Bondora Go & Grow senkt die Rendite: Das sieht schlecht für dich aus

Bondora Go & Grow senkt die Rendite: Das sieht schlecht für dich aus

Bondora hat ein großes Problem. Bondora Go & Grow senkt die Rendite für ihre Anleger, obwohl in Zeiten wie diesen die Zinsen steigen. Wieso Bondora seine Zinsen senkt, was das für Anleger bedeutet und welche Alternativen es zu Bondora gibt, das erfährst du in diesem Artikel.

Darum geht’s:

  • Was ist mit den Zinsen für Bondora Go & Grow passiert?
  • Wie konnte es überhaupt zu dieser unerwarteten Zinsänderung kommen?
  • Welche Alternativen könnten für Anleger nun stattdessen infrage kommen?
  • Und wie wird es mit Bondora in Zukunft weiter gehen?

Bondora lässt eine Bombe platzen.

Während wir uns derzeit in einem Umfeld befinden, in dem die Zinsen steigen, überrascht Bondora seine Anleger und vor allem jene, die es noch werden wollen mit einer sehr unerfreulichen Nachricht. Denn: Seit 23. August sind die Zinsen für neue Investoren von Bondora Go & Grow gesunken – und zwar von ursprünglich 6,75 % auf 4 %. Ein deutlich unattraktiveres Zinsniveau.

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Für bestehende Anleger ändert sich vorerst nichts, doch auch das sind nicht gerade positive Nachrichten. Bedenkt man, dass wir uns aktuell in einem Marktumfeld befinden, in dem die Zinsen an allen Enden steigen, so sollten auch Anleger auf Bondora von steigenden Zinsen profitieren. Das ist jedoch nicht der Fall. Stattdessen stagnieren die Zinsen bei Bondora. 

Dementsprechend werden Investoren nicht für ihr Risiko entschädigt, das durch die aktuelle Zinswende entsteht. Andere Plattformen gehen hier anders vor und passen sich an die derzeitige Situation an. 

Die Frage, die sich vermutlich viele bestehende Anleger von Bondora Go & Grow derzeit stellen ist: „Wie lange bleiben meine 6,75 % Zinsen jetzt noch erhalten?“. Und diese Frage ist berechtigt. Es kann nämlich gut sein, dass die Zinsen im Allgemeinen herabgesetzt werden, sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen.

Bondora Go & Grow senkt die Rendite, wieso?

Dass die Zinsen bei Bondora Go & Grow gesunken sind, ist kein Zufall. Der Grund dafür liegt an der rasch wachsenden Anzahl an Investoren und dem vergleichsweise langsameren Wachstum des Kreditvolumens. So wurden im Dezember 2019, noch vor der Corona-Krise, insgesamt 16 Mio. € pro Monat über Bondora finanziert. 

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Im Juni 2021 waren es nur noch 11 Mio. €, die über die Plattform finanziert wurden – bereits deutlich weniger. 

Dieses Jahr, im Juni 2022, sind es 12 Mio. € und damit weiterhin viel zu wenig, um dasselbe Zinsniveau von 6,75 % auch für neue Investoren aufrechtzuhalten. 

Wir haben bei Bondora das Problem einer zu hohen Nachfrage auf ein zu geringes Angebot. Und der Grund, weshalb Angebot und Nachfrage aktuell nicht im Einklang stehen, liegt bei dem Unternehmen selbst. Denn Bondora hat den Fehler begangen und ist nicht expandiert als immer mehr Investoren auf die Plattform gekommen sind. Anscheinend haben sie vermehrt auf die Sicherheit der bestehenden Investoren gesetzt, doch diese vermeintliche Sicherheit stellt sich nun als Fehler heraus. 

Die Folge des aktuellen Dilemmas von sinkenden bzw. stagnierenden Zinsen: eine sinkende Nachfrage. Das macht sich auch in der Northern Finance Community bemerkbar. Hier erreichen mich immer mehr Kommentare von Anlegern, für die Bondora Go & Grow aktuell kein attraktives Investment mehr darstellt – völlig verständlich!

