Thomas von Finanzfluss im Interview: Einblicke in seine Investmentstrategie

Finanzfluss Interview
Aleks Bleck von Northern Finance
Autor
Aleks Bleck

In einem exklusiven Interview hatten wir das Vergnügen, Thomas von Finanzfluss, einen der bekanntesten deutschsprachigen Finanz-YouTuber, zu Gast zu haben. Mit seinem fundierten und praxisnahen Content rund um die Themen Investieren und Vermögensaufbau hat sich Thomas einen Namen gemacht. 

Besonders seine Expertise im Bereich ETFs hat ihm eine breite Fangemeinde eingebracht. In unserem Gespräch hat Thomas von Finanzfluss tiefe Einblicke in seine persönliche Anlagestrategie gewährt und seine Ansichten zu aktuellen Finanzthemen geteilt. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Portfolio-Aufteilung: Finanzfluss investiert etwa 60-70% in den MSCI World ETF, 20-30% in Emerging Markets und hält 5-10% seines Portfolios in Bitcoin.
  • Rebalancing-Strategie: Anstatt regelmäßig umzuschichten, steuert er sein Portfolio durch gezielte Einzahlungen in unterrepräsentierte Bereiche.
  • Bestes Investment: Bitcoin war aus Renditesicht das erfolgreichste Investment, aber die Hauptinvestitionen bleiben in ETFs.
  • Krisenbewältigung: Börsencrashs wie der im August 2024 sind für ihn Teil des normalen Marktzyklus und kein Grund zur Panik.

Thomas, wie sieht dein Portfolio aus?

Meine Anlagestrategie ist klar strukturiert und auf langfristiges Wachstum ausgelegt. Etwa 60-70% meines Portfolios bestehen aus einem MSCI World ETF, der eine breite Diversifikation in über 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern bietet. Dies bildet das Rückgrat meines Portfolios und sorgt für eine stabile Basis, die mir ermöglicht, auf den globalen Aktienmarkt zu setzen.

Neben dem MSCI World ETF habe ich etwa 20-30% meines Portfolios in einen Emerging Markets ETF investiert. Dieser ETF bietet mir Zugang zu Schwellenländern, die ein höheres Wachstumspotenzial aufweisen, aber auch mit größeren Risiken verbunden sind. Ich finde es wichtig, auch in Regionen mit potenziell hohen Wachstumsraten investiert zu sein, um von der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Länder zu profitieren.

Zusammen machen diese beiden ETFs etwa 80-90% meiner gesamten Anlagen aus. Diese starke Fokussierung auf ETFs ermöglicht es mir, von der breiten Streuung zu profitieren und gleichzeitig mein Risiko zu minimieren.

Ein weiterer Bestandteil meines Portfolios, der etwa 5-10% ausmacht, ist Bitcoin. Diese Investition sehe ich als spekulative Beimischung, die das Potenzial hat, in der Zukunft eine bedeutende Rolle zu spielen. 

Zusätzlich zu meinen Finanzanlagen besitze ich ein eigenes Unternehmen sowie eine Immobilie. Diese beiden Positionen bieten mir nicht nur zusätzliche Einkommensquellen, sondern tragen auch langfristig zur Wertsteigerung meines Vermögens bei. 

Zuletzt habe ich einen kleinen Teil meines Portfolios, den ich als „Spaßportfolio“ bezeichne. Dieser besteht aus Einzelwerten und Dividenden-ETFs, die ich nutze, um neue Anlagestrategien auszuprobieren und meine Kenntnisse im Bereich der Aktienmärkte zu vertiefen. Dieses Segment macht mir nicht nur Spaß, sondern gibt mir auch die Möglichkeit, aktiv am Marktgeschehen teilzunehmen und mein Portfolio dynamisch zu gestalten.

Thomas Interview Portfolioaufbau

Insgesamt ist mein Portfolio darauf ausgelegt, eine ausgewogene Balance zwischen Sicherheit und Wachstumspotenzial zu bieten, während ich gleichzeitig flexibel auf neue Marktchancen reagieren kann.

