Ruhig bleiben und nachkaufen! Credit Suisse wird gerettet

Ruhig bleiben und nachkaufen! Credit Suisse wird gerettet

Das Wetter in Deutschland wird nun allmählich schöner. Wäre doch die Stimmung an den Börsen nur genauso gut. Doch diese ist derzeit alles andere als rosig angesichts der Rettungsaktion der Credit Suisse, die vor kurzem stattgefunden hat. Dennoch sehe ich in dieser Situation eine gute Chance zum Nachkaufen. Wieso das so ist, das erfährst du in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Reißt uns die Credit Suisse in einen nächsten Crash?
  • Welche Auswirkungen hatte die Rettungsaktion der Credit Suisse auf die Märkte?
  • Mit welchem Programm will die FED Banken jetzt unterstützen?
  • Und wie nutze ich die aktuelle Situation für mich so gut wie möglich aus?

Befinden wir uns mitten im Crash?

Wir haben turbulente Zeiten an den Börsen, bei denen man sich rasch fragt, was denn aktuell noch alles an den Finanzmärkten passieren wird. Und diese Frage ist mehr als berechtigt, denn vor wenigen Tagen wurde die Credit Suisse mit 50 Milliarden von der Schweizerischen Nationalbank gerettet. 

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Das massive Kreditpaket von 50 Milliarden Schweizer Franken, das von der Schweizerischen Nationalbank ausgeschüttet wurde, nutzt die Credit Suisse und kauft damit direkt für 3 Milliarden Schweizer Franken, Euro- und US-Anleihen zurück. Damit will die Credit Suisse dem Markt beweisen, dass sie wieder deutlich gestärkt ist. 

Ich bin allerdings der Überzeugung, dass wir uns bereits mitten in einem Crash befinden. Und während man diesen Crash nicht timen und daher auch nicht zum perfekten Zeitpunkt einsteigen kann, glaube ich dennoch, dass gerade jetzt die idealen Bedingungen gegeben sind, um mehr zu investieren. 

Wichtig:

Im Folgenden handelt es sich um eine persönliche Meinung und keine Anlageberatung. 

Massive Auswirkungen auf die Märkte

Die sogenannten “Credit Default Swaps” – also die Einschätzung vom Markt, die Anleihen zu versichern, die von der Credit Suisse gehandelt werden – zeigen, wie hoch der Markt das Risiko einer baldigen Pleite einschätzt. 

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Und die Kurse dieser Credit Default Swaps sind jetzt massiv gefallen. Das bedeutet, es ist momentan deutlich günstiger, seine Credit Suisse Anleihen zu versichern, als das noch vor wenigen Tagen der Fall war. 

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Auch der Aktienkurs der Credit Suisse ist nach der Rettungsaktion der Schweizerischen Nationalbank stark nach oben geschossen. Genau genommen waren es knapp 29 % vom 15. auf den 16. März.

Vermutlich werden die Finanzmarktakteure – die Nationalbanken und Zentralbanken – jetzt alles tun, um die Börsenkurse zu stützen und somit die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten, auch die EZB. Die meisten Ökonomen gehen davon aus, dass die Leitzinsen im September dieses Jahres bei 4 % liegen werden. Damit sollte dann allerdings der Höhepunkt erreicht sein. 

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Die aktuelle Marktlage nutzen und nachkaufen!

Ich nutze die aktuelle Lage an den Märkten aus und habe deshalb meine ETFs nachgekauft, insgesamt um 2.500 €. Credit Suisse Aktien habe ich jedoch keine gekauft, da ich kein Spekulant bin, sondern ein langfristiger Investor. Und aktuell sehe ich einfach einen günstigeren Einstieg, den ich auch nutzen möchte. 

Wie auch in meinem Sparplan habe ich beim Kauf der ETFs meine Weltstrategie verfolgt. Somit habe ich 26 Mal den Emerging Markets ETF von Vanguard zu je 49,22 € gekauft. Dazu kamen noch 2 € Gebühren. Insgesamt waren das also 1.281 €. 

