Die besten Tagesgeld Alternativen 2026: Schluss mit Mini-Zinsen


Immer mehr alternative Anlageformen bieten Anlegern die Möglichkeit, Zinserträge von 2,0 % bis zu 10,52 % zu erzielen. Viele dieser Angebote zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus und werden daher häufig als Tagesgeld Alternativen bezeichnet. Oft ist ein Einstieg bereits mit kleinen Beträgen möglich, während das investierte Kapital je nach Anbieter kurzfristig wieder verfügbar sein kann.
Ich selbst habe rund 30.000 € in verschiedene alternative Anlageformen investiert und erhalte daraus monatlich knapp 200 € an Zinsen. Im heutigen Beitrag betrachten wir die Stärken und Schwächen dieser alternativen Investments und erklären, worauf Anleger achten sollten, wenn sie mehr aus ihrem Geld machen möchten.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Zinsen beim klassischen Tagesgeldkonto werden oftmals von der Inflation wieder aufgefressen.
- Tagesgeld Alternativen bieten wesentlich attraktivere Zinsen, sind aber auch mit einem höheren Risiko verbunden.
- Geldmarktfonds bieten eine konservative Anlagemöglichkeit mit einer jährlichen Verzinsung von bis zu 2,7 %.
- Bei alternativen Anlageplattformen haben renditeorientierte Anleger die Möglichkeit, Zinserträge von bis zu 10,52 % pro Jahr zu erzielen.
Tagesgeld Alternativen 1: Mit P2P-Krediten bis zu 10,52 % Zinsen
Das klassische Tagesgeld mit 2 % Zinsen hat ausgedient. Zumindest für alle Anleger, die mehr aus ihrem Geld machen wollen. Deshalb bin auch ich in alternativen Plattformen investiert, die mir jährlich attraktive Zinsen von bis zu 10,52 % einbringen.
Ich nutze aktuell P2P-Plattformen als Tagesgeld-Ersatz. In diesen bin ich mit rund 30.000 € investiert und habe damit in der ersten Jahreshälfte über 1.000 € an Zinsen erhalten.
Darüber hinaus habe ich bei vielen Plattformen die Möglichkeit, wie auch beim klassischen Tagesgeld, jederzeit an mein Geld zu gelangen. Ich gehe dabei ein höheres Risiko ein, genieße aber eine ähnlich hohe Flexibilität und erhalte deutlich höhere Zinsen.
Das Wichtigste über P2P-Kredite:
- P2P (Peer-to-Peer)-Kredite sind Darlehen, bei denen private oder institutionelle Anleger über eine Onlineplattform Geld an Kreditnehmer verleihen. Im Gegenzug erhalten die Anleger Zinsen auf ihr investiertes Kapital.
- Das funktioniert so: Ein Kreditnehmer beantragt einen Kredit.
- Ein Kreditgeber oder ein Kreditunternehmen finanziert diesen Kredit.
- Die Forderung wird über eine P2P-Plattform ganz oder teilweise an Anleger weitergegeben.
- Anleger erhalten regelmäßige Zinszahlungen, solange der Kredit ordnungsgemäß zurückgezahlt wird.
- Je nach Produkt und Plattform erhalten Anleger oft zwischen 6 % und 10 % Zinsen pro Jahr.
Gut zu wissen:
P2P-Plattformen unterscheiden sich vom klassischen Tagesgeld. Es handelt sich nicht um Bankeinlagen, sondern um Unternehmens- bzw. Kreditinvestments ohne gesetzliche Einlagensicherung.
Sehen wir uns nun die P2P-Kredite-Plattformen an, die sich als gute Alternative zum klassischen Tagesgeld eignen und mit denen Anleger Zinsen zwischen 6 % und 10,52 % pro Jahr erzielen können.
So kannst du selbst entscheiden, ob du weiterhin beim klassischen Tagesgeld bleiben oder aber auf Anlageformen setzen möchtest, bei denen deine Rendite nicht von der Inflation aufgefressen wird.
Plattform 1: Go & Grow mit bis zu 6 % Zinsen
Go & Grow ist die P2P-Plattform der Muttergesellschaft Bondora, die seit 2008 am Markt ist und seit 2016 von der estnischen Finanzaufsicht als Kreditgeber reguliert ist. Mit über 500.000 Investoren und einem finanzierten Kreditevolumen von rund 697 Mio. € 2025 zählt Go & Grow zu den absoluten Platzhirschen in Europa.