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Machst du Rebalancing?

Anstatt mein Portfolio regelmäßig durch Käufe und Verkäufe anzupassen, habe ich mich dafür entschieden, meine Investments durch gezielte Einzahlungen zu steuern. Das bedeutet, dass ich neue Investitionen in den ETF oder das Asset lenke, das in meinem Portfolio aktuell unterrepräsentiert ist, um die gewünschte Allokation zu erreichen.

Dieser Ansatz hat für mich mehrere Vorteile. Zum einen vermeide ich dadurch unnötige Transaktionskosten, die bei häufigen Käufen und Verkäufen anfallen würden. Zum anderen reduziere ich die Steuerbelastungen, die beim Verkauf von Anlagen entstehen könnten. Zusätzlich spart mir dieser Ansatz auch Zeit und Mühe, da ich mich nicht ständig mit dem Ausbalancieren meines Portfolios beschäftigen muss.

Da ich nur wenige ETFs in meinem Portfolio halte, bleibt die Verwaltung meiner Investments einfach und effizient. Für Anleger, die viele verschiedene Wertpapiere besitzen, kann das Rebalancing durchaus komplexer und zeitaufwändiger werden. Deshalb ist es mir wichtiger, kontinuierlich und konsistent zu investieren, anstatt mich zu sehr auf das ständige Ausbalancieren meines Portfolios zu konzentrieren.

Dieser strategische Ansatz zeigt, dass ich langfristig denke und unnötigen Aufwand vermeide. Für mich steht der langfristige Erfolg meiner Anlagestrategie im Vordergrund, und durch diesen minimalistischen Ansatz kann ich sicherstellen, dass meine Investments effizient und zielgerichtet verwaltet werden.

Thomas Interview Rebalancing

Was war historisch dein bestes Investment?

Im Laufe der Jahre habe ich verschiedene Anlagestrategien ausprobiert, darunter auch Investitionen in Einzelaktien. Diese Phase war äußerst lehrreich für mich, da ich viel über die Märkte, Unternehmen und die Mechanismen des Aktienhandels gelernt habe. 

Allerdings habe ich mit der Zeit erkannt, dass ETFs eine stabilere und vor allem weniger zeitaufwändige Möglichkeit bieten, mein Vermögen zu vermehren. Die breite Diversifikation, die ETFs bieten, und die geringeren Risiken im Vergleich zu Einzelaktien haben mich schließlich überzeugt, einen Großteil meines Portfolios in ETFs zu investieren.

Rückblickend betrachtet war Bitcoin rein aus Renditesicht mein bisher bestes Investment. Es war ein Schritt, der mit erheblichen Risiken verbunden war, aber das Potenzial, das ich in Bitcoin gesehen habe, war groß genug, um dieses Risiko einzugehen. Der Erfolg, den ich mit Bitcoin erzielt habe, hat mir gezeigt, dass es manchmal lohnend sein kann, auch auf unkonventionelle und spekulativere Investments zu setzen.

Trotz dieses Erfolgs fließt der größte Teil meiner Investitionen weiterhin in ETFs. Für mich ist es entscheidend, auf eine breite Diversifikation und eine langfristige Perspektive zu setzen, anstatt auf kurzfristige Gewinne durch spekulative Investments zu hoffen. Auch wenn Bitcoin ein außergewöhnliches Investment war, sehe ich es nicht als Modell für zukünftige Anlageentscheidungen.

Ich vermeide es bewusst, auf sogenannte „Star-Investments“ zu setzen, die kurzfristig hohe Gewinne versprechen. Stattdessen bleibe ich meiner konsistenten Anlagestrategie treu, die auf soliden Fundamenten und langfristigem Wachstum basiert. Diese Strategie hat sich für mich als nachhaltig und weniger stressig erwiesen, da sie mir erlaubt, ruhig zu schlafen und sicherzustellen, dass mein Vermögen auch in schwierigen Marktphasen stabil bleibt.

