So findest du den besten ETF für dich

ETFs sind fast immer mittel- oder langfristige Investments und wie bei allen längeren Bindungen im Leben wollen wir auch hier sicher gehen, dass man wirklich zusammenpasst. Wir haben uns daher heute genau angeschaut, worauf man bei der ETF-Auswahl achten sollte und wie man den Richtigen für die eigene Strategie findet. 

Wenn du zu diesem und anderen Finanzthemen Fragen hast oder auf der Suche nach Tipps und Tricks bist, solltest du außerdem einen Blick in unser Forum für Privatkredite werfen. Dort kannst du dich mit anderen Investoren austauschen und sicher alle Antworten finden. 

Realistische Abbildung bevorzugt

ETFs bilden andere Indizes nach und sind damit eine Art Kopie eines Marktes, Landes, Branche… Natürlich möchte niemand eine schlechte Kopie haben – schon gar nicht, wenn man dafür Geld bezahlt. Daher ist es wichtig, dass der jeweilige ETF eine hochwertige Abbildung der ausgewählten Aktien ist, also keine Wertpapiere vergisst oder die Gewichtung verfremdet. 

Dabei gibt es drei hauptsächliche Arten, wie ein ETF aufgebaut sein kann. Handelt es sich um einen kleinen Index, der nachgebildet werden soll, funktioniert das meist im Verhältnis 1 zu 1. Man spricht hier von eine physischen Replikation. Alle Titel, zum Beispiel des Dax (mit 30 Unternehmen recht klein) werden in den jeweiligen ETF übernommen. 

Ist der Zielindex hingegen sehr umfangreich, wird meist die Sampling-Methode angewandt: Dabei wird zwar der Großteil der Aktien nachgebildet, aber kleine und illiquide Unternehmen können aber vorübergehend ausgelassen werden. Der MSCI World ist hierfür ein typisches Beispiel, denn er müsste andernfalls über 1600 Wertpapiere enthalten. 

Die letzte Replikationsart ist der Swap, bei dem ein Teil (laut EU-Recht maximal 10 %) von einen Kontrahenten abgedeckt wird. In der Realität handelt es sich dabei um eine Bank und auch der Anteil liegt üblicherweise eher im Bereich um die 4 %. Swaps können zur Sicherheit über umfassende Garantien verfügen, jedoch auch komplett ungesichert sein. Letzteres ist jedoch eher selten der Fall.

Wohin mit meinem Geld

Als nächstes stellt sich für den angehenden ETF-Sparer die Frage, wohin die erwirtschafteten Dividenden des ETFs gehen sollen. Denn viele Unternehmen aus unterschiedlichen Indizes schütten regelmäßig Gewinnanteile an ihre Investoren aus – egal, ob Einzelaktionäre oder Fonds. 

Dabei gibt es nur zwei Möglichkeiten: Ausschüttende ETFs zahlen, wie der Name schon sagt, diese Erträge an die Anleger aus. Thesaurierende hingegen investieren dieses Kapital direkt wieder in den ETF, sodass langfristig ein entsprechendes Wachstum stattfindet. 

Auch die Größe des jeweiligen Finanzprodukts ist entscheidend, denn insbesondere kleine ETFs unter 100 Millionen Euro Kapitalisierung haben eine erhöhte Gefahr geschlossen zu werden. Je größer ein Fond ist, desto ansprechender wird er für Anleger und Betreiber gleichermaßen.

Bei sehr hohen Summen, oft jenseits der 500 Millionen Euro, beginnen sogenannte Tracking Differences zu greifen. Diese sorgen dafür, dass ein ETF sogar eine bessere Performance aufweisen kann, als der eigentliche Index, den er nachbildet. Der Grund sind Erträge, die mit dem umfangreichen Kapital (entsprechende Sicherung vorausgesetzt) erwirtschaftet werden können. 

Was ist mit der TER?

Die Total Expence Ratio, kurz: TER, wird häufig als wichtigsten Kennzahl genannt. Tatsächlich bildet sie aber nur einen einzelnen Wert aus vielen, die in die Entscheidung für oder gegen einen ETF miteinfließen sollten. 

Nur in Zusammenhang mit der Tracking Difference (also dem Unterschied von der Performance des ETFs zum Index, der eigentlich nachgebildet wird), der Zusammensetzung/Genauigkeit der Nachbildung und der Größe lässt sich ein ETF sinnvoll bewerten. 

Dabei nützt auch ein sehr akkurat nachbildender ETF mit guter TER nichts, wenn er aufgrund seiner geringen Größe nicht profitabel arbeitet und deshalb nach kurzer Zeit eingestellt wird. Für die Auswahl des für dich passenden Fonds ist also Recherche anhand mehrerer Kriterien nötig. 

Unsere Empfehlungen

Wir können dir zwar nicht den perfekten ETF empfehlen – nur du selbst kannst letztlich entscheiden, was zu dir und deiner Strategie passt. Wir können dir aber immerhin eine gute Anlaufstelle für deine Suche geben: trackingdifferences.com ist eine Website, die sich für den Vergleich von verschiedenen ETFs lohnt. Anhand der oben aufgeführten Kriterien wirst du dort sicher fündig. 

Wo es einen “besten” ETF für dich gibt, lässt sich natürlich auch ein “Schlechtester” finden. In unserem Artikel “3 Flop-ETFs der letzten Jahre, die man vermeiden sollte” haben wir drei solcher hoffnungsloser Fälle genauer Untersucht. Ein Blick hierauf kann sich lohnen, um diese und ähnliche Geldgräber zu erkennen und zu vermeiden. 

Der Einstieg in die Welt der ETFs kann mit einer ganzen Reihe von Brokern durchgeführt werden. Aus der langen Liste können wir zum Beispiel den Scalable Capital Broker empfehlen. Er nimmt unter eine gewisse Sonderrolle ein, da er eine spezielle “Trading Flatrate” bietet. Mit diesem Link kommst du direkt zur passenden Seite und kannst das Angebot in Ruhe überprüfen. Spricht dich hingegen Trade Republic mit großer Auswahl und Null Gebühren an, bringt dich dieser Link direkt Anmeldung.

Und wenn du einen Anbieter suchst, bei dem du die Dividendenerträge kostenlos wieder anlegen kannst, könnte die Consorsbank das richtige für dich sein. Mit diesem Link kommst du direkt zur entsprechenden Seite.

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