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Der Bondora Go and Grow Guide – Qualität, Risiko, Steuern & mehr

In unserem Bondora Go and Grow Guide erfährst du alles Wichtige zur beliebten P2P Plattform, dem Risiko, das bei diesen Krediten besteht und wie du dabei möglichst wenig Steuern zahlen musst.

Wir erklären außerdem, wie Bondora aufgebaut ist und was das Go and Grow Programm so besonders macht. 

Wenn du zum Schluss noch weitere Fragen hast oder auf der Suche nach weiteren Anlage-Tipps bist, lohnt sich ein Blick in unser Forum für Privatkredite. Dort kannst du dich mit anderen Investoren austauschen und sicher den ein oder anderen Trick dazulernen

Was ist Bondora Go and Grow 

Bondora ist eine bekannte P2P (“Peer to Peer”) Lending Plattform aus Estland. Unter den verschiedenen Anlageprodukten des Unternehmens ist Go and Grow aktuell das Bekannteste, denn die hohe Rendite von 6,75 % hat sich schnell herumgesprochen.

Auch die Versprechen von hoher Liquidität, d.h. die Möglichkeit, täglich abzuheben, sind für viele Anleger attraktiv. 

Durch eine hohe Diversifikation wird versucht, das Produkt sehr sicher zu gestalten. Ob Bondora Go and Grow ein hohes oder niedriges Risiko aufweist, ist aber nach wie vor umstritten.

Klar ist jedoch, dass bei P2P Krediten – und generell bei allen Investments mit hohen Zinsen – stets zumindest eine geringe Gefahr des Ausfalls besteht. 

Die Nationen, in denen Bondora aktiv ist, umfassen hauptsächlich Estland und Finnland. Mit einem kleinen Anteil von 15 % werden aber auch in Spanien Kredite vergeben.

Dabei entscheidet das Unternehmen, welcher Bewerber angenommen wird und welche Summe er erhält. Dieser Betrag stammt direkt von den Investoren, die im Gegenzug für das Verleihen eine entsprechende Rendite von aktuell 6,75 % erhalten 

Auch alle weiteren Aspekte, wie Administration oder die Rückholung von ausgefallenen Krediten, werden von der Plattform übernommen. Letzteres ist auch der wunde Punkt des P2P Geschäfts:

Je riskanter ein Kredit ist, desto höher ist in der Regel seine Verzinsung und damit die Rendite. Allerdings geht damit natürlich eine höhere Wahrscheinlichkeit einher, dass durch Insolvenz und Co. vielleicht überhaupt keine Rückzahlungen mehr eintreffen. 

Bondora und die Krise

Aktuell besteht das Portfolio aus über 100.000 Krediten, die mit 6,75 % Rendite verzinst werden. Die genauen Zahlen unterliegen aber naturgemäß ständigen Schwankungen.

Im September 2019 wurden zum Beispiel 16 Millionen Euro an Krediten in den drei verfügbaren Ländern Estland, Finnland und Spanien vergeben. 

Die Covid-Krise schlug jedoch auch hier zu, und aus Gründen der Vorsicht reduzierte man sowohl die Höhe der Kreditvergabe, als auch die verfügbaren Länder vorübergehend:

So kommt man im September 2020, also genau ein Jahr später, auf lediglich 2,7 Millionen Euro, die ausschließlich in Estland vergeben wurden. 

Nichts verändert hat sich hingegen am Umfang der jeweiligen Kredite: sie lagen damals wie heute bei etwa 2.200 € und zählen, nach P2P Standards, damit schon zu den mittleren Beträgen.

Auch die Laufzeit von etwa vier Jahren blieb weitgehend gleich – nach wie vor handelt es sich hier also um ein langfristiges Abzahlungsmodell. Diese Kontinuität ist positiv anzumerken. 

Zu den konkreten Maßnahmen gegen die Krise zählt das Einführen einer Regelung zur Teilrückzahlung.

Entscheidet sich ein Anleger also, sein Kapital ganz oder teilweise von Bondora Go & Grow abzuziehen, erhält er dieses nicht direkt zurück, sondern muss sich einige Tage gedulden, in deren Verlauf er jeweils Teile ausgezahlt bekommt.

In fast allen Fällen funktionierte dies in weniger als einem Monat – für eine Krisensituation nicht schlecht. 

Die Rückholungsquote – ebenfalls eine sehr wichtige Kennzahl – verbesserte sich in den letzten zwei Jahren stetig. Mit dem Beginn der Pandemie erlebte sie einen Einbruch, der nicht überraschend kam und in dieser Form auch andere Anbieter zurückwarf.

Bei Bondora Go and Grow fiel dieser Rückgang aber nicht allzu dramatisch aus, sodass man getrost sagen kann, die Krise wurde bisher gut gemeistert. 

Ist Bondora Go & Grow riskant?

Wie bei allen Anlagen mit hoher Rendite besteht auch bei P2P Krediten ein gewisses Risiko. Bondora hat bei Go & Grow jedoch viele Schutzmaßnahmen aufgebaut und zählt somit eindeutig zu den eher sicheren Anbietern.

Zu den einzelnen Schritten gehört zum Beispiel ein “Zinspuffer”, der für ganze 12 Monate ausreichen würde. Im Falle eines Totalausfalls aller Rückzahlungen könnte man also die versprochene Rendite für mindestens ein Jahr an die Investoren auszahlen. 