Würdest du Bitcoin verkaufen, wenn er deutlich steigt und dadurch die 5-10% Gewichtung zu hoch ist?

Bitcoin nimmt in meinem Portfolio eine besondere Rolle ein, die ich mit einer gewissen Gelassenheit betrachte. Obwohl es sich um eine spekulative Anlage handelt, ist Bitcoin bewusst als kleine Beimischung mit einer Gewichtung von etwa 5-10% platziert. Diese Position bietet mir die Möglichkeit, von potenziell hohen Renditen zu profitieren, ohne dass sie den Hauptteil meiner Anlagestrategie dominiert.

Sollte der Wert von Bitcoin jedoch stark ansteigen und dadurch die Gewichtung im Portfolio überproportional zunehmen, würde ich zunächst Ruhe bewahren. Für mich ist Bitcoin ein spekulatives Investment, bei dem ich von Anfang an bereit war, im schlimmsten Fall einen Totalverlust zu akzeptieren. Diese Einstellung hilft mir, ruhig zu bleiben, auch wenn sich der Wert dramatisch verändert.

Wenn Bitcoin tatsächlich einen unverhältnismäßig großen Anteil an meinem Portfolio einnehmen würde, würde ich in Erwägung ziehen, die Position leicht zu reduzieren, um das Gleichgewicht in meinem Portfolio wiederherzustellen. Es geht mir darum, die ursprünglich festgelegte Struktur meiner Anlagen beizubehalten und nicht unnötig ein Risiko einzugehen, das meine langfristigen Ziele gefährden könnte.

Dieser durchdachte und gelassene Umgang mit einer volatilen Anlage wie Bitcoin zeigt, dass ich auch in unsicheren Marktsituationen einen klaren Kopf bewahre. Für mich ist es wichtig, meine Anlagestrategie langfristig und konsistent zu verfolgen, und das bedeutet manchmal auch, Gewinne zu realisieren und das Portfolio entsprechend anzupassen, wenn es nötig ist.

Wie bewertest du den aktuellen Börsencrash im August 2024?

Der Börsencrash im August 2024 hat natürlich für viele Schlagzeilen gesorgt und zahlreiche Anleger verunsichert. Ich selbst habe diesen Crash jedoch relativ gelassen hingenommen. 

Durch meine jahrelange Erfahrung an den Finanzmärkten habe ich bereits mehrere Crashs miterlebt und weiß, dass solche Ereignisse zum normalen Zyklus an der Börse gehören. Mein erster richtiger Crash war während der Finanzkrise 2007/2008, und diese Zeit hat mir eindrücklich gezeigt, dass solche Phasen vorübergehend sind und Panik in solchen Situationen nicht gerechtfertigt ist.

Thomas Interview Finanzkrise

Ein wichtiger Aspekt, der mir in solchen Zeiten hilft, ruhig zu bleiben, ist mein Verständnis für die Dynamiken der Finanzmärkte. Durch den Podcast, den ich zusammen mit einem anderen Finanzexperten betreibe, bleibe ich stets gut informiert und habe ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, wie Märkte funktionieren und welche Faktoren Einfluss auf sie haben. Dieses Wissen gibt mir die Zuversicht, dass sich die Märkte auch nach einem Crash wieder erholen werden.

Meine Gelassenheit in solchen Situationen spiegelt meine langfristige Anlagestrategie wider. Ich verfolge einen langfristigen Anlagehorizont und lasse mich nicht von kurzfristigen Marktbewegungen aus der Ruhe bringen. Für mich ist es wichtiger, an meiner Strategie festzuhalten und den langfristigen Erfolg im Auge zu behalten. Solche Marktrückgänge bieten sogar Chancen, Positionen nachzukaufen oder das Portfolio neu auszurichten.

