Top 10 Dividenden ETFs mit hoher Ausschüttung

Top 10 Dividenden ETFs mit hoher Ausschüttung

Gerade in Zeiten steigender Zinsen werden Dividenden immer wichtiger für den Erfolg als Anleger. Aus diesem Grund stelle ich dir im heutigen Artikel die Top 10 Dividenden ETFs mit hoher Ausschüttung vor.

Darum geht’s:

  • Anhand welcher Kriterien wurden die Top 10 Dividenden-ETF bewertet?
  • Welche Arten von Dividenden-ETF gibt es?
  • Wieso kommen auch Staatsanleihen mit ins Ranking?
  • Und welcher Dividenden-ETF ist in der aktuellen Lage der attraktivste? 

3 Kriterien zur Bewertung der ETF

Bei der Bewertung der unterschiedlichen ETF habe ich 3 wesentliche Kriterien beachtet. Sehen wir uns einmal an, welche das sind. 

1) Hohe Ausschüttungsrendite: Damit ein ETF überhaupt in das Dividenden-Ranking aufgenommen werden kann, muss es sich selbstverständlich um einen ausschüttenden ETF handeln. Die Ausschüttungsrendite muss dabei relativ hoch sein. Hierfür habe ich einen Zeitraum von einem Jahr gewählt. 

2) 100 Mio. € Verwaltungsvolumen: Ein ETF ist für Anbieter erst dann rentabel, wenn er ein Mindest-Volumen von 100 Mio. € verwaltet. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der ETF nach kurzer Zeit wieder geschlossen wird.

3) TER und TD: Mit der TER (Total Expense Ratio) bewerten wir die Gesamtkostenquote eines ETF, also die Kosten, die beim Kauf anfallen. Darüber hinaus bewerten wir mit der TD (Tracking Difference), wie stark der ETF vom zugrundeliegenden Index abweicht. 

Neben Aktien-ETF fließen diesmal auch Anleihen-ETF in die Bewertung. Diese schütten streng genommen zwar keine Dividende aus, sondern Zinsen, sind aber in der aktuellen Lage, in der wir uns befinden, mindestens genauso attraktiv. Legen wir nun los mit dem Ranking der Top 10 Dividenden ETF. 

1. ETF: SPDR Bloomberg US TIPS

Der SPDR Bloomberg US TIPS ETF ist ein ETF, den viele Anleger nicht auf dem Schirm haben, der aktuell jedoch für viele sehr interessant sein könnte. Den Namen „TIPS“ erhält der ETF aus der Tatsache, dass es sich hier um inflationsgebundene US-Staatsanleihen handelt – sogenannte „Treasury Inflation Protected Securities”.

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Für Anleger bedeutet das, wenn die Inflation in den USA steigt, Tilgungen und Zinsen des ETF um jeweils denselben Wert steigen. Der ETF ist demnach völlig inflationsgeschützt. Das macht den SPDR Bloomberg US TIPS unter der aktuell hohen Inflation besonders interessant. Zudem ist der US-Dollar aktuell deutlich stärker als der Euro, was in erster Linie der Gas-Krise verschuldet ist, von der die USA nicht betroffen sind. 

Euro-Anleger kaufen sich demnach in Euro in den ETF ein und erhalten anschließend Erträge in US-Dollar, die sehr wahrscheinlich kurz- und mittelfristig gegenüber dem Euro aufwerten werden. 

Der SPDR Bloomberg US TIPS ETF hält US-Staatsanleihen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 8 Jahren. Die Kosten dieses ETF belaufen sich auf 0,17 % und die Tracking Difference beträgt 0,18 %. Damit bildet er den Index etwas schlechter ab als von der Gesamtkostenquote (TER) angegeben. 

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Der ETF verwaltet rund 380 Mio. € und schüttet halbjährlich Dividenden aus, mit einer aktuellen Rendite von 4,92 %

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2. ETF: MSCI World Energy Sektor

Der MSCI World Energy Sektor ETF kauft Anteile von Energieunternehmen aus den Industrieländern. Insgesamt beinhaltet der ETF 55 Unternehmen. Die 10 größten Positionen machen dabei ganze 58 % aus, also deutlich mehr als die Hälfte. Darunter fallen klassische Energieanbieter wie Exxon, Chevron und Shell. 

Der MSCI World Energy Sektor ETF hat eine TER von 0,25 % und eine TD von -0,55 %. Er ist somit deutlich günstiger als der TER suggeriert.

Öl- und Gas-Unternehmen haben im letzten Jahrzehnt eine schlechte Performance hingelegt, deutlich schlechter als der Gesamtmarkt. Doch durch die aktuell stark gestiegenen Preise, die sich anscheinend auch nicht so schnell erholen werden, schießen die Gewinne von diesen Unternehmen zurzeit regelrecht in die Höhe.

