TOP 10 Dividenden-ETFs für den ETF-Sparplan und Einmalkauf!

TOP 10 Dividenden-ETFs für den ETF-Sparplan und Einmalkauf!

Das Setzen auf Dividenden ist ein Evergreen unter den Anlagestrategien. Auch die relativ neumodischen Finanztools der ETFs bilden dabei keine Ausnahme. Wir schauen uns daher heute die 10 besten Dividenden-ETFs an – sowohl im Sparplan als auch beim Einmalkauf.

Wenn an solchen und weiteren Tipps interessiert bist oder Fragen zu Finanzthemen hast, solltest du außerdem einen Blick in unser Forum für Privatkredite werfen. Dort kannst du dich mit anderen Investoren austauschen und findest sicher, was du suchst!

Die besten Dividenden-ETFs – so haben wir bewertet

ETFs fassen eine Reihe von Aktien nach vorgegeben Regeln zusammen. Damit lassen sich ganze Indices, wie etwa der DAX, abbilden oder eben solche Unternehmen, die eine besonders hohe Dividende ausschütten.

Da die Anleger dabei auch noch von der Vergleichsweise niedrigen Gebühr profitieren, die für ETFs anfällt, eignen sie sich ideal für Dividenden-Strategien. Höchste Zeit also, unsere 10 Favoriten vorzustellen.

Dabei haben wir zuerst ein wichtiges Ausschlusskriterium angelegt: Keines der vorgestellten Produkte hat weniger als 100 Millionen Euro Größe, denn darunter besteht eine realistische Gefahr, dass der ETF wegen nicht-Rentabilität geschlossen wird.

In unserer Liste geben wir außerdem stets “Tracking Difference” mit. Sie zeigt dir, wie genau der jeweilige ETF seinen angepeilten Index wirklich nachstellt. Und natürlich gibt es auch die “Total Expense Ratio” mit dazu, anhand derer du die genauen Kosten erkennen kannst.

1. SPDR S&D 500 US Dividend Aristocrats 

Der erste Kandidat für Dividendenjäger hört auf den etwas sperrigen Titel “S&D 500 US Dividend Aristorcrats” und stammt vom noch eher unbekannten Anbieter “State Street Global Advisors”.

Das muss aber kein schlechtet Zeichen sein! Vor allem, wenn man sich die Kriterien für die enthaltenen Firmen ansieht, erkennt man sehr hohe Qualitätsstandards: Alle Titel müssen aus dem S&P 500 Index aus den USA stammen und dort die jeweils höchsten Dividenden auszahlen.

Damit nicht genug, schaffen sie es nur in den ETF, wenn sie in den letzten 20 Jahren ihre Auszahlung ohne Ausnahme angehoben haben. Diese sehr hohe Messlatte erreichen lediglich 115 Unternehmen.

Zu den größten Titeln zählen hier Exxon Mobile und Chevron und die am stärksten vertretenen Branchen sind Finanzen und Industrie. Mit einem Umfang von 2,1 Milliarden Euro braucht man sich dabei um die Größe sicherlich keine Sorgen zu machen.

Die restlichen Kennzahlen lesen sich wie folgt: Die Kosten liegen bei 0,35 % und die Tracking Difference bei sehr guten -0,04. Damit war dieser ETF wesentlich günstiger, als man es auf den ersten Blick vermuten würde.

Am wichtigsten bei einem Dividenden-ETF ist aber, natürlich, die Rendite: 2,6 % gibt es hier aktuell. Im schwierigen Jahr 2020 wurde ein Verlust von 8 Prozent eingefahren, was im Angesicht von Covid und Co. nicht verwunderlich ist.

2. SPDR S&D Euro Dividend Aristocrats

Als Nächstes schauen wir uns den europäischen Bruder an: der “S&D Euro Dividend Aristocrats” nutzt ein ähnliches Konzept wie die Variante aus den USA. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede:

Hier werden lediglich 40 Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite aufgekauft. Auch die “Aristokraten-Regelung”, dass Firmen 20 Jahre in Folge ihre Ausschüttung erhöhen müssen, wurde aufgeweicht. In diesem ETF reichen bereits 10 Jahre konstante Zahlungen; eine Steigerung ist nicht erforderlich.