Letztlich geht es mir darum, mich nicht von kurzfristigen Turbulenzen beeinflussen zu lassen und stets den Blick auf das große Ganze zu behalten. Durch diese Haltung kann ich sicherstellen, dass meine Anlagestrategie auch in schwierigen Zeiten erfolgreich bleibt.

Hast du einen Liquiditätspuffer, um im Crash einzukaufen?

Eine oft diskutierte Strategie unter Anlegern ist es, einen Liquiditätspuffer aufzubauen, um in Zeiten eines Börsencrashs gezielt nachzukaufen. Ich hingegen verfolge eine etwas andere Strategie. Ich halte nicht viel davon, gezielt Liquidität aufzubauen, um auf einen Crash zu warten und dann gezielt investieren zu können. 

Stattdessen bevorzuge ich es, kontinuierlich und konsistent zu investieren, sobald Geld verfügbar ist, anstatt es auf einem Sparkonto liegen zu lassen und auf eine vermeintlich günstige Kaufgelegenheit zu warten.

Meine Überzeugung basiert auf der Erkenntnis, dass es nahezu unmöglich ist, den Markt zu timen, also den idealen Zeitpunkt für Käufe und Verkäufe vorherzusagen. Die Märkte sind unberechenbar, und selbst die erfahrensten Anleger können den genauen Zeitpunkt eines Crashs oder einer Erholung selten genau vorhersagen. Indem ich kontinuierlich investiere, stelle ich sicher, dass ich immer am Markt beteiligt bin und von dessen langfristigem Wachstum profitiere.

Diese Strategie minimiert das Risiko, wichtige Gelegenheiten zu verpassen. Es ist oft besser, eine klare und einfache Strategie zu verfolgen, als ständig zu versuchen, den perfekten Zeitpunkt für Investitionen zu finden. Ich denke, dass es für die meisten Anleger, mich eingeschlossen, am effektivsten ist, sich auf eine konsistente Anlagestrategie zu konzentrieren, anstatt zu spekulieren.

Natürlich ist es wichtig, eine gewisse Liquidität für unerwartete Ausgaben oder Notfälle bereitzuhalten, aber diese ist für mich getrennt von meinem Investmentansatz. Mein Fokus liegt darauf, langfristig und diszipliniert zu investieren, und das bedeutet, dass ich mein Geld arbeiten lasse, sobald es verfügbar ist, anstatt es in Erwartung eines Marktcrashs beiseitezulegen.

Sind deine ETFs nachhaltig?

Nachhaltigkeit ist zweifellos ein wichtiges Thema, das in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Viele Anleger stellen sich die Frage, ob sie durch ihre Investitionen einen positiven Beitrag zur Umwelt und Gesellschaft leisten können. 

Persönlich achte ich in meinem Alltag sehr auf Nachhaltigkeit, sei es beim Einkaufen oder in anderen Lebensbereichen. Doch wenn es um meine Investitionen geht, spielt Nachhaltigkeit eine weniger zentrale Rolle.

Für mich ist es wichtiger, dass meine Investitionen eine gute Rendite erzielen und mein Portfolio robust bleibt. Ich bin der Meinung, dass der Ausschluss bestimmter Unternehmen in nachhaltigen ETFs die Welt nicht wesentlich grüner machen wird. 

Zwar begrüße ich es, dass es bestimmte Regulierungen gibt, die Nachhaltigkeit fördern, und ich erkenne auch an, dass nachhaltige Investmentprodukte wie ESG-ETFs (Environmental, Social, and Governance) immer populärer werden. Dennoch habe ich mich entschieden, vor allem auf die Effizienz und Diversifikation zu setzen, die traditionelle ETFs bieten.

Ich denke, dass Nachhaltigkeit beim Investieren eine sehr persönliche Entscheidung ist, die stark von den individuellen Werten und Prioritäten abhängt. Während ich in anderen Lebensbereichen bewusst nachhaltig agiere, setze ich bei meinen Investments auf eine bewährte und effiziente Strategie. 