Das Zinsmodell bei Go & Grow unterscheidet sich zu vielen anderen Plattformen. Hier erhalten Anleger einen fixen Zinssatz in Höhe von 6 % jährlich und haben keine Möglichkeit, mehr Zinsen bei einer längeren Laufzeit zu erzielen.

Anleger können jedoch bereits ab 1 € mit dem Investieren beginnen, was vor allem für Einsteiger einen großen Pluspunkt darstellt. Auch beim maximalen Investment gibt es bei Go & Grow kein Limit.
Die Auszahlung bei Go & Grow erfolgt täglich, allerdings gibt es hier kein automatisches Auszahlungs-Feature wie bei den Konkurrenzplattformen Modena oder dem SmartSaver von Monefit.
Hinsichtlich der Verfügbarkeit des Geldes punktet Go & Grow gegenüber der Konkurrenz: Anleger erhalten maximale Flexibilität und können täglich ihr gesamtes Geld abheben. Das kann schon mal nützlich sein, wenn man z.B. in Notfällen schnell auf sein Geld zugreifen muss.
Die Versteuerung läuft bei den meisten P2P-Plattformen regulär. Das bedeutet, du musst deine Erträge selbst in der Steuererklärung angeben. Das ist allerdings sehr einfach und mit nur wenigen Klicks erledigt. Du lädst dir dazu einfach das vorhandene PDF herunter und überträgst die Erträge – das war’s.
Auch Go & Grow stellt dir die steuerlich relevanten Dokumente zur Verfügung. Der Unterschied: Hier wird automatisch alternativ besteuert. Das bedeutet erst bei tatsächlicher Auszahlung der Zinsen auf dein Konto und nicht bei jeder Zinsgutschrift auf der Plattform. Dadurch kann die Steuerlast ggf. etwas sinken.

Plattform 2: TWINO FLEXI mit bis zu 6 % Zinsen
Die Plattform TWINO FLEXI ist ebenfalls mit fixen 6 % aktuell am Markt und das ist auch hier das Maximum, das Anleger verdienen können. Der polnische Kreditgeber von TWINO verfügt über einen geprüften Jahresabschluss und hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von umgerechnet rund 7,8 Mio. € erzielt.

Allerdings muss ich sagen, dass mir die 6 % bei TWINO in meinen Augen etwas zu wenig sind, da die Plattform deutlich jünger ist als der Platzhirsch Go & Grow und sich demnach erst beweisen muss.
Das Mindestinvestment beträgt 10 €. Wer das Investmentlimit herausfinden möchte, muss etwas graben und auf Seite 7 des Prospekts schauen. Dort steht, dass ein Anleger maximal 10.000 Anteile besitzen darf. Und da ein Anteil einen Nennwert von 5.000 € hat, liegt das maximale Investment bei FLEXI bei 5 Mio. €.

Anleger können sich auch hier ihre Zinsen täglich auszahlen lassen, doch wie bei Go & Grow gibt es auch hier keine erweiterten Features.
TWINO FLEXI ist die einzige Plattform, die von der lettischen Zentralbank reguliert wird. Diese begrenzt die Plattform aktuell allerdings hinsichtlich des Gesamtvolumens, denn das Unternehmen darf forderungsbesicherte Wertpapiere im Gesamtvolumen von maximal 10 Mio. € ausgeben.
Gut zu wissen:
Trotz Regulierung gibt es bei keiner der Plattformen eine Einlagensicherung – im Vergleich zum klassischen Tagesgeld. Anleger tragen somit immer auch das Risiko eines Verlusts ihres Geldes.

Plattform 3: Modena mit bis zu 9,5 % Zinsen
Der estnische Anbieter Modena Capital ist eine noch recht junge Plattform mit aktuell rund 2.500 Nutzern und Gesamtinvestitionen von über 14 Mio. €. Das Unternehmen wird von der Finanzaufsicht Estlands überwacht.

Modena führt auf seiner Plattform keine verbindliche, sondern nur eine Zielrendite an. Beim flexiblen Produkt “Dynamic Vault“ sind das mehr als 7,9 % bei täglicher Verfügbarkeit. Das “Growth Vault” mit einer Bindung von 12 Monaten zielt sogar auf eine Rendite von über 9,5 % pro Jahr ab.
Investiert werden kann hier erst ab einem Betrag von 50 €, was im Vergleich zu anderen Plattformen auf der höheren Seite ist. Allerdings gibt es kein Limit, was das maximale Investment anbelangt. Anleger genießen diesbezüglich also volle Freiheit.
Die Auszahlung bei Modena erfolgt über den Auto-Payout. Ein einzigartiges Auszahlungs-Feature, das ich so bei noch keiner anderen Plattform gesehen habe. Darüber können Anleger individuell festlegen, wie hoch der Zinssatz sein soll, der automatisch am Monatsanfang auf das Konto überwiesen werden soll.