Aufgrund der überschaubaren Anzahl von Titeln leidet bei diesem Angebot die Diversifikation etwas – ein Faktor, der vor dem Kauf zu bedenken ist. Die größten Titel sind hier Energieerzeuger aus Finnland (Fortum) und Spanien (Red Eléctrica) sowie Papierhersteller UPM und die bekannte Allianz.

In diesem ETF ist Deutschland am stärksten vertreten, dicht gefolgt von Frankreich und mit etwas größerem Abstand den Niederlanden. Auch hier braucht man sich, dank 1,3 Milliarden Euro Volumen, keine Gedanken um die Mindestgröße zu machen.

Die Kosten für den Euro Dividend Aristrocrats liegen bei 0,3 %. Er hat die Entwicklung seines zugrunde liegenden Indexes deutlich übertroffen, was anhand der Tracking Difference von -0,29 schnell zu erkennen ist.

Auch hier ist jedoch die höhe der ausgeschütteten Dividenden der wichtigste Wert: 3 % kann man pro Jahr aktuell erwarten. Dass auch hier die Performance zuletzt deutlich litt, kann man sich vorstellen: 12 % wurden im Krisenjahr 2020 eingebüßt.

3. iShares STOXX Global Select DIvidend 100 ETF

Unser erster Internationaler Vertreter ist auch gleichzeitig einer der bekannteren ETFs: der STOXX Global Select Dividend 100 kauft die 100 Unternehmen mit der höchsten Dividende in Europa, Nordamerika und Asien.

Zu den Top-Titeln zählen dabei “Fortescue Metal” aus Australien, “XYG” aus China und die britische “Standard Life”. Finanzfirmen sind in diesem ETF am stärksten Vertreten und erst mit deutlichem Abstand tauchen die Immobilienunternehmen auf.

Der größte Teil ist hier in den USA verortet, gefolgt von Australien, Hongkong und Deutschland. Mit einem Umfang von 1,5 Milliarden Euro ist man gut aufgestellt, lässt sich seine Dienste mit 0,46 % allerdings recht teuer bezahlen. 2020 lag die Performance außerdem bei -9,7 %.

Die Tracking Difference von 0,24 lässt zeitgleich auf eine nicht ganz exakte Nachbildung des Indexes schließen. In Anbetracht von attraktiven 3,9 % Dividendenrendite pro Jahr kann der ein oder andere Anleger dies aber verschmerzen.

4. Vanguard FTSE All World High Dividend ETF

Oft als Konkurrenzprodukt zum STOXX Global Select Dividend angesehen, zeichnet sich der Vanguard FTSE All World High Dividend durch einen dramatischen Unterschied aus: Er enthält satte 1.500 Unternehmen statt der überschaubaren 100 des Mitbewerbers.

Damit bietet er eine deutlich höhere Diversifikation – in den abgebildeten Nationen spiegelt sich diese allerdings nicht unbedingt wider: Die USA sind hier mit Abstand am stärksten vertreten. Hinsichtlich Branchen sind es erneut die Finanzunternehmen, die den größten Anteil aufweisen.

Sowohl die Größe von 1,1 Milliarden Euro als auch die Kosten von 0,29 % liegen im grünen Bereich und mit einer Tracking Difference von -0,05 % schnitt auch dieser ETF besser ab als sein zugrundeliegender Index.

Die Dividendenrendite beträgt aktuell 2,9 Prozent und ist damit ungefähr im Durchschnitt unserer Liste. Auch die 9,6 % Verlust in 2020 sind (leider) quasi Standard für die hier vorgestellten ETFs.

5. iShares UK Dividend ETF

Um unsere Auswahl etwas durchzumischen wollen wir uns nun einen länderspezifischen ETF zu Gemüte führen: der “UK Dividend ETF” von iShares investiert, wie der Name schon vermuten lässt, ausschließlich im Vereinigten Königreich.