Das bedeutet nicht, dass ich nachhaltige Investitionen ablehne, sondern dass ich für mich andere Schwerpunkte setze. Letztlich glaube ich, dass jeder Anleger für sich selbst entscheiden muss, wie wichtig ihm Nachhaltigkeit im Rahmen seiner Anlagestrategie ist.

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Was ist deine Meinung zu ESG ETFs?

ESG ETFs sind darauf ausgelegt, Anlagen zu bieten, die den Prinzipien der Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung entsprechen. Grundsätzlich sehe ich ESG ETFs nicht als schlecht an, aber ich denke, dass die Umsetzung solcher Produkte oft komplex ist. 

Sobald man moralische und ethische Themen in den Investitionsprozess einfließen lässt, entsteht schnell der Anspruch, perfekt zu sein. Allerdings ist Perfektion beim Investieren schwer zu erreichen, da es oft zu Kompromissen zwischen Rendite, Risiko und ethischen Überzeugungen kommt.

Es ist wichtig, sich von dem Anspruch, perfekt zu investieren, zu distanzieren. Stattdessen sollte man sich die Zeit nehmen, die Kriterien zu verstehen, die ESG ETFs zugrunde liegen. Kriterien, ab wann ein Wertpapier als nachhaltig gilt, können je nach Anbieter stark variieren. 

Das macht die Auswahl und das Verständnis solcher Fonds für viele Anleger schwierig und manchmal sogar abschreckend, da die Thematik komplex und nicht immer leicht verständlich ist.

Meine Meinung zu ESG ETFs ist daher eher pragmatisch. Ich erkenne die wachsende Nachfrage nach und die Bedeutung solcher Produkte, insbesondere für Anleger, denen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung wichtig sind. 

Gleichzeitig denke ich, dass ESG ETFs nicht für jeden Anleger geeignet sind. Wer sich für ESG ETFs interessiert, sollte sicherstellen, dass er die Prinzipien und Kriterien versteht, nach denen diese Fonds gemanagt werden. 

Letztlich hängt die Entscheidung, ob man in ESG ETFs investiert oder nicht, von den individuellen Werten und Prioritäten des Anlegers ab. Für mich persönlich steht die Effizienz und Diversifikation, die traditionelle ETFs bieten, weiterhin im Vordergrund.

Würdest du Wertpapiere aus bestimmten Ländern oder bestimmte Assets ausschließen?

Ich verfolge einen diversifizierten und globalen Investmentansatz und schließe grundsätzlich keine Wertpapiere aus bestimmten Ländern aus. Ich traue es mir nicht zu, die geopolitischen Situationen in verschiedenen Regionen der Welt korrekt einzuschätzen, und deshalb halte ich es für riskant, spezifische Länder oder Märkte aus meinem Portfolio auszuschließen. 

Diese pragmatische Haltung ermöglicht es mir, breit gestreut zu investieren und so das Risiko einzelner Märkte zu minimieren. Indem ich global investiere, profitiere ich von der Entwicklung vieler verschiedener Volkswirtschaften und bin weniger anfällig für die Schwankungen eines einzelnen Marktes.

Bei Kryptowährungen bin ich jedoch selektiver. Ich investiere ausschließlich in Bitcoin und schließe alle anderen Kryptowährungen aus meinem Portfolio aus. Der Hauptgrund dafür ist, dass mir das tiefgreifende Verständnis für die vielen verschiedenen Kryptowährungen fehlt, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind. 

Bitcoin sehe ich als etabliert und vergleichsweise stabil, während ich die meisten anderen Kryptowährungen als zu spekulativ und unsicher betrachte. Für mich ist es wichtig, in Assets zu investieren, die ich verstehe und deren Risiken ich einschätzen kann, und das ist bei den meisten anderen Kryptowährungen nicht der Fall.