Ein Blick in die Verteilung der Kreditkategorien zeigt aber schnell, dass hier durchaus auch einiges an Gefahren versteckt ist: Mehr als die Hälfte der Kredite fallen in die Kategorien E und F.

Diese sind mit einem hohen Risiko behaftet – um genau zu sein werden sie nur noch durch die HR (“High Risk”) Gruppe übertroffen. Hier sind jedoch, naturgemäß, auch die Zinsen am höchsten – wenn sie denn gezahlt werden. 

Ein mildernder Umstand ist hierbei jedoch die Herkunft der Kredite: diese stammen zu 40 % aus Finnland, einem für Bondora neuen Markt.

Zum dortigen Start begann man, Kredite erst einmal eher konservativ zu bewerten, was zu diesen negativen Zahlen beitrug. Die Wahrheit liegt hier also, wie so oft, in der Mitte.

Die weitere Analyse verrät uns weiterhin, dass die meisten Kunden die Kredite für eine langfristige Umschuldung in Anspruch nehmen. Zusammen mit der Höhe der Einkommen, welches nur knapp über der Kreditsumme der Empfänger liegt, zeichnet sich hier ebenfalls ein gutes Bild.

Denn die Kreditnehmer erhalten hier keine astronomischen Summen, sondern lediglich den ungefähren Gegenwert eines Monatsgehalts. 

Letztlich hilft beim Bewerten des Risikos aber nur der Blick auf die nackten Zahlen. Und hier sehen wir ganz klar, dass Bondora mit Go & Grow in den letzten 2 Jahren sogar deutlich mehr Zinsen eingefahren hat, als dies ursprünglich geplant war.

Und zwar jeweils etwa 7 % mehr auf dem Spanischen und Estnischen Markt! Lediglich Finnland performte etwa 1 Prozent schlechter, als man anvisiert hatte.

Hiermit zeigt die Plattform, dass man Kredite tendenziell etwas riskanter Einstuft und damit am Ende sehr gute Ergebnisse, nämlich sogar besser als die eigenen Erwartungen, erzielt. 

Wenn du noch mehr zum aktuellen Stand des Unternehmens wissen möchtest, lohnt sich ein Blick in unseren Beitrag “Wie gut geht es Bondora finanziell”. Dort haben wir, anhand des letzten Jahresberichts, noch deutlich genauer Untersucht, was die Zahlen sagen. 

Müssen Zinsen versteuert werden?

Generell müssen in Deutschland Zinseinnahmen regulär, also mit 26,375 %, versteuert werden. Bondora Go & Grow kann davon jedoch ausgenommen werden, wenn die Erträge unterhalb des Einzahlungsbetrages bleiben – sagt das Unternehmen selbst.

Wie das in deinem Fall aussehen kann, musst du jedoch im Gespräch mit deinem Steuerberater herausfinden, da wir hierzu aus rechtlichen Gründen keine Beratung durchführen dürfen. 

Fest steht jedoch, dass die Erträge deines Bondora Investments nicht, wie zum Beispiel bei Aktien-Dividenden, automatisch versteuert werden. Du bist also selbst angehalten, diese im Rahmen der Steuererklärung, in der Anlage KAP, Zeile 14, einzutragen. 

Unsere Meinung zu Bondora Go and Grow

Bondora Go & Grow ist nicht ohne Risiko, zeigt sich mit seinen unterschiedlichen Maßnahmen im Konkurrenzvergleich aber als eher sicherer Anbieter. In der Vergangenheit wurden die versprochenen Zinsen immer pünktlich und in voller Höhe ausgezahlt, was als deutlicher Qualitätshinweis gewertet werden kann.

Lediglich die Teilauszahlung zu Beginn der Covid-Krise stellte einen kleinen Einschnitt für Anleger dar, der in der Zwischenzeit aber wieder eingestellt wurde. Derartige Vorsichtsmaßnahmen sprechen jedoch letztlich für Bondora und sein Management.  

Mit seinen attraktiven Zinsen und der bisher makellosen Erfolgsbilanz zeigtt die Plattform daher ein exzellentes Bild unter den P2P-Anbietern. Auch die theoretische Steuerfreiheit, mit der das Unternehmen wirbt, dürften Bondora und sein Go & Grow Programm zu einem Investoren-Liebling machen. 

Aufgrund des verbleibenden Restrisikos können P2P-Kredite nie die Position z.B. eines Tagesgeldkontos ausfüllen. Sie sind heute jedoch bereits elementarer Bestandteil fast aller gut diversifizierter Portfolios.

Letztlich ist die Entscheidung für diese Anlageform aber natürlich dem Anleger überlassen. Sollten diese Privatkredite jedoch für dich interessant sein, ist Bondora und Go & Grow jedoch definitiv einer der besten Anbieter. 

Weitere Empfehlungen

Der Finanzmarkt ist voll von P2P-Anbietern, die sich jeweils durch unterschiedliche Eigenschaften auszeichnen und die anhaltende Covid-Pandemie tut ihr übriges, um den Markt chaotisch erscheinen zu lassen.

Damit du nicht den Überblick verlierst, vergleichen wir die wichtigsten Plattformen regelmäßig auf ihre Krisenfestigkeit in unserem “sind wir über den Berg” Bericht. 

Welcher Anbieter letztlich der richtige ist, hängt natürlich auch von der eigenen Strategie und dem Bauchgefühl ab. 

Sollte deine Enttscheidung zugunsten von Bondora bereits gefallen sein, verhilft dir dieser Link zu einem Startbonus von 5 €.

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