Mit seinen 49 enthaltenen Unternehmen bietet sich dieses Produkt daher vor allem Investoren an, deren Portfolio noch eine Lücke im Bereich UK aufweist. Aber Achtung: Zu den Top-Titeln gehört unter anderem “Micro Focus”, der zweitgrößte Stahlhersteller aus Russland, der seinen Sitz in London hat.

Wer also kein Interesse an russischen Stahlfirmen hat, muss eventuell auf diesen ETF verzichten. Auch die Tatsache, dass die Tracking Difference von 0,42 die Kosten von 0,4 % etwas höher ausfallen lässt, schreckt vielleicht so manchen Anleger ab.

Trotz eines Verlusts von 19 Prozent im vergangenen Jahr liegt die Dividendenrendite aber aktuell bei ansprechenden 3,8 %.

6. iShares Euro Dividend ETF

Eher ein Nischen-ETF ist der “iShares Euro Dividend”. Warum Nische? Weil er mit lediglich 30 Aktien sehr schmal aufgestellt ist und sich damit eher als Ergänzung für bereits gut diversifizierte Portfolios eignet.

Wie der Name bereits vermuten lässt, sind die enthaltenen Unternehmen in Europa angesiedelt und zeichnen sich durch eine hohe Dividende aus. Auch hier ist wiederum die Finanzindustrie am stärksten Vertreten, gefolgt von Immobilien und Konsumgütern.

Das Deutschland hier die Spitzenposition einnimmt, ist ebenso wenig verwunderlich wie der Wertverlust von 17 Prozent im Krisenjahr 2020. 800 Millionen Euro Umfang und Kosten von 0,4 % bringt der Euro Dividend ETF auf die Waage.

Wirklich glänzen kann er jedoch mit einer exzellenten Tracking Difference von -0,65 Prozent! Und auch die Dividendenrendite von 3,5 % ist ordentlich.

7. iShares Asia Pacific Dividend ETF

Wir bleiben Regional und werfen unseren Blick als nächstes nach Asien: Mit dem “iShares Asia Pacific Dividend ETF” können wir uns Dividendenstarke Aktien aus Nationen wie Hongkong, Australien, China, Japan… ins Portfolio holen.

Dieser ETF vereint damit hohe Dividiendenzahlungen mit den attraktiven Wachstumsmöglichkeiten der Region und dürfte viele Investoren ansprechen.

Mit 330 Millionen Euro gehört er jedoch (noch) zu den kleineren Produkten in unserer Liste.

Inhaltlich gibt es dabei wenig Überraschungen: auch hier sind Finanztitel am stärksten vertreten, gefolgt von Immobilien und Industrie, mit den größten Titeln in der Form von Bendigo and Adelaide Bank, Fortescue und Haitong.

Die Kosten sind mit 0,59 % durchaus höher, als wir es von anderen ETFs gewohnt sind. Eine gute Tracking Difference von -0,2 Prozent kann dies aber teilweise kompensieren. Aktuell erhalten wir hier 3,5 % Dividende ausgeschüttet.

8. iShares Emerging Markets Dividend ETF

Auch der “iShares Emerging Markets Dividend” ist in Asien aktiv – wenn auch nur indirekt. Er investiert nämlich an 100 dividendenstarken Unternehmen aus Schwellenländern, was zu einem starken Fokus auf China, Taiwan, Thailand und Indien führt.

EVRAZ, Indiabulls und NLMK bilden hier die größten Titel und Finanzen und Immobilien – wie gewohnt – die wichtigsten Branchen.

Der Umfang beträgt hier eher kleine 310 Millionen Euro. Umso höher sind dafür die Kosten: ganze 0,65 % werden hier fällig, was auch durch die Tracking Difference von 0,44 Prozent keineswegs ausgeglichen wird.

