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Smartbroker jetzt noch günstiger! ETF-Sparplan-Vergleich

Der Smartbroker hat sich durch eine Gebührensenkung in eine andere Gewichtsklasse begeben. Seine neuen Konkurrenten sind jetzt in erster Linie Trade Republic, die Consorsbank und comdirect.

Das ist natürlich ein guter Grund, diesen Broker und seine Mitbewerber einmal genauer anzuschauen und zu prüfen, wo es die besten Konditionen für verschiedene Anlagestrategien gibt. 

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Wenn du an weiteren Informationen zu P2P-Krediten interessiert bist, kann ich dir außerdem auch unser Forum für Privatkredite empfehlen. Hier kannst du dich mit anderen Investoren austauschen und den ein oder anderen guten Tipp abgreifen. 

Grundlegendes zum Smartbroker

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Im Dezember 2019 an den Start gegangen, ist der Smartbroker zwar noch einer der neueren Player im P2P-Markt, aber immerhin nicht mehr ganz grün hinter den Ohren. Er gehört zum Unternehmen “wallstreet:online”, welches auch die Seiten FinanzNachrichten.de und Ariva.de betreibt – Hier steckt also bereits einiges an Erfahrung in Sachen Finanzen und Privatanleger dahinter. 

Regelmäßige Zuschauer meiner Videos und Leser meines Blogs werden sich vielleicht wundern, warum der Smartbroker hier bisher noch kaum Erwähnung gefunden hat. Grund war eine extrem hohe Wartezeit von 4 Wochen bei der Depoteröffnung, die mich davon abgeschreckt hat, diesen Anbieter genauer vorzustellen oder gar zu empfehlen. 

Mit der kürzlichen Preissenkung ist aber auch diese unangenehme Frist verschwunden, sodass wir diesen Broker nun guten Gewissens zu den Anderen Einreihen können. Zeit also, ihn mit seinen ähnlich angelegten Konkurrenten zu vergleichen. 

Die Eckdaten: Sicherheiten und Konditionen

Es ist unschwer zu erkennen, dass der Smartbroker auf Kunden aus Deutschland und Österreich fokussiert ist. Zwar ist der Handel mit Aktien weltweit möglich; der Fokus liegt jedoch ganz klar auf dem deutschen Handelsplatz.

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Die Wertpapiere werden dabei bei der BNP Paribas eingelagert und sind bis zu einer Summe von 100.000 Euro abgesichert sowie durch zusätzliche 90 Millionen Euro durch den freiwilligen Einlagensicherungsfonds.

Aber kommen wir nun zum entscheidenden Punkt: den Konditionen. Sie bestimmen, ob und für wen sich die Verwendung des Smartbrokers lohnt. Hier ist zuerst positiv anzumerken, dass es keine Grundgebühren gibt – weder das Verrechnungskonto noch Tagesgeldkonto noch Währungskonto verursachen also Kosten.

Direkt ins Auge sticht uns jedoch auch der Negativzins von -0,5 % p.A. Das klingt dramatisch, es kann jedoch weitestgehend Entwarnung gegeben werden: Dieser Strafzins wird nur fällig, wenn das Geld mindestens 3 Monate ungenutzt auf dem Konto lagert. Die meisten Anleger werden nicht in diese Situation kommen, da man es nach dem Überweisen in der Regel kaum abwarten kann, zu investieren. 

Wie bereits erwähnt ist der Smartbroker sehr auf die deutschen Handelsplätze fixiert. Ein deutlicher Beweis für diese Aussage ist die Basisprovision von 9 Euro pro Transaktion im Ausland. Zu dieser kommt, zu allem Überfluss, auch noch ein sogenanntes “Handelsplatzentgelt” hinzu, dass je nach Land unterschiedlich ausfällt. Es wird anhand eines Prozentwertes vom Gesamtbetrag berechnet und sieht mit 0,06 bis 0,2 % auf den ersten Blick sehr gering aus. Ein saftiger Mindestbetrag von 20 bis 30 Euro dürfte jedoch dafür sorgen, dass die meisten Investoren ihre Aktien lieber in Deutschland kaufen werden. 

Bleibt man innerhalb Deutschlands, fällt hingegen keine Basisprovision an und auch das Handelsplatzentgelt kommt nicht zum Tragen. Stattdessen gibt es eine Provision, die vom genauen Handelsplatz abhängt, aber immer unter 4 Euro pro Transaktion bleibt. Werden mehr als 500 € angelegt, entfallen diese Kosten sogar völlig. EIn deutlicher Unterschied also zum internationalen Handel.