Auch für mich ist die aktuelle Entwicklung bei Bondora beunruhigend. 4 % Zinsen für das exakt gleiche Produkt, obwohl die Bauzinsen und Zinsen auf anderen P2P-Kredite-Plattformen steigen? 

Ich persönlich würde als Einsteiger hier nicht mehr investieren. Die Zinsen stehen einfach nicht mehr im Verhältnis zum höheren Risiko, das bei P2P-Krediten grundsätzlich eingegangen wird.

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Was mache ich mit meinen Investments auf Bondora?

Die stagnierenden Zinsen sind auch für mich als bestehender Anleger auf Bondora eine unattraktive Entwicklung. Aus diesem Grund werde auch ich vorerst nicht mehr auf der Plattform investieren

Stattdessen werde ich mir gut überlegen, ob ich mein Geld nicht lieber auf alternative Plattformen umschichte. Denn auch die 6,75 % Zinsen, die ich als bestehender Anleger noch erhalte, stehen für mich in keinem Verhältnis mehr zum Risiko. Man muss nämlich stets bedenken, dass wir uns zurzeit in einer hoch-inflationären Marktlage befinden. 

Für mich kommen zurzeit drei Alternativen infrage. Sehen wir uns einmal an, welche das sind. 

1. Alternative: Estateguru.

Auf Estateguru, der Plattform für Immobilien-Kredite, bekommen Anleger deutlich attraktivere Zinsen als es bei Bondora aktuell der Fall ist. Anleger, die hier etwas offensiver agieren, können hier durchaus 12-13 % Zinsen verdienen. Bei etwas konservativeren Anleger fallen die Zinsen etwas niedriger aus. 

100/100
Punkte

2. Alternative: Income Marketplace.

Die Plattform Income Marketplace lockt Investoren vor allem durch ihre innovativen Sicherheitsfeatures und ist für mich eine weitere attraktive Alternative zu Bondora. Auch hier können Anleger um die 12 % Zinsen verdienen, weshalb dieser P2P-Kredite-Anbieter vermutlich für den ein oder anderen infrage kommen kann. 

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3. Alternative: Swaper.

Anleger, die etwas offensiver investieren möchten, können das über die Plattform Swaper machen. Hier investieren Anleger in kurzfristige Konsumkredite mit einer Laufzeit von 30-60 Tagen. Wer hier investiert kann Zinsen von 14-16 % verdienen und somit das Zinsniveau bei Bondora kurzerhand verdrei- bzw. vierfachen!

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Punkte

Wie geht es nun weiter mit Bondora?

Meiner Meinung nach hat Bondora in der Vergangenheit nicht richtig gehandelt, weshalb es jetzt zu sinkenden bzw. stagnierenden Zinsen kommt. Laut Aussagen des Unternehmens soll die Senkung der Zinsen nur eine “vorübergehende Änderung” sein, um der Einführung neuer Kreditmärkte, Finanzprodukte und Zielgruppen Priorität einzuräumen.

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Blickt man jedoch in die Vergangenheit von Bondora, erkennt man, dass diese „vorübergehenden“ Änderungen meist nicht so vorübergehend sind wie angekündigt, sondern teilweise mehrere Jahre anhalten können. So war es bereits im Falle des Investitions-Limits, das 2020 auf 400 € gesenkt wurde und 2022 immer noch bei 400 € liegt.

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Sollten die geplanten Expansionen nicht so stattfinden, wie es derzeit geplant ist, könnte es auch dieses Mal zu einem längeren Anhalten des aktuellen Zinsniveaus von 4 % bzw. 6,75 % kommen. Anleger auf Bondora sollten sich daher gut überlegen, wie viel Vertrauen sie dem Anbieter für P2P-Kredite in dieser Hinsicht schenken möchten.

Fazit: Zu unattraktive Konditionen für weitere Investments. 

Bondora hat es verpasst, im richtigen Moment zu expandieren. Nun kann das Unternehmen seine bestehenden Anleger schlechter als die Konkurrenz bedienen und Neuanlegern wesentlich unattraktivere Konditionen bieten. Diesen Fehler seitens der Plattform werde ich als Anleger nicht hinnehmen und nach einer besseren Alternative suchen. Denn davon gibt es aktuell viele!  

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