Dennoch kann sich dieser ETF lohnen: ganze 4,8 Prozent Dividende erhalten die Anleger hier – Das ist Bestwert in unserer Liste. Da kann man auch die 12,9 % Wertverlust in 2020 leicht verkraften, die im Vergleich noch relativ human ausgefallen sind.

9. Fidelity US Quality Income Acc. ETF

Unsere letzten beiden Kandidaten sind etwas ungewöhnliche Vertreter für Dividenden-ETFs, denn sie thesaurieren, d.h. Re-investieren die Ausschüttungen. Der “Fidelity US Quality Income Acc.” tut dies ausschließlich in den USA und nutzt dafür 116 Aktien.

Anders, als man es erwarten könnte, werden hier allerdings nicht die typischen Öl- und Gasfirmen aufgekauft! Stattdessen findet man maßgeblich Software und Gesundheitsunternehmen in der Liste. Der hohe Anteil an Apple, Microsoft, Comcast… Aktien erklärt auch die gute Performance: ein Plus von 0,3 % trotz allgemeiner Krise im vergangenen Jahr!

Dieses ungewöhnliche Ergebnis liegt sicher auch an der Tatsache, dass die Dividenden wieder investiert werden. Nichtsdestotrotz erfüllt dieser ETF damit seine Aufgabe und erzielt Kursgewinne.

Er umfasst dabei aktuell 280 Millionen Euro und kostet den Anleger 0,3 Prozent. Diese werden von einer Tracking Difference von -0,1 % teilweise kompensiert.

10. Amundi ETF MSCI EMU High Dividend

Auch unser letzter ETF thesauriert, allerdings diesmal in der Eurozone: Der Amundi ETF MSCI EMU HIgh Diffidend kauft dafür die 40 Dividendenstärksten Titel auf. Dazu zählen vornehmlich Schneider Electric, ENEL und Iberdrola.

Deutschland liegt hier, wie zu erwarten war, deutlich an der Spitze – vor Frankreich und Spanien. Mit lediglich 110 Millionen Euro ist der ETF allerdings hart an der Grenze zum Schließungsrisiko.

Die Kosten betragen hier aktuell 0,3 Prozent, was von einer guten Tracking Difference von -0,2 % etwas kompensiert wird. Da alle Dividendeneträge reinvestiert werden, liegt der Fokus hier auf Kursgewinnen. Leider konnte im vergangenen Jahr aber nur eine Performance von -6,8 Prozent erzielt werden.

Unser Fazit: Dividenden ETFs für Alle!

Ein Blick auf unsere Liste zeigt schnell, dass für jeden Anleger und jede Strategie ein Produkt zu finden ist. Aufgrund ihrer guten Performance erfreuen sich ETFs aktuell größter Beliebtheit, sodass Auswahl und Größe ständig zunehmen.

Dividenden-Strategien gehören schon seit je her zu den grundlegenden Vorgehensweisen am Finanzmarkt: Kein Wunder, sind sie doch attraktiv und relativ stressfrei. Dividenden+ETFs sind also eine naheliegende Kombination, die sich heute sehr leicht umsetzen lässt.

Welcher ETF aus unserer Liste der richtige für dich ist – oder ob ein ganz anderer besser zu dir und deiner Strategie passt – kannst natürlich nur du selbst entscheiden. Die Auswahl ist jedoch groß und sollte für jeden Anlegertyp etwas bereithalten.

So gelingt der ETF-Start

Hast du den richtigen Kandidaten für dich und dein Portfolio gefunden, stellt sich natürlich die Frage, wo du den ETF am besten und günstigsten erstehen kannst. Unsere Empfehlung ist hierbei ganz klar der Smartbroker. Was du dort erwarten kannst, habe wir im Beitrag “Smartbroker Depot – das bietet es dir” genau analysiert.

Er ist in unseren Augen der aktuell beste unter den sogenannten “Neobrokern”. Insbesondere für deutsche Anleger für eigentlich kein Weg an seinen ausgezeichneten Konditionen und Angeboten vorbei. Mit einem Klick auf unseren Button kannst du direkt außerdem direkt anmelden:

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