Monefit vs. Bondora: Welche Plattform ist die richtige für dich?


Investoren bei Go & Grow erhalten 6 % Zinsen, während Monefit seinen Anlegern 7,5 % verspricht. Doch ist das neue Go & Grow nach dem jüngsten Rebranding von Bondora überhaupt noch interessant für Investoren oder ist Monefit aktuell die attraktivere Wahl? Wir sehen uns im heutigen Beitrag beide Plattformen im Detail an und erklären dir, wann sich welche Plattform für dich als Investor lohnt.
Das Wichtigste in Kürze:
- Sowohl Monefit als auch Bondora sind in ihrem Kern ähnlich, unterscheiden sich jedoch vor allem bei Zinsen und deren Entwicklung.
- Anleger von Monefit erhalten aktuell 7,5 % Zinsen, während Go & Grow lediglich 6 % bietet – mit der Wahrscheinlichkeit, dass diese bald weiter sinken.
- Die Monefit Erfahrungen zeigen, dass sich die Plattform trotz ihres deutlich jüngeren Bestehens stark positiv entwickelt hat und stetig weiterentwickeln möchte.
- Monefit lohnt sich für Investoren, die höhere Zinsen und mehr Personalisierungsmöglichkeiten suchen, während Go & Grow vor allem durch sein langes Bestehen punktet.
Monefit vs. Bondora: Wie performen die Plattformen aktuell?
Bei Go & Grow wie auch Monefit wird dein Geld in Konsumkredite investiert. Bei Go & Grow sind es Kredite der Bondora Gruppe, während es bei Monefit Kredite von Creditstar sind.
Investiert wird bei beiden Plattformen ausschließlich in europäische Märkte wie Finnland, die Niederlande oder Estland bei Go & Grow und Großbritannien, Spanien oder Schweden bei Monefit.
Ich bin von Anfang an sowohl bei Go & Grow als auch bei Monefit mit dabei und habe mittlerweile mehr als 23.000 € insgesamt investiert.

Mein Investment von knapp 11.300 € auf Go & Grow beschert mir täglich Zinsen in Höhe von 1,64 €. Damals im Jahr 2018 zahlte Bondora seinen Anlegern noch 6,75 % aus, doch die Zinsen wie auch die Einzahlungslimits haben sich kontinuierlich geändert.
Sowohl Go & Grow (ehemals Bondora Go & Grow) als auch Monefit bieten Anlegern aktuell die Möglichkeit, attraktive Zinsen von 6 % bzw. 7,5 % pro Jahr zu verdienen.
Gleichzeitig kannst du dir dein Geld bei beiden Plattformen rasch auszahlen lassen – hier gibt es allerdings große Unterschiede hinsichtlich des Auszahlungsvolumens, auf das wir später nochmals näher eingehen werden.
Die untenstehende Tabelle gibt dir aber schon mal einen ersten Überblick über die wichtigsten Unterschiede beider Plattformen.
| Kriterium | Bondora (Go & Grow) | Monefit (SmartSaver) |
| Gründung Plattform | 2008 (Bondora) | 2023 (SmartSaver) |
| Unternehmen | Bondora AS | Creditstar Group |
| Kreditart | Konsumentenkredite (EU) | Konsumentenkredite (Creditstar) |
| Investoren | 511.513 | 35.000 |
| Zielgruppe | Einsteiger & passive Anleger | Renditeorientierte mit Flexibilitätswunsch |
| Rendite (aktuell) | ca. 6 % p.a. | ca. 7,5–10,5 % p.a. |
| Zinsgutschrift | täglich | täglich |
| Liquidität | jederzeit (theoretisch sofort) | bis 1.000 € sofort, Rest ~10 Tage |
| Mindestinvestment | ab 1 € | ab 10 € |
| Gebühren | keine (1 € Auszahlung) | keine Gebühren |
| Besonderheiten | extrem einfach, lange Historie, hohe Stabilität | höhere Rendite, Vaults mit Laufzeit, Bonusprogramme |

