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Wie gut geht es Mintos finanziell?

“Mintos” ist einer der Namen, der in der P2P Welt immer wieder zu hören ist. Kein Wunder, haben doch die Rückkaufgarantie und gute Zinsen etliche Anleger zu dieser – mittlerweile größten – Plattform gelockt. Und ich bin einer davon. 

Neben der Rendite sorgt sich jeder Investor auch immer um die Sicherheit seiner Anlagen oder möchte einfach wissen, was künftig zu erwarten ist und ob sein Geld vielleicht bei anderen Anbietern besser aufgehoben ist. 

Daher habe ich heute den letzte Mintons Jahresbericht im Detail analysiert und zeige hier die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen um die Frage zu beantworten: Wie geht es Mintos eigentlich finanziell?

Sagt dir Mintos noch nichts oder möchtest du dein Wissen noch einmal auffrischen, kannst du in diesem Beitrag die wichtigsten Fakten und Erfahrungen mit der Plattform nachlesen.

Wenn du auf der Suche nach weiteren Informationen, Analysen und Tipps rund um den P2P Markt bist, kann ich dir unser Forum für Privatkredite empfehlen. Hier kannst du dich mit anderen Anlegern ideal austauschen. 

Wer ist eigentlich Mintos?

Hinter Mintos steht mit “Grumpy Investments AS” eine Holding aus dem Jahre 2014. Wer genau die Investoren sind, ist dabei unbekannt, aber der Verdacht liegt nahe, dass es sich um die ersten Mintos-Investoren handelt.  

Mit 2,8 Milliarden in Privatkrediten war 2019 das bisher bei weitem erfolgreichste Jahr – das ungeheure Wachstum spiegelt sich auch in einer Verdreifachung der Mitarbeiterzahl auf nun 180 wider.

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Dank 130.000 neuer Investoren stieg die Gesamtzahl auf fast eine viertel Millionen. Heute, etwa 6 Monate später, sind wir schon bei 300.000 Investoren angelangt – trotz Covid Krise geht das Wachstum also weiter. 

Ein weiteres, positives Zeichen ist die Platzierung unter den „50 am schnellsten wachsenden Tech-Firmen in Europa“ Report von Deloitte auf einem starken siebten Platz. 

Eine knappe Million Euro Verlust im vergangenen Jahr brachte Mintos viel Kritik ein. Diese Zahlen müssen aber differenziert betrachtet werden, und genau das wollen wir heute tun. Los gehts:

Was sagt uns die Gewinn- und Verlustrechnung?

Hier sind die zentralen Informationen aus der Mintos GuV

  1. Die Umsätze haben sich von 4,5 Millionen auf 9 Millionen verdoppelt (wer es ganz genau wissen will: von 4.659.079 € auf 9.188.765 €)

  2. Die Personalkosten stiegen um das 2,8 Fache auf nun 4.2 Millionen Euro (1.674.279 € auf 4.206.186 €)

  3. Der Verwaltungsaufwand verdoppelte sich auf 5 Mio. € (2.955.417 € auf 5.433.372 €)

Dass die Personalkosten überproportional anstiegen, ist nicht verwunderlich: Neue Mitarbeiter machen ihren Wert nicht sofort in absoluten Zahlen bemerkbar. Die Kosten hierfür, hingegen, wirken sich direkt auf unsere Rechnung aus und erklären die aktuellen Verluste (von 273.962 € auf 973.746 €). Da das Personalwachstum aber ein gutes Investment in die Zukunft des Unternehmens ist, sollte man sich, meiner Meinung nach, keine Sorgen machen. 

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Die Mintos Bilanz

… ist relativ überschaubar. Sie hat nur einen Umfang von 5 Millionen Euro und ist damit deutlich kleiner als die 9 Mio. € Umsatz im entsprechenden Jahr. 

Auf der Aktivseite sind, mit 1,3 Mio Euro, die Immateriellen Werte der erste große Punkt. Darin enthalten ist vor allem die IT-Infrastruktur, in die erneut investiert wurde. Gleichzeitig fielen aber auch die hier üblichen Abschreibungen mit 640.000 € an. Soweit also alles in Ordnung.

Daneben entdecken wir noch Büro und PKWs für 1,2 Mio. € sowie Forderungen gegenüber Kreditgebern in Höhe von 1 Mio. Bei den Banken hat Mintos darüber hinaus noch 700.000 € liegen, sodass man sich auch um die Liquidität erstmal keine Sorgen machen muss. 

Bei den Passiva ist das Kapital der Investoren der größte Posten. Dieser wird allerdings durch die Verluste der Vorjahre auf 2 Mio. Euro geschmälert. Außerdem finden wir noch 800.000 € für Leasing sowie 560.000 € für Personalkosten. Die Gute Nachricht ist jedoch, dass es keine eigentlichen Schulden gibt. Alles wird über die Investoren abgegolten. 

Der Cashflow

In der Detailbetrachtung des Cashflows fällt uns zuerst der Posten “Share-based Payments Expenses” auf. Dabei handelt es sich um Aktienoptionen, die Mintos-Mitarbeiter in Anspruch nehmen können, und zwar zu attraktiven Konditionen. Sie müssen diese Anteile allerdings mindestens 6 Jahre halten, bevor sie verkauft werden können. Dennoch ist dies ein probates und beliebtes Mittel, Mitarbeitervorteile zu generieren und damit die klügsten Köpfe ins Unternehmen zu holen. 

Insgesamt lagen Investitionen in Höhe von 1,6 Mio Euro vor, die von den Investoren mit 1,5 Mio. finanziert wurden. 

Fazit:

Mintos ist bereits Marktführer und will sich diese Position nicht streitig machen lassen. Daher ist es nur konsequent, weiter auf starkes Wachstum zu setzen. Dass diese Strategie erfolgreich ist, zeigt sich insbesondere in der aktuellen Covid Krise: trotz allgegenwärtiger Umsatzrückgänge und Investitionsängste gelang es dem P2P Anbieter, weiterzuwachsen. 

Dieses Vorgehen kostet Geld und macht sich entsprechend in den Zahlen bemerkbar: Der Verlust von einer Million Euro im Jahr 2019 ist dabei aber absolut überschaubar und, meiner Meinung nach, kein Grund zur Sorge. Es handelt sich um übliche Kosten für aufstrebende Unternehmen. 

Auch das Verringern von Ausgaben während der Krise wurde gut umgesetzt, sodass es insgesamt keine Beanstandungen gibt. 

Zwar werden im aktuellen Jahr die grandiosen Zahlen von Kreditvergaben des Vorjahres kaum erreicht; dennoch glaube ich, dass Mintos stabil weiterlaufen wird und nach dem Ende der Krise eine rosige Zukunft vor sich hat. 

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Aber es gibt natürlich auch andere, kleinere Anbieter. Bondora ist mit seinem Go & Grow Angebot zum Beispiel ebenfalls zu empfehlen. Und wenn du auf diesen Link klickst, bekommst du sogar 5 € Startbonus und unterstützt gleichzeitig diesen Blog! 

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