Im Juli dieses Jahres gab es einen starken Rücksetzer bei den Kursen. Anleger, die weiterhin auf steigende Kurse bei Öl und Gas setzen, können aktuell zu etwas günstigeren Preisen investieren. 

Mit einer Dividendenrendite von 5,13 % ist der MSCI World Energy Sektor ETF womöglich für viele Anleger ein aktuell attraktives Investment.

3. ETF: Invesco Morningstar US Energy Infrastructure MLP

Beim Invesco Morningstar US Energy Infrastructure MLP ETF investieren Anleger in sogenannte “Master Limited Partnerships“ – MLP. Diese MLP investieren im Bereich der Energieinfrastruktur in den USA.

Der 230 Mio. € verwaltende ETF bietet Anlegern aktuell eine Dividendenrendite von 8,6 %, was sehr hoch ist. Die TER liegt bei 0,5 %. 

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Allerdings sollte man sich davon nicht täuschen lassen, denn der ETF performt nicht so gut, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, denn es handelt sich hierbei um einen synthetischen ETF

Das bedeutet, der ETF bildet zwar einen Index ab, kauft jedoch nicht tatsächlich die unterliegenden Werte. Dabei handelt es sich um einen sogenannten „Unfunded Swap“; das Versprechen des Anbieters Invesco, die Erträge an seine Anleger zu zahlen. Doch bis es dazu kommt, kann Invesco mit diesem Geld völlig willkürlich handeln.

Für den synthetischen ETF fällt eine Swap-Gebühr von 0,75 % jährlich an, zusätzlich zu der TER von 0,5 % und einer TD von 1,16 %. 

Der Invesco Morningstar US Energy Infrastructure MLP ETF bietet eine durchaus attraktive Dividendenrendite. Dennoch mache ich als langfristiger Anleger einen großen Bogen um diesen ETF, da er seine zugrundeliegenden Werte nicht einmal kauft. Leider sind auch alle Alternativen zu diesem ETF synthetisch. 

4. ETF: SPDR S&P US Dividend Aristocrats

Der SPDR S&P US Dividend Aristocrats kauft aus den 1.500 größten US-Unternehmen jene Positionen, die in den letzten 20 aufeinander folgenden Jahren steigende Dividenden erzielen konnten.

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Die Kosten des ETF liegen bei 0,35 %. Die TD beträgt -0,06 %. Unter den 10 größten Positionen des SPDR S&P US Dividend Aristocrats befinden sich namhafte Unternehmen wie IBM und Exxon, aber auch weniger bekannte Unternehmen wie Leggett & Platt, die sowohl Betten als auch Autoteile herstellen. 

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Die Ausschüttungsrendite ist mit 2,3 % bei diesem ETF deutlich niedriger als bei anderen ETF, jedoch umso verlässlicher und werden nicht gekürzt – Merkmale eines Dividenden-Aristokraten.

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5. ETF: Fidelity Global Quality Income

Der Fidelity Global Quality Income ETF investiert in 235 Dividenden-Unternehmen aus der entwickelten Welt, vor allem in den USA. Das Gute an diesem ETF: die Top 10 Positionen machen nur 15 % des gesamten ETF aus. 

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Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,4 % und einer Tracking Difference (TD) von 0,1 % performt der ETF deutlich besser als angenommen. Aktuell beträgt die Ausschüttungsrendite beim Fidelity Global Quality Income ETF 2,8 %, mit einer kontinuierlich steigenden Dividende in den letzten Jahren.

6. ETF: iShares European Property Yield

Der iShares European Property Yield investiert in börsennotierte Immobilienunternehmen und Real Estate Investment Trust (REIT) aus Europa – mit Ausnahme von Großbritannien. Der ETF hat eine TER von 0,4 % und eine negative TD von -0,19 % pro Jahr. Die prognostizierte Dividende beträgt 2 %.

Mit nur 53 Positionen ist der iShares European Property Yield vergleichsweise klein. Seine Top 10 Unternehmen machen dabei ganze 56 % des gesamten ETF aus, allen voran Vonovia mit 21 %. Anleger sind somit von wenigen Anbietern sehr abhängig.

Darüber hinaus investiert der iShares European Property Yield ETF überwiegend in Westeuropa, also nicht so breit wie sein Name vermuten lässt. Die Aufteilung nach Regionen zeigt, dass der größte Teil in Deutschland investiert wird und kaum in Ländern wie Spanien oder Österreich.

Aufgrund der steigenden Zinsen sind die Bewertungen des iShares European Property Yield in den letzten Monaten deutlich gesunken. Wer dennoch langfristig an den Erfolg von Immobilien glaubt, kann sich aktuell eine Ausschüttungsrendite von 3,43 % sichern. 

7. ETF: Asia Property Yield

Weiter geht es mit der asiatischen Alternative zum iShares European Property Yield, dem Asia Property Yield ETF. Dieser investiert in Immobiliengesellschaften aus asiatischen Industrieländern mit einer Dividendenrendite von 2 % oder mehr.