Vergleich 1 Monefit vs. Bondora: Die Rendite
Der Vorteil von Monefit gegenüber Go & Grow ist aber, wie oben bereits angeführt, der höhere Zins.
Dieser ist mit 1,5 % mehr deutlich attraktiver als bei Go & Grow. Das klingt auf den ersten Blick nach nicht viel, ist es aber vor allem, wenn du etwas größere Summen investierst und dadurch dein Geld vermehren möchtest.
Die Coronapandemie führte zu schwankenden Einzahlungslimits bei Go & Grow. Zuerst waren es 400 €, anschließend 1.000 €, die Anleger monatlich über die Plattform investieren konnten. Für Investoren, die mehr als das einzahlen wollten, gab es nur noch 4 % Zinsen.
Im April 2025 wurde dieses System dann endgültig abgeschafft und gleichzeitig sind die Zinsen von 6,75 % auf 6 % gesunken. Dieser Zinssatz ist bis heute aktuell.

Bei Monefit fiel der Zinssatz bereits zu Beginn mit mindestens 7,25 % etwas höher aus und wer mehr investierte, konnte noch mehr verdienen. Dieses Modell wurde jedoch zugunsten der Anleger adaptiert, wodurch mittlerweile jeder Investor 7,5 % Zinsen erhält.

Der Zinssatz von 7,5 % bei Monefit hält bis heute an. Ich bin allerdings sehr gespannt, ob es dabei auch 2026 bleiben wird, denn vor allem durch geopolitische Spannungen wie den Irankrieg steigt die aktuelle Inflation in den USA, in Europa und der ganzen Welt.
Ich gehe deshalb davon aus, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins dieses Jahr anheben wird und damit möglicherweise die nächste Zinswende einläutet.
Ob und wie Monefit und auch Go & Grow die höheren Zinsen an Anleger weitergeben werden, wird sich noch herausstellen.
Vergleich 2 Monefit vs. Bondora: Die Liquidität
Monefit ist für dich die richtige Wahl, wenn du nicht auf den unmittelbaren Zugriff auf dein Investment angewiesen bist und dein Geld eher mittel- bis langfristig arbeiten lassen möchtest. Gerade, wenn du im Alltag nicht auf ständige Liquidität angewiesen bist, kann sich dieses Modell durchaus für dich lohnen und bietet im Gegenzug attraktivere Zinsen.
Denn: Eine Sofortauszahlung bis zu 1.000 € pro Monat ist über den SmartSaver möglich. Diese kleineren Beträge stehen dir demnach unmittelbar zur Verfügung, was für viele Anleger bereits ausreichend ist.
Sobald du allerdings größere Beträge auszahlen lassen möchtest, musst du dich etwas gedulden. Jeder Transfer über 1.000 € kann nach wie vor bis zu 10 Werktage dauern. Das ist für mich der größte Nachteil gegenüber Go & Grow, wo der gesamte Betrag innerhalb von Sekunden auf deinem Konto landet.
Diese eingeschränkte Liquidität bedeutet, dass Monefit sich weniger als kurzfristiger Parkplatz für dein Geld eignet, sondern vielmehr für den langfristigen Vermögensaufbau verwendet werden sollte.
Wenn du also bereit bist, auf maximale Flexibilität zu verzichten, dafür aber eine höhere Rendite in Kauf zu nehmen, dann ist Monefit die bessere Wahl für dein Portfolio.
Vergleich 3 Monefit vs. Bondora: Die Features
Für alle, die größeren Wert auf eine personalisierte Plattform setzen, ist Monefit die attraktivere Wahl.
Monefit ist dem Wunsch der Anleger, dass ihr passives Einkommen steigt, nachgekommen und hat dieses Feature für seinen SmartSaver eingerichtet. Dabei werden die Zinsen monatlich auf das Girokonto überwiesen.
Dieses Feature kann insbesondere für jene Anleger interessant sein, die, wie ich, verschiedene Vaults, also festverzinsliche Produkte, nutzen.

Darüber hinaus kann das Wunschdatum angegeben werden, zu dem man das Geld haben möchte – und je länger in der Zukunft die Auszahlung liegt, desto höher fallen hier auch die Zinsen aus.
Konkret bedeutet das für Anleger: Wer sein Kapital über die Vault-Funktion mit einer Laufzeit von 24 Monaten anlegt, kann sogar bis zu 10,5 % Zinsen pro Jahr verdienen.

Bondora bzw. Go & Grow hat sich bezüglich ihrer Features in den vergangenen Jahren etwas weniger weiterentwickelt, vor Kurzem aber dennoch eine spannende Neuigkeit veröffentlicht: Das Ziele-Feature.
Mit dem Ziele-Feature können Anleger ihr Geld besser strukturieren und gezielt aufbauen. Konkret ermöglicht es, Sparziele festzulegen, diese individuell zu benennen und den Fortschritt jederzeit mitzuverfolgen.
Das Guthaben erzielt dabei nach wie vor die maximale Rendite von 6 % pro Jahr, unabhängig davon, wie viele Ziele angelegt werden.


Ausblick: Wie finanzieren sich die Plattformen heute und in Zukunft?
Im Februar dieses Jahres lag das Kreditvolumen bei Bondora unter den neuen Investitionen der Anleger. Auch im März war dies der Fall. Hier zeichnet sich also ein erster Trend ab, der zeigt, dass Bondora aktuell auf zu viel Geld sitzt.
Darüber hinaus befindet sich Bondora aktuell im Prozess der Banklizenzvergabe. Bei erfolgreicher Vergabe kann sich Bondora zukünftig deutlich günstiger refinanzieren als bisher, wodurch die Rendite und Zinsen für Go & Grow Anleger danach mit hoher Wahrscheinlichkeit sinken werden. So lautet zumindest meine Einschätzung.
Die Creditstar Gruppe und damit auch ihre Finanzierungsplattform Monefit befinden sich aktuell nicht auf dem Weg, eine Bank zu werden. Damit wird die Plattform ihren Anlegern auch weiterhin höhere Zinsen zahlen müssen, um attraktiv zu bleiben.
Während sich Bondora also durch seine angestrebte Banklizenz eher in ein Umfeld niedrigerer Refinanzierungskosten bewegt, muss Monefit im aktuellen Zinsumfeld eher aggressiv bleiben und weiterhin höhere Rendite und Zinsen anbieten, um auch künftig Kapital anzuziehen. Zinsjägern wie uns spielt das natürlich in die Karten.
Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Monefit vs. Bondora ist die Tatsache, dass sich die Muttergesellschaft von Monefit, Creditstar, über Anleihen finanziert. Diese werden an der NASDAQ Baltic gehandelt, wie die folgende Abbildung zeigt. Bondora hingegen finanziert sich vor allem noch über die eigene Plattform Go & Grow.


Über ihre Anleihen konnte sich Creditstar im vergangenen Jahr 46 Mio. € sichern. Dazu zählen Finanzierungsquellen wie die private Kreditplattform Kilde aus Singapur. Ich schätze allerdings, dass Monefit mit ihren 7,5 % Zinsen die günstigste Finanzierungsquelle ist.

Was steckt wirklich hinter dem Rebranding von Bondora?
Bondora hat vor Kurzem ein Rebranding hingelegt und Go & Grow zur eigenständigen Marke gemacht.
Die Änderungen für Anleger sind auf den ersten Blick zwar nicht sehr groß, die Funktionsweise ist im Großen und Ganzen gleich geblieben, aber meiner Meinung nach hat dieser strategische Schritt tiefere Beweggründe, über die heute noch nicht gesprochen wird.

Für Anleger dürfte bereits jetzt klar sein, dass die Finanzierungen durch Anleger auf Go & Grow vom restlichen Kreditportfolio auf Bondora sowie einer potenziellen Banklizenz klar getrennt werden sollen. Bondora zieht hier eine klare Mauer, die beide Sparten nochmals schärfer trennt, als dies zuvor der Fall war.
Ob ein Investment auf Bondora für dich als Anleger durch diese Maßnahme nach wie vor attraktiv ist oder Monefit jetzt die bessere Wahl ist, sehen wir uns nun im Detail an.
Ist Monefit die bessere Bondora Alternative?
Für mich ist Monefit momentan die bessere Bondora Alternative. Ich werde wie auch bisher neues Geld in Monefit investieren. Go & Grow hat definitiv auch seine Vorteile, vor allem was die Auszahlung angeht, aber für mich hat Monefit in den letzten Jahren stark aufgeholt.
Aus diesem Grund habe ich neben meinem Aktien Sparplan auch meinen 500 € Sparplan bei Monefit laufen, der am 2. jedes Monats ausgeführt wird.

