022)
Finanziertes Kreditvolumen: Über 384 Millionen Euro
Rendite: Fest Ca. 488.000 (Stand Juli  2022)
Mindestanlagebetrag: 10 EUR
Rückkaufgarantie: Ja, nach 60 Tage Verzug
Auto Invest: Ja
Zweitmarkt: Ja
Ausstellung einer Steuerbescheinigung: Ja
Treueprogramm für Investoren: Nein
Bei Mintos investieren: Jetzt Konto eröffnen (Mit diesem Link starten*)
Rating: Siehe unser P2P Plattform Rating

Mintos Test: Wie sicher ist die P2P-Plattform?

Wie viele Finanzdienstleister wurde auch Mintos von der Corona-Krise hart getroffen. Die normalerweise extrem seltenen Ausfälle von Kreditgebern häuften sich in diesem Zeitraum stark. Die Gründe sind recht simpel: 

Investments auf Mintos sind mit einer sog. Rückkaufgarantie abgesichert. Kreditgeber sind dadurch verpflichtet, den investierten Betrag an die Anleger zurückzuzahlen, wenn ein Kreditnehmer mehr als 60 Tage im Zahlungsverzug ist. 

In der Praxis hat dieser Sicherungsmechanismus stets gut funktioniert; während der Corona-Krise nahm die Anzahl der Zahlungsausfälle zu, da viele Menschen ihre Rückzahlungen nicht mehr fristgerecht leisten konnten. 

Einzelne Kreditgeber, in deren Darlehen man auf Mintos investieren konnte, mussten daher erheblich häufiger Kredite zurückkaufen und gerieten in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Gleichzeitig zogen viele Anleger im großen Stil ihr Kapital von Mintos ab, um es vor der Krise zu schützen. Dadurch wurde es für Kreditanbahner deutlich schwieriger, weiteres Geld durch neue Investments zu erhalten, was das Problem noch weiter verschärfte. Ausfälle und negative Schlagzeilen häuften sich!

Teilweise musste Mintos sogar rechtlich gegen Kreditgeber wie Monego vorgehen, um sie zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu bewegen. Die Lage scheint sich seither jedoch deutlich gebessert zu haben und ein großer Teil der ausstehenden Forderungen konnte zurückgeholt werden.  

Der Höhepunkt an investierten Krediten wurde kurz vor der Corona-Krise erreicht (blauer Pfeil). Heute befindet man sich erneut auf einem Wachstumskurs. 

Heute ist die Plattform auf einem Weg zurück zu alter Größe. Auch meine Mintos Erfahrungen bestätigen einen starken Aufschwung in den letzten Monaten. Vom Höhepunkt von fast 600 Millionen Euro in Krediten im Jahr 2020 ist man allerdings noch entfernt – heute schafft man es nocht nicht ganz auf 400 Millionen.

Rückholung und Risiko bei Mintos

Die Ausfälle von Kreditanbahnern stiegen in den Anfangstagen der Corona-Krise auf einen Höchstwert: Mehr als 80 Millionen Euro in ausstehenden Zahlungen sammelten sich an! Ein Betrag, der nun in den Konten der Anleger fehlte. 

Glücklicherweise hatte Mintos bereits Erfahrungen mit derartigen Problemen sammeln können und war in der Lage, einiges an Kapital zurückzuholen. 73 der 80 Millionen Euro konnten wieder eingetrieben werden. 

Der Vorgang war jedoch langsam und aufwendig. Die lange Wartezeit und Ungewissheit belastete die Investoren und bewegte viele zum Abzug ihres Geldes. Trotz Mintos’ guter Arbeit bei der Rückholung der Kredite werden nicht in allen Fällen 100 % der Investments erstattet werden können. 

Für neue und bisherige Anleger bedeutet dies: Das abstrakte Risiko, das mit Privatkrediten einhergeht, ist im Falle von Mintos sehr real! Trotz Rückkaufgarantie muss mit Ausfällen gerechnet werden. Ein Investment kann sich aufgrund der hohen Zinsen dennoch lohnen; wir müssen jedoch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen, wie die Aufteilung auf möglichst viele Kreditgeber, treffen!

So funktioniert das Investment

Aktuell bietet Mintos für Anleger drei vorgefertigte Strategien: “Diversifiziert”, “Konservativ” und “Renditestark”. Sie sind jeweils mit unterschiedlichen Kriterien bei der Auswahl der möglichen Kredite verbunden. 

Gut zu wissen:

Mintos setzt bei allen Strategien das maximale Investment pro Kreditgeber auf 15 %. Damit ist eine der größten Gefahren – zu viel Kapital bei einem Anbahner – bereits gebannt.

Damit macht Mintos besonders den neuen Nutzern den Start sehr einfach! Wer hingegen nach seinen eigenen, konkreten Vorstellungen investieren möchte, kann auch weiterhin die Auto-Invest-Funktion einsetzen und dabei umfangreiche Kriterien selbst festlegen. 

Damit zählt Mintos für mich zu den nutzerfreundlichsten Plattformen in der P2P-Branche, da sowohl mit wenigen Klicks investiert als auch, wenn gewünscht, ausgiebig personalisiert werden kann.

