ETF Tipps

ETF Tipps & Tricks – Richtig investieren lernen!

Diese Anlageklasse eignet sich hervorragend, um langfristig ein Vermögen aufzubauen und finanzielle Ziele zu erreichen. ETFs begeistern durch die Möglichkeit einer hohen Diversifikation, ihren geringen Kosten und der leichten Verständlichkeit. Sie eignen sich sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene. In diesem Artikel zeigen wir dir einige ETF Tipps, darunter, wie genau sie funktionieren und wie du das zu dir passende Wertpapier finden kannst!

Das Wichtigste in Kürze:

  • In diesem Artikel erfährst du, was genau ein ETF ist und wie dieser funktioniert
  • Darüber hinaus kannst du lernen, auf welche Aspekte du achten solltest, wenn du dir einen ETF heraussuchen möchtest: Dazu gehören Kennzahlen wie die Tracking Differenz, aber auch individuelle Aspekte wie die Sparplanfähigkeit eines Fonds
  • Der Artikel erhält einige Informationen zur steuerlichen Behandlung von ETFs und was du in diesem Bereich unbedingt wissen solltest
  • Zudem zeigen wir dir einige grundlegende ETF Tipps, damit du lernen kannst, erfolgreich zu investieren und Fehler zu vermeiden

Was ist ein ETF?

Bevor wir uns damit beschäftigen, wie du den passenden ETF auswählst, um deine finanziellen Ziele zu erreichen, zeigen wir dir, worum genau es sich handelt und wie die Anlageklasse funktioniert. Dieses Wissen ist entscheidend, um möglichen Risiken vorzubeugen.

Wie funktionieren ETFs?

ETFs oder Exchange Traded Funds sind Fonds. Ein Fond ist eine Art Sammelstelle, in die mehrere Investoren einbezahlen. Sie legen ihr Geld zusammen in einen gemeinsamen Topf. Dabei gibt es aktive oder passive Fonds. Ein aktiver Fonds wird von einem Fondsmanager verwaltet. 

  • Dieser hat die Aufgabe, das Geld gewinnbringend anzulegen und setzt es sich zum Ziel, die Rendite des Marktes zu schlagen
  • Diese Art von Fonds geht mit höheren Kosten einher, da der Fondsmanager bezahlt werden muss
  • In der Praxis gelingt es den wenigsten Fondsmanagern, dauerhaft die Marktrendite zu schlagen

Der Gegenpart ist ein passiver Fonds, zu diesem gehören auch ETFs. Hier steht die Zusammensetzung des Wertpapiers bereits fest. Ein solches Wertpapier orientiert sich an einem Index

Beispiel:

Ein Beispiel ist der S&P 500, der die 500 größten börsennotierten Unternehmen aus Amerika beinhaltet. Investiert ein Anleger in einen solchen Fonds, kann er mit nur einem Wertpapier gleichzeitig in die 500 größten amerikanischen Konzerne investieren. Dadurch, dass diese Fondsart keinen Manager benötigt, ist sie deutlich günstiger. 

Indexfonds haben die Aufgabe, ihren Index möglichst exakt abzubilden. Die Gewichtung im Fonds selbst orientiert sich daher genau an der Gewichtung des entsprechenden Index. Geht beispielsweise ein Unternehmen insolvent, rückt automatisch eines nach und die Zusammensetzung des Fonds ändert sich. 

Ein großer Vorteil dieser Indizes ist die hohe Transparenz. Als Anleger kannst du dir genau ansehen, worin dein Index investiert und welche Unternehmen vorhanden sind. Zudem schaffen sie es, ganze Märkte abzubilden, ohne dass ein Anleger sich die einzelnen Wertpapiere heraussuchen muss.

Doch in was genau investiert ein Fonds? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Fonds können beispielsweise in Rohstoffe, Aktien oder Anleihen investieren
  • ETFs aus Aktien sind besonders beliebt, da sie es ermöglichen, mit nur einem Wertpapier in Aktien mit attraktiven Renditechancen zu profitieren und durch die hohe Anzahl an enthaltenen Unternehmen die möglichen Risiken streuen können

Zudem werden diese Wertpapiere an der Börse gehandelt. Du kannst sie täglich zu den üblichen Öffnungszeiten an der Börse kaufen und verkaufen. Dazu benötigst du nur ein Depot bei einer Bank oder einem Onlinebroker. 

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Vorteile von ETFs

ETFs lassen sich vergleichsweise leicht zu Geld machen. Damit bleiben sie liquider. Sie sind an der Börse handelbar und lassen sich kaufen oder verkaufen zu den Öffnungszeiten der jeweiligen Börse. Herkömmliche Investmentfonds lassen sich oftmals nur einmal am Tag handeln. 

Die attraktiven Renditechancen sind besonders erwähnenswert. Aktien gehören zu den renditebringenden Geldanlagen und sind eine hervorragende Option, wenn du dir ein Vermögen aufbauen und finanzielle Ziele erreichen möchtest:

  • Herkömmliche Geldanlagen wie Bausparverträge oder Sparbücher bieten kaum Zinsen
  • Mit diesen Geldanlagen kann meist nicht einmal die Inflation ausgeglichen werden, wodurch der Wert deines Geldes langfristig sinkt
  • Aktien dagegen bieten dir die Chance, die Inflation auszugleichen und durch den Zinseszinseffekt langfristig Renditen zu erzielen und ein Vermögen aufzubauen

Diese Anlageart bietet zudem eine hohe Transparenz. Die Fonds basieren auf Indizes. Auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter kannst du dir demnach genau ansehen, was in deinem Wertpapier enthalten ist und worin du investierst. Das bietet Transparenz und dem Anleger die Möglichkeit, Überschneidungen und Klumpenrisiken zu vermeiden.