Das ETF-Angebot

Werfen wir als Nächstes einen Blick auf die ETF-Sparpläne: Hier erwartet uns ein solides Angebot von 604 verfügbaren ETFs, von denen mit 295 fast die Hälfte kostenlos besparbar ist. Der Mindestbetrag von nur 25 € macht dabei ebenfalls einen guten Eindruck und auch die Möglichkeit, in Intervallen von 1, 2, 3 oder 6 Monaten zu investieren, entspricht der gängigen Praxis.  

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In einem anderen Beitrag habe ich bereits die verschiedenen Broker analysiert. Betrachten wir nun den Smartbroker in diesem Kontext, zeigt sich eine gute Mittelfeldposition hinsichtlich der Anzahl an verfügbaren ETFs. Wenn wir aber nur die kostenlosen Sparpläne heranziehen, ergibt sich sogar ein ausgezeichneter zweiter Platz – nur Trade Republic ist mit 323 gebührenfreien Optionen noch besser aufgestellt. 

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Das kostenlose besparen ist leider nur zeitlich begrenzt möglich: Für die ETFs von Amundi und DWS, die im Smartbroker verfügbar sind, gilt das Angebot bis zum Ende des Jahres 2022. iShares und Lyxor, deren Exchange Funds ebenfalls zur Auswahl stehen, sind hingegen nur noch bis zum 31.12.2020 gebührenfrei. 

Aber die tatsächliche Auswahl wird noch größer, wenn wir die kostenpflichtigen ETFs mit einbeziehen. Hier kommen noch Angebote von Vanguard, UBS, Comstage und HSBC und weiteren hinzu. Diese schlagen mit 0,2 % Ordergebühren pro Transaktion, jedoch mindestens 0,80 €, zu Buche. 

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Für einen Anleger, der nur mit dem kleinstmöglichen Betrag von 25 € pro Monat involviert ist, ergeben diese 80 Cent einen tatsächlichen Gebührensatz von 3,2 %. Das ist sowohl im Allgemeinen als auch im direkten Vergleich mit der Konkurrenz viel zu hoch!

Wer hingegen mindestens 50 € monatlich investiert, zahlt zwar immer noch Gebühren in Höhe von 0,80 €, der Prozentsatz halbiert sich dabei aber naturgemäß auf 1,6 % der Gesamtsumme. Damit ist der Smartbroker mit ähnlichen Kosten wie die Mitbewerber von comdirect und Consorsbank (jeweils 1,5 %) aufgestellt. Nur Trade Republic ist mit seinen 0 € selbstverständlich noch günstiger.   

Je weiter wir das monatliche Investment erhöhen, desto geringer fallen auch die Kosten im Verhältnis aus. Bei 75 € reduzieren sich die Gebühren auf 1,06 % und bei 100 € auf 0,8 % – Hier kommen wir in einen Bereich, in dem der Smartbroker sehr attraktiv wird. 

Das Endergebnis

Ein neuer Anbieter ist generell immer eine positive Neuerung, denn dieser zusätzliche Wettbewerb kommt häufig den Anlegern in Form von sinkenden Gebühren zugute. 

Der Smartbroker ist dabei aufgrund seines Kostenmodells insbesondere für höhere Investments prädestiniert. Wer hingegen im Bereich bis 100 € pro Monat investieren möchte, bleibt mit den Produkten von comdirect und Co. oft besser beraten. Speziell das kostenfreie Modell von Trade Republic ist naturgemäß schwer zu überbieten. 

Das umfangreiche Angebot an ETFs, sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig, würde diesen neuen Anbieter theoretisch auch für alle Investoren interessant machen, die sich eine große Auswahl von Sparplänen wünschen. In der Praxis wird dieser große Produktkatalog jedoch von den extrem hohen Gebühren für Transaktionen außerhalb der deutschen Handelsplätze deutlich weniger attraktiv. 

Wer mit diesem Broker liebäugelt, sollte daher rechtzeitig prüfen, in welche Kategorien die ETFs fallen, an denen Interesse besteht. Andernfalls können böse Überraschungen bei der nächsten Gebührenabrechnung die Folge sein. 

Der Smartbroker scheint also eine gute Wahl für Investoren zu sein, die höhere monatliche Summen zur Verfügung haben und dabei in erster Linie ETFs an deutschen Handelsplätzen ins Auge gefasst haben.

Wenn du auf der Suche nach weiterführenden Tipps bist, um dein ETF-Portfolio (unabhängig vom Anbieter) zu optimieren, habe ich in diesem Beitrag meine persönlichen Erfahrungen zusammengefasst und einige Vergleiche angestellt. 

Hat dich diese Analyse neugierig gemacht und du möchtest dem Smartbroker eine Chance geben, dann klicke einfach den Button! 

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