Aktuell zahlen Anleger 0,59 % bei einer Tracking Difference von 0,56 %, also in etwa so teuer, wie es die erwartete Ausschüttungsrendite angibt. 

Die Ausschüttungsrendite beim Asia Property Yield ETF ist mit 3,19 % fast genauso hoch wie in der europäischen Variante, jedoch ohne dem Kursverlust der letzten Monate. 

Der ETF enthält insgesamt 117 Aktien, worunter die Top 10 Positionen 33 % ausmachen – deutlich weniger als in Europa.

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Trotz der Vorteile, die der Asia Property Yield ETF mit sich bringt, ist ein Nachteil seine geografische Diversifikation. Diese ist nämlich kaum gegeben und so ist der Großteil der Performance von den Entwicklungen in Japan und Hongkong abhängig.

Aufgrund der schlechten Diversifikation und dem zunehmenden Verlust der Unabhängigkeit Hongkongs würde ich nicht in diesen ETF investieren.

8. ETF: iShares Asia Pacific Dividend

Der iShares Asia Pacific Dividend investiert in die 50 Aktien mit den höchsten Dividenden-Zahlungen der entwickelten Volkswirtschaften aus dem Raum Asien/Pazifik. Dabei ist zu erwähnen, dass China nicht zu den entwickelten Ländern zählt, sondern lediglich seine Sonderwirtschaftszone Hongkong.

Die Kosten des ETF betragen 0,59 % bei einer TD von -0,11 %. Die Ausschüttungsrendite liegt bei starken 6 %. Bei einem Blick auf die Top 10 Positionen erkennt man rasch, dass diese hauptsächlich aus 3 Ländern kommen: Australien, Japan und Hongkong. 

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Der kleine Anteil Chinas erklärt sich daraus, dass einige chinesischen Firmen, 2 % in diesem Fall, in Hongkong notieren, aber in China operieren. 

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9. ETF: Invesco FTSE EM High Dividend Low Volatility

Seinem Namen entsprechend investiert der Invesco FTSE EM High Dividend Low Volatility ETF in aufstrebende Märkte in Dividenden-Unternehmen mit der niedrigsten Schwankung.

Der ETF kostet 0,49 % und hat eine TD von 0,22 %. Insgesamt sind hier 92 Titel enthalten. Interessanterweise befindet sich in den Top 10 Positionen an erster Stelle ein anderer ETF. So etwas habe ich noch nie gesehen!

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Mit 30 % macht China den größten Markt im ETF aus. Die Sektorschwerpunkte sind allerdings gut diversifiziert, mit den größten Sektoren – Rohstoffe und Finanzinstitute – die jeweils 15 % ausmachen. Die Dividendenrendite beträgt attraktive 7,92 %.

10. ETF: xTrackers High Yield Corporate Bond

Auch beim xTrackers High Yield Corporate Bond handelt es sich um eine Anleihe und somit streng genommen nicht um Dividenden, sondern Zinsen. Trotzdem könnte dieser ETF zurzeit äußerst attraktiv sein. 

Anleger dieses ETF investieren in die größten und liquidesten Unternehmensanleihen mit einem Rating unter dem Investment Grade.

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Unter diesen Anleihen gibt es verschiedene Kategorien und Unternehmen wie Unicredit, Thyssenkrupp oder die Deutsche Bank. Alles Unternehmen, die ein höheres Risiko haben und dementsprechend höhere Zinsen abwerfen. 

Der xTrackers High Yield Corporate Bond ETF ist sehr breit gestreut. Die Top 10 Positionen machen lediglich 4,58 % aus. Insgesamt enthält der ETF 665 Titel, wofür Anleger 0,2 % zahlen bei einer TD von 0,23 %. 

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Die durchschnittliche Laufzeit dieses ETF beträgt 3,22 Jahre und die Ausschüttungsrendite beträgt aktuell 4,56 %. Trotz der kurzen Laufzeit und stabilen Dividende würde ich noch nicht in diesen ETF investieren, da die Leitzinsen sehr wahrscheinlich noch weiter steigen werden, sowohl in Europa als auch den USA. Demnach würden die derzeitigen Anleihen im Vergleich zu künftigen Anleihen an Wert verlieren. 

Dennoch bleibt der xTrackers High Yield Corporate Bond ETF definitiv auf meiner Watchlist.

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Fazit: Das waren die Top 10 Dividenden ETFs

Wir haben nun eine große Bandbreite an Dividenden-ETF verglichen. Aber welcher dieser ETF ist der beste, wenn es um die ausgeschüttete Dividende geht? Für mich persönlich sind die inflationsgeschützten US-Staatsanleihen die klaren Gewinner. In diesem Fall ist es der SPDR Bloomberg US TIPS. Insbesondere Anleger, die von einer kommenden Rezession ausgehen, können von dieser Art von US-Staatsanleihen und gleichzeitig abwertendem Euro profitieren. 

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