P2P-Kredite und Steuern: Das hat sich bei Mintos getan

Seit kurzem ist Mintos eine nach EU-Recht lizenzierte Investmentgesellschaft. Mit dieser Auszeichnung gingen allerdings auch einige Änderungen einher, von denen nicht alle positiv für die Anleger sind. 

Generell eröffnen sich dem Marktführer durch die Zertifizierung zahlreiche neue Möglichkeiten. So befindet sich etwa ein Investmentprodukt namens “Notes” in den Startlöchern, das über eine ISIN verfügt und somit an Börsen oder durch Broker gehandelt werden kann. 

Hier können Anleger in Schuldverschreibungspakete aus jeweils 6 ähnlichen Krediten investieren. Ob dieses “Cross-over” aus P2P-Krediten, Schuldscheinen und Fonds Erfolg hat, wird sich bald zeigen. Es klingt jedoch zweifellos nach einer interessanten Idee!

Durch die neuen und deutlich höheren Anforderungen, die Mintos auferlegt wurden, steigt auch die Sicherheit unserer Investments! Betrug und Veruntreuung von Geldern waren für das lettische Unternehmen zwar noch nie ein Thema; sie wären durch die strengere Überwachung aber nun noch schwieriger durchzuführen. 

Leider sind nicht alle Änderungen positiv: Mintos ist jetzt verpflichtet, eine Quellensteuer je nach Herkunftsland zu erheben. Für deutsche Anleger ist das kein Problem, da sie diese im Rahmen der Steuererklärung mit der Kapitalertragssteuer verrechnen können. Dennoch ergibt sich dadurch zusätzlicher Aufwand, der den ansonsten sehr simplen Vorgang eines P2P-Investments trübt. 

Für deine Steuererklärung stellt dir Mintos – wie für P2P-Plattformen üblich – mit wenigen Klicks einen Steuerbericht aus. Dieses Dokument kannst du anschließend an dein Finanzamt weiterleiten. Gewinne aus Privatkrediten werden mit Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag von insgesamt 26,3 Prozent plus eventuell Kirchensteuer belastet. 

Kein Sekundärmarkt mehr!

Der Verkauf von bereits laufenden Krediten an andere Anleger war ein nützliches und oft lukratives Geschäfts. Wer vorzeitig aus einem Investment aussteigen wollte (zum Beispiel, weil schnell Geld gebraucht wurde), konnte diesen Sekundärmarkt nutzen. 

Besonders Mutige konnten auch riskante oder bereits verzögerte Kredite mit einem erheblichen Rabatt aufkaufen und so oft erhebliche Gewinne erzeugen. Diese Zeiten sind nun allerdings vorbei, da Mintos den Sekundärmarkt für bisherige P2P-Kredite schließen musste!

Nur so war es im Rahmen der EU-Lizenzierung möglich, das neue Produkt an den Markt zu bringen, ohne die strengen Vorgaben zu verletzen. Der Handel am Sekundärmarkt wird daher in Zukunft nur noch mit diesen “Notes” möglich sein, während Verkäufe von regulären P2P-Krediten nicht mehr angeboten werden können.

Achtung!

Du kannst ab sofort keine Kredite mehr auf dem Sekundärmarkt verkaufen! Dadurch ist ein schneller Ausstieg aus Investments bei Mintos unmöglich geworden! 

75/100
Punkte

Meine Mintos Erfahrungen: Lohnt sich Mintos 2022 noch?

Meine Mintos Erfahrungen bestätigen: Auch 2022 bietet der Riese unter den P2P-Plattformen noch attraktive Renditen! 12, 15 oder sogar 18 Prozent Zinsen sind bei einigen Krediten noch immer möglich. 

Gleichzeitig haben die letzten Monate gezeigt, dass die Gefahren eines P2P-Investments sehr real sind! Zahlreiche Ausfälle während der Corona-Krise haben die Anleger einiges gekostet – auch, wenn die Rückholung durch das Unternehmen sehr lobenswert lief. 

Wer also etwa Risiko nicht scheut und starke Zinserträge sucht, ist bei Mintos an der richtigen Adresse. Kannst du es dir hingegen nicht erlauben, dein Geld im schlimmsten Fall zu verlieren, solltest du dir lieber andere Investmentoptionen suchen. 

Generell empfiehlt sich eine umfassende Diversifikation bei Investments in P2P-Kredite. Die einzelnen Darlehen sollten auf möglichst viele Anbahner und Länder verteilt sein. Auch eine Unterteilung in verschiedene Kreditarten (Konsumkredite, Geschäftskredite, Immobilien…) ist sinnvoll. 

Dadurch verringert sich der Schaden, der im Falle eines Ausfalls entstehen kann. Setzt du diese Strategie für dein gesamtes Portfolio ein und investierst nur einen begrenzten Teil in P2P-Kredite, lässt sich das Risiko in der Regel gut verschmerzen. 

Die Entscheidung, ob Mintos zu dir und deiner Anlagestrategie passt, kannst jedoch nur du selbst treffen! Möchtest du mit Mintos Erfahrungen machen, steht dir die Plattform mit hohen Zinsen und nicht zu unterschätzenden Risiken offen. 

Wenn du bei Mintos investieren möchtest, dann benutze diesen Link und profitiere von meinem Mintos Bonus.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Mintos

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