Es handelt sich um eine günstige Anlageart. ETFs gehören zu den passiven Fonds, benötigen demnach keinen Fondsmanager, der mit hohen Verwaltungskosten einhergeht. Bei einem aktiven Management kannst du mit Gebühren in Höhe von 1,5 bis 2 Prozent des Anlagevermögens rechnen. Bei passiven Fonds dagegen kannst du davon ausgehen, dass du ca. 0 bis unter einem Prozent an Kosten bezahlen musst.

Einer der wohl größten Vorteile von Fonds ist die Diversifikation oder Risikostreuung. Mit nur einem Wertpapier investierst du in eine große Anzahl an Unternehmen, teilweise mehrere Hundert oder über tausend. Dafür solltest du dir ein Wertpapier auswählen, das möglichst breit streut. 

Achtung:

Interessierst du dich für Indizes, die eine hohe Diversifikation ermöglichen und auf diese Weise das Risiko in deinem Portfolio senken können, könnte dich ein ETF auf den MSCI All Country-World oder auf den FTSE All-World interessieren. 

Auch die Möglichkeit einiger ETFs zur Sparplanfähigkeit ist ein besonderer Vorteil. Auf diese Weise wird es Anlegern, die weniger Geld zur Verfügung haben, ermöglicht, am Aktienmarkt teilzuhaben. Sie können monatlich automatisiert mit einer festen Summe an ihrem Vermögensaufbau arbeiten. 

  • Das funktioniert flexibel und benötigt kaum Aufwand
  • Einmal eingestellt, funktioniert das Investieren automatisch
  • Hast du in einem Monat weniger Geld zur Verfügung, kannst du den Sparplan problemlos pausieren oder verändern und auf diese Weise flexibel an deine finanzielle Situation anpassen

Darüber hinaus sind die Anlage und ihre Funktionsweise leicht verständlich. Sie eignet sich gut für Anfänger und ist nicht besonders komplex. Auch der Aufwand ist gering. Am Anfang muss Zeit investiert werden, damit der Anleger versteht, worin genau er investiert. 

Diese ETF Nachteile solltest du kennen

Alle an der Börse gehandelten Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Diese können phasenweise auch recht deutlich ausfallen. Du solltest dich darauf einstellen und dir darüber im Klaren sein, dass es Zeiten geben wird, in denen die Kurse schlecht sind, erst recht, wenn du auf einen langen Anlagehorizont abzielst.

  • Deshalb ist es zu empfehlen, dass du nur Geld investierst, das du in der nächsten Zeit nicht benötigen wirst
  • Darüber hinaus solltest du dir einen Notgroschen als finanzielles Polster aufbauen, damit du nicht gezwungen bist, Teile des investierten Geldes zu schlechten Kursen zu verkaufen

Eine Gefahr liegt in den Themen-ETFs. Solche ETFs investieren in besondere, aktuelle Themen. Es handelt sich oft um Innovationen mit Entwicklungspotenzial. Sie bieten besondere Renditechancen, sollte die Entwicklung positiv verlaufen. Allerdings ist es nie möglich, vorherzusagen, wie sich ein bestimmter Bereich entwickeln wird.

  • Damit ist das Problem verbunden, dass diese ETFs kaum diversifiziert sind
  • Oftmals enthalten sie nur eine geringe Anzahl an Firmen
  • Darüber hinaus investieren sie nur in eine Branche, was zeigt, dass alle enthaltenen Unternehmen betroffen sein können, sollte sich dieser Sektor schlechter entwickeln als vermutet

Nur fortgeschrittene Investoren mit viel Erfahrung, die bereits ein Weltportfolio aufgebaut haben und ausreichend diversifiziert sind, sollten sich mit dieser Art von ETF auseinandersetzen. Für Anfänger sind sie eher ungeeignet. 

ETF VorteileETF Nachteile
Chance auf attraktive RenditenThemen-ETFs sind kaum diversifiziert
Geringe Kosten (besonders im Vergleich zu aktiven Fonds)ETFs unterliegen Kursschwankungen
Hohe TransparenzKontrahentenrisiko bei Swaps
Leicht verständlich und gut umsetzbar (ohne hohen Aufwand)
Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet
Sparplan möglich
Hohe Diversifikationsmöglichkeiten senken das Risiko

ETF Tipp: So wählst du den Richtigen aus!

Bevor du dich für den richtigen ETF entscheiden kannst, benötigst du weiteres Wissen, wie bestimmte Kennzahlen oder unterschiedliche Arten dieser Wertpapiere. Hast du dir diese Kenntnisse angeeignet, steht deiner Wahl nichts mehr im Weg!

Physischer vs. synthetischer ETF

Diese Anlageklasse wird eingeteilt in zwei unterschiedliche Replikationsmethoden, eine physische und eine synthetische Replikation. Es geht darum, wie der Index abgebildet wird. 

Entscheidest du dich für die physische Replikation, werden die Wertpapiere, die im Index enthalten sind, tatsächlich von deinem Fonds gekauft. Somit wissen Anleger genau, worin ihr Wertpapier investiert und erhalten dadurch einen hohen Grad an Transparenz. Diese Replikationsmethode ist besonders leicht verständlich und übersichtlich.