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Um meine Weltstrategie zu vervollständigen, habe ich neben dem Emerging Markets 18 Mal den Developed World ETF zu je 72 € gekauft. Das sind in Summe 1.281 € (inkl. 3 € Gebühren). 

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Insgesamt habe ich 2.580 € investiert und damit schön nachgekauft. Aber wieso war für mich gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, um nachzukaufen?

Warum sich Nachkaufen jetzt lohnt

Es gibt mehrere Gründe, die für einen Nachkauf aktuell sprechen. Zum einen gibt es Unternehmen, die momentan Rekordgewinne erzielen und auch weiterhin Rekordsummen als Dividenden ausschütten. So hat unter anderem Saudi Aramco – der größte Ölproduzent der Welt – seinen Gewinn vergangenes Jahr um 161 Milliarden Dollar gesteigert und infolgedessen seine Dividende um satte 4 % angehoben

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Gleichzeitig hat die Federal Reserve ein wichtiges Programm ins Leben gerufen, das „Bank Term Funding Program“ (BTFP). Dass das Programm auf nur einer PDF-Seite beschrieben wird, zeigt, wie einfach es strukturiert ist und demnach auch wirken soll.

Aber worum geht es beim BTFP überhaupt? Hintergrund für das BTFP sind Banken und Kreditgeber, wie die kürzlich gescheiterte Silicon Valley Bank, die 2020 und 2021, als sie reichlich Geld zur Verfügung hatten, viel zu viele US-Staatsanleihen gekauft haben.

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Banken wie die Silicon Valley Bank müssen diese Anleihen in ihren Bilanzen nun jedoch niedriger verbuchen, da die Zinsen immer weiter steigen, wodurch Anleihen zu einem deutlich niedrigeren Kurs gehandelt werden.

Unter dem “Bank Term Funding Program” nimmt die FED nun jene Staatsanleihen, die an der Börse um beispielsweise nur noch 80 Cent für jeden Dollar wert sind und beleiht sie anschließend wieder zu 1 €, also zum Nennwert.  

Das BTFP soll ein Jahr lang laufen, wodurch sich Banken nun rasch Liquidität einholen und ihre günstiger notierenden Staatspapiere wieder teurer beleihen können. Somit wird Banken wieder kurzfristig geholfen und sie haben keine Probleme, Kundengelder auszuzahlen, sollten Kunden jetzt nach und nach ihre Gelder beziehen wollen.

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Darüber hinaus plant die FED zurzeit weitere Programme, die dazu dienen sollen, die Wirtschaft und Banken zu stützen. Und ich bin zuversichtlich, dass diese Programme wirken werden.

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Fazit: Die Notenbanken greifen ein, die Kurse schmieren ab!

Noten- und Zentralbanken greifen aktuell sehr stark in die Wirtschaft ein und tun alles Nötige, um die Märkte zu stabilisieren. Das führt gleichzeitig dazu, dass die Kurse weiter sinken, was für mich eine gute Möglichkeit ist, um nachzukaufen. Aus diesem Grund habe ich meine Investments im März etwas vorgezogen und werde diesen Monat vielleicht nochmal bis zu 3.000 € mehr an der Börse investieren als ich es ohnehin bereits geplant hatte. Wichtig bleibt in Situationen wie diesen allerdings immer, sich alle Fakten anzusehen, bevor man handelt und keine hastigen Entscheidungen zu treffen. Denn: In der Ruhe liegt bekanntlich auch die Kraft.

Über unseren Autor

Aleks Bleck ist das Gesicht von Northern Finance und war schon mit 18 Jahren Aktionär, Kreditgeber und ETF-Investor. Sein Fokus liegt dabei auf P2P-Krediten und passiven ETFs. Aleks hat Northern Finance 2017 während seines BWL-Studiums in Lüneburg gegründet.

Den YouTube-Kanal baute er neben seiner Haupttätigkeit im Investment- und Corporate Banking auf, bevor er sich dann letztendlich Vollzeit auf Northern Finance fokussierte.

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