Immobilieninvestments sind ein weiteres Asset, das ich derzeit vermeide. Ich habe keinen großen Bezug zu diesem Marktsegment und ehrlich gesagt auch nicht die Zeit und Lust, mich tief in diese Materie einzuarbeiten. Immobilien sind zudem nicht sehr liquide, was bedeutet, dass sie sich schwerer verkaufen lassen und nicht so flexibel wie Aktien oder ETFs gehandelt werden können. 

Für mich gibt es an der Börse viele attraktivere Möglichkeiten, die sowohl einfacher zu handhaben als auch profitabler sind. Deshalb konzentriere ich mich auf Investments, die meinen Anlagezielen und meinem Verständnis entsprechen, und lasse solche, die nicht in mein Konzept passen, außen vor.

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Was sind deine langfristigen Investmentziele?

Für mich war Geld schon immer ein zentrales Thema, besonders weil ich mein Studium an einer renommierten Hochschule im Ausland mit etwa 60.000 Euro Schulden beendet habe. Diese Schulden waren für mich ein starker Anreiz, meine Finanzen schnell in den Griff zu bekommen und einen soliden finanziellen Grundstein zu legen. 

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Mein erstes Hauptziel war es, diese Schulden so schnell wie möglich abzuzahlen, um finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit zu erlangen. Gleichzeitig wollte ich ein finanzielles Polster aufbauen, das mir die Sicherheit gibt, auch in schwierigen Zeiten stabil zu bleiben.

Im Laufe der Jahre habe ich nicht nur meine Schulden abgebaut, sondern auch ein beachtliches Vermögen aufgebaut. Dabei geht es mir jedoch nicht nur um den bloßen Vermögenszuwachs. Ich habe großen Spaß daran, mein Portfolio wachsen zu sehen und unternehmerisch aktiv zu sein. 

Meine Tätigkeit auf YouTube und die Erstellung von hochwertigem Finanz-Content sind für mich nicht nur Einkommensquellen, sondern auch ein Ausdruck meiner Leidenschaft für das Thema Geld und Finanzen. Es erfüllt mich, mein Wissen zu teilen und anderen zu helfen, ihre eigenen finanziellen Ziele zu erreichen.

Neben meinen finanziellen Zielen habe ich auch persönliche Meilensteine erreicht. Ich habe mir meine Traumimmobilie gekauft und genieße es, Urlaube zu machen, die mir Freude bereiten. 

Ein großes Auto oder andere Statussymbole sind für mich hingegen nicht sonderlich erstrebenswert. Mein Fokus liegt klar auf den Dingen, die mir wirklich wichtig sind: Finanzielle Sicherheit, persönliche Erfüllung und die Freiheit, mein Leben nach meinen eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Langfristig strebe ich danach, mein Vermögen weiter auszubauen, um mir und meiner Familie ein komfortables Leben zu ermöglichen, ohne dabei von äußeren Umständen abhängig zu sein. 

Gleichzeitig möchte ich weiterhin in Projekte und Aktivitäten investieren, die mich persönlich erfüllen und mir Freude bereiten. Es geht mir darum, ein ausgewogenes Leben zu führen, in dem finanzielle Sicherheit und persönliche Zufriedenheit im Einklang stehen.

Fazit: Langfristiger Erfolg durch klare Strategien und Gelassenheit

Das Interview mit Thomas von Finanzfluss bietet wertvolle Einblicke in die Denkweise und Strategie eines erfahrenen Investors. Er verfolgt einen pragmatischen Ansatz, der auf Langfristigkeit, Diversifikation und einem klaren Verständnis der eigenen Ziele beruht. 

Anstatt auf kurzfristige Gewinne zu setzen, baut er auf eine konsistente und nachhaltige Anlagestrategie. Für ihn ist es wichtiger, sich nicht von kurzfristigen Marktentwicklungen aus der Ruhe bringen zu lassen und immer das große Ganze im Auge zu behalten. Diese Gelassenheit und strategische Klarheit sind der Schlüssel für seinen Erfolg an den Finanzmärkten. 

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