Sobald Go & Grow Anzeichen machen sollte, dass die Zinsen in Zukunft sinken werden, werde ich sicherlich den Großteil meines Investments abziehen.
Wie viel es dann genau sein wird, weiß ich nicht, da dies natürlich immer vom Zins abhängt, aber 6 % sind für mich ehrlicherweise schon das untere Limit für das Risiko, das man bei Konsumkrediten eingeht.
Denn auch wenn Bondora eine Banklizenz bekommen sollte, so wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Einlagensicherung für die Go & Grow Investments geben.
Falls doch, korrigiere ich meine Aussage gerne, aber 6 % UND eine Einlagensicherung, das haben wir bislang noch nirgends gesehen.
Für wen lohnt sich Monefit nicht?
Für welche Anleger sich der Wechsel von Go & Grow zu Monefit nicht lohnt, lässt sich rasch zusammenfassen. Wenn dein Fokus verstärkt auf Sicherheit liegt statt auf Rendite, ist Go & Grow vermutlich die bessere Option für dich.
Dazu kommt das Alter der beiden Plattformen. Bondora wurde bereits 2008 gegründet und kann sich somit auf eine lange Historie und einen großen Pool an Erfahrungswerten stützen.
Demnach hat die Plattform auch Krisen wie die Coronapandemie gut überstanden, was bei anderen Plattformen nicht der Fall war. Monefit wurde hingegen erst 2023 gegründet und ist demnach vergleichsweise jung.
| Kriterium | Monefit (Credistar) | Go & Grow |
| Corona-Krise 2020 | Rückzahlungen weitgehend eingehalten, teils verzögert | Zinserträge stabil, Auszahlungen meist nach wenigen Tagen |
| Krisenmanagement | Flexible Anpassungen bei Risiko & Kreditvergabe | Bewährte Systeme, kaum Einschränkungen |
| Erfahrung | Profitierte von starker Konzernstruktur (Creditstar) | Schon 2008 krisenerprobt und zuverlässig |
| Verlässlichkeit | Gut, aber abhängig von Creditstar | Sehr hoch, dank breiter Streuung und Systemerfahrung |
Dennoch muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass Monefit in diesem Zeitraum auf eine vergleichbare Größe des Kreditportfolios herangewachsen ist und vermutlich auch auf eine ähnliche Profitabilität. Das wird sich mit den kommenden Jahresabschlüssen aber nochmals klarer sagen lassen.
Der aktuell noch unauditierte Jahresabschluss von Creditstar weist folgende Daten auf:
- 110,9 Mio. € Zinserträge
- 15,3 Mio. € Nettogewinn
- 547,0 Mio. € Gesamtvermögen
- Über 1,53 Mio. registrierte Nutzer von Kreditprodukten


Fazit: Monefit kann sich für bestimmte Anleger durchaus lohnen
Ich investiere seit Anfang an in Monefit und Go & Grow. Mit beiden Plattformen habe ich gute Erfahrungen gemacht, aber meine Monefit Erfahrungen fallen über die Jahre hinweg immer positiver aus. Das liegt vor allem an den deutlich attraktiveren Zinsen, die Anleger hier bekommen – bei Monefit sind es 7,5 % statt nur 6 % auf Go & Grow.
Zudem besteht eine gute Möglichkeit, dass die Zinsen auf Go & Grow in naher Zukunft weiter sinken werden. Darüber hinaus überzeugen mich die individuellen Features bei Monefit. Das zeigt, dass die Plattform laufend an der Verbesserung ihrer Produkte arbeitet, was mich als Investor freut. Wer im Notfall auf sein gesamtes Geld zugreifen muss, für den ist Go & Grow die bessere Wahl. Wer mehr Zinsen verdienen möchte, ist mit Monefit besser beraten
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