Hinsichtlich der Verfügbarkeit steht Modena für mich wesentlich schlechter als die anderen Plattformen da. Eine Abhebung muss hier mit einer Frist von 31 Tagen angekündigt werden, wenn man sein Geld vollständig ausbezahlt haben möchte. Wer bereits vor Ablauf der 31 Tage auf sein Geld zugreifen möchte, kann einen Zinsabschlag in Kauf nehmen.
Wie auch die anderen Plattformen verfügt Modena über einen geprüften Jahresabschluss. Allerdings fehlt die englische Übersetzung, die für die meisten Anleger durchaus wichtig ist, um die Kennzahlen und Co. zu verstehen.
Die Profitabilität des Unternehmens ist im Vergleich zu allen anderen am schwächsten: Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Modena gerade einmal 230.000 €.

Aus Sicht der Profitabilität sind Go & Grow, Monefit SmartSaver und TWINO FLEXI in meinen Augen die wesentlich stabilere Wahl für Anleger. Dennoch investiere ich auch in Modena – mehr dazu weiter unten.

Plattform 4: Monefit SmartSaver mit bis zu 10,52 % Zinsen
Bei Monefit SmartSaver erhalten Anleger 7,5 % bei flexibler Anlage und bis zu 10,52 % pro Jahr, wenn sie ihr Geld für 12 bis 24 Monate in einem Vault anlegen. Ich erhalte aktuell zwischen 9,9 % und 10,52 %. Auf mein Portfolio gehen wir weiter unten nochmals genauer ein.

Das Mindestinvestment beim SmartSaver beträgt 10 € und bewegt sich damit im Mittelfeld im Plattformvergleich. Das maximale Investment liegt mit 500.000 € auf einem sehr hohen Niveau.
Die Auszahlungen aus dem flexiblen Produkt erfolgen täglich, während sie bei den fest verzinsten Vaults einmal am Monatsanfang stattfinden. Auch hier kann man sich das “Passive Einkommen“ mit nur einem Klick auf das Konto gebührenfrei auszahlen lassen (bei Überweisungen direkt auf die Karte fallen 1 % an.)

Die Plattform zahlt Anlegern ihr Geld zuverlässig innerhalb von 10 Werktagen auf das Bankkonto aus. Seit einiger Zeit können zusätzlich jeden Monat bis zu 1.000 € sofort abgehoben werden.
Im Hinblick auf die Profitabilität der Plattform führt Monefits Muttergesellschaft, die Creditstar Group, klar das Rennen an. Aus dem geprüften Jahresabschluss 2025 geht ein Rekordgewinn von 13,5 Mio. € hervor.

Tagesgeld Alternativen 2: Mit Geldmarktfonds bis zu 2,7 % Zinsen
Ein Geldmarktfonds ist ein Investmentfonds, der in sogenannte Geldmarktwerte investiert. Diese Werte sind in der Regel sehr kurzfristig und gelten als relativ sicher. Der Fokus liegt auf Tages- oder Termingelder, Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen mit Laufzeiten von wenigen Tagen bis maximal einem Jahr.
Das Ziel des Fonds ist es, möglichst stabil und liquide zu sein, was bedeutet, dass das Geld fast jederzeit verfügbar ist und die Wertentwicklung konstant bleibt. Die Rendite orientiert sich am aktuellen Zinsniveau des Geldmarkts.
Was bieten dir Geldmarktfonds?
- Sicherheit: Geldmarktfonds sind risikoarm, bieten jedoch keine Einlagensicherung wie Tagesgeld.
- Liquidität: Anteile können jederzeit ganz unkompliziert verkauft werden.
- Regulierung: EU-Vorgaben sorgen dafür, dass die Fonds krisenfest sind und nur in Anlagen mit kurzer Laufzeit investieren.
- Rendite: Die jährlichen Zinsen liegen üblicherweise zwischen 2,0 % und 2,7 %, abhängig vom Zinsniveau im Euroraum.
- Favoriten: Viele Anleger entscheiden sich für Geldmarktnahe ETFs, wie zum Beispiel Fidelity Institutional Liquidity Fund (ISIN: IE000AZVL3K0) oder Xtrackers Overnight (ISIN: LU0290358497).
- Verwendung: Ideal, um Geld kurzfristig im Depot zu parken, wenn die Tagesgeldzinsen nicht ausreichen.
Geldmarktfonds 1: Fidelity Institutional Liquidity Fund
Der Fidelity Institutional Liquidity Fund (ISIN: IE000AZVL3K0) ist ein Geldmarktfonds, der ausschließlich in kurzfristige, hochwertige Geldmarktinstrumente investiert und Anlegern seit 2023 eine konservative Tagesgeld Alternative mit täglicher Verfügbarkeit bietet.

Der Fonds verfolgt das Ziel, die Gelder möglichst stabil anzulegen und eine Rendite in Höhe des aktuellen Geldmarktzinsniveaus zu erwirtschaften.
Durch seine breite Streuung über verschiedene Emittenten eignet sich dieser Fonds besonders für Anleger, die ein geringes Risiko eingehen möchten, aber dennoch nach einer attraktiven Alternative zum klassischen Tagesgeld Ausschau halten.
Geldmarktfonds 2: Xtrackers Overnight
Der Xtrackers Overnight (ISIN: LU0290358497) ist ein ETF, der die Entwicklung des Euro-Übernachtzinssatzes (€STR) nachbildet und sich als flexible, börsengehandelte Alternative zum klassischen Tagesgeld eignet.

Im Gegensatz zu einem klassischen Geldmarktfonds wird der ETF börsentäglich gehandelt, wodurch Kauf und Verkauf während der Handelszeiten jederzeit möglich sind.
Aufgrund seiner transparenten Struktur, der hohen Liquidität und der geringen Kosten gilt er für viele Anleger, die ihr Geld kurzfristig verzinsen wollen, als eine attraktive Alternative zum Tagesgeld.

Anlagen sind stets mit dem Risiko eines Verlusts verbunden. Die WELCOME-Aktion unterliegt
den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die Geschenkaktien werden nach dem Zufallsprinzip aus einer Auswahl teilnahmeberechtigter Aktien zugeteilt, wobei Aktien mit höherem Wert seltener vergeben werden.
Meine Tagesgeld Alternativen: So investiere ich
Bei allen 4 Tagesgeld Alternativen bin ich selbst auch investiert. Allerdings mit deutlich unterschiedlichen Beträgen. Mit diesen erhalte ich aktuell monatliche Zinsen von knapp 1.000 €.
Beginnen wir mit meinem frischesten Investment auf einer der jüngsten Plattformen: Modena.
Hier habe ich erst im Juli 2026 mit dem Investieren begonnen. Die Plattform ist noch relativ neu für mich, weshalb ich mich auch mit meinem Investment erstmal vorsichtig herantasten werde. Mein Portfolio beträgt aktuell 530 €.

Was mir bei Modena gefällt, ist das Konzept der variablen Rendite im flexiblen “Dynamic Vault“-Produkt. Insbesondere das Auto-Payout-Feature, mit dem ich festlegen kann, wie hoch der Zinssatz sein soll, der automatisch am Monatsanfang auf mein Konto überwiesen werden soll.

Meine Position bei Monefit SmartSaver ist merklich größer. Hier bin ich bereits seit mehreren Jahren dabei und habe in diesem Zeitraum mein Portfolio auf knapp 15.000 € ausgebaut – mein bisher größtes Investment.

Ich bin sehr überzeugt von Monefit. Ich kenne sowohl das Produkt als auch das Unternehmen und seine Leute dahinter sehr gut und glaube, dass Monefit das absolut wachstumsstärkste Anlageprodukt innerhalb der Branche war.
Ich gehe davon aus, dass sich der Erfolgskurs von Monefit fortsetzen wird und deshalb werde ich in Zukunft mein Portfolio noch weiter ausbauen. Die Muttergesellschaft Creditstar ist am profitabelsten und deshalb bleibt Monefit mein klarer Favorit.

Auch bei Go & Grow bin ich mittlerweile sehr stark investiert. Mein Portfolio beläuft sich aktuell auf knapp 13.000 €. Hier bin ich ebenfalls seit Anfang an mit dabei – genauer gesagt seit Markteintritt 2018. Für mich ist es sehr schön zu sehen, wie sich mein Portfolio in dieser Zeit entwickeln konnte.

Der für mich größte Vorteil bei Go & Grow ist die hohe Zuverlässigkeit, die man als Anleger hier erhält. Ich habe mein Geld bislang immer verlässlich und in kürzester Zeit auf mein Konto ausbezahlt bekommen.

Bei TWINO selbst bin ich ebenfalls schon seit längerer Zeit investiert und war hier immer mit rund 2.000 € mit dabei. Etwas über 400 € habe ich nun zusätzlich investiert, um auch das FLEXI Produkt zu testen und damit Erfahrungen zu sammeln.


Alternativen zum klassischen Tagesgeld: Dein Geld verdient mehr
Die folgende Grafik zeigt dir auf einen Blick, wie sich ein Invest von 10.000 € bei 2 % und 5 % pro Jahr entwickelt. Wenn wir uns den Endwert bei einer Rendite von 2 % nach 30 Jahren anschauen, kommen wir auf 18.136 €. Bei einer erwarteten Rendite von 5 % nach 30 Jahren liegt der Endwert bei 43.219 €. Deine Investition in eine Tagesgeld Alternative hätte sich rückblickend deutlich mehr gelohnt!

Vergleich 2 % vs 5 % Rendite bei 10.000 € Investition über 30 Jahre (vor Steuern)
So stark hat dein Geld in den letzten Jahren an Wert verloren
Wer einen Blick auf die Entwicklung der Inflationsraten in Deutschland wirft, sieht schnell das Dilemma für Sparer:
- Im Jahr 2025 liegt die Inflation bei rund 2,1 %
- Im Vorjahr waren es sogar 2,2 %
- Wer sich die Jahre 2022 und 2023 anschaut, wird noch mehr enttäuscht sein, denn damals kletterten die Werte auf fast 7 %
Die folgende Grafik zeigt den Leitzins der letzten 15 Jahre und macht diese Enttäuschung deutlich: Nur eine kurze “Spitze” hat akzeptable Zinsen gebracht. Dieses Zeitfenster war jedoch im Nu wieder verschwunden.

Wenn Banken aktuell nur etwa 2 % Zinsen auf dein Tagesgeldkonto zahlen, machst du einen sehr schlechten Deal. Im Ergebnis verliert dein Geld Jahr für Jahr an Kaufkraft. Das bedeutet: Über längere Zeiträume sind deine Ersparnisse trotz Zinsgutschrift real immer weniger wert. Eine echte Strategie für Vermögensaufbau sieht anders aus.
Die folgende Tabelle zeigt die Inflationsrate der letzten 10 Jahre in Deutschland. Wenn du diese Zahlen mit dem jeweiligen Leitzins vergleichst, wirst du dir bessere Alternativen zum Tagesgeld wünschen.
| Jahr | Inflationsrate (gerundet) |
| 2025* | 2,1 % |
| 2024 | 2,2 % |
| 2023 | 5,9 % |
| 2022 | 6,9 % |
| 2021 | 3,1 % |
| 2020 | 0,5 % |
| 2019 | 1,4 % |
| 2018 | 1,8 % |
| 2017 | 1,5 % |
| 2016 | 0,5 % |
Mehr dazu, wie die Geldentwertung funktioniert und warum sie so gefährlich ist, erfährst du auch in dem Beitrag “Inflation erklärt”!
Fazit: P2P-Plattformen als Alternativen zum Tagesgeld lohnen sich!
P2P-Plattformen werden mittlerweile von vielen Anlegern als Tagesgeld Alternativen bezeichnet und das zu gutem Grund. Denn die Funktionalitäten der Plattformen sind oftmals gut mit dem klassischen Tagesgeld vergleichbar, nur können Anleger bei diesen Alternativen wesentlich attraktivere Zinsen erzielen.
Dennoch hat jede Plattform ihre eigenen Vor- und Nachteile, die für unterschiedliche Anlegertypen relevant sein können. So punktet Go & Grow mit hoher Flexibilität bei der Auszahlung, während die Muttergesellschaft hinter Monefit 2025 die höchste Profitabilität aufweisen kann und sich auf Wachstumskurs befindet.
Die noch junge Plattform Modena hat einige interessante Features bei der Auszahlung, während TWINO FLEXI hinsichtlich der Regulierung stark punkten kann. Welche Plattform die richtige ist, hängt stark von den individuellen Vorlieben ab.
Für Anleger, die höhere Renditechancen suchen und bereit sind, dafür ein höheres Risiko einzugehen, können all diese Plattformen eine interessante Alternative zum klassischen Tagesgeld sein. Hier geht es zum ausführlichen Erfahrungsbericht der beiden Platzhirsche Monefit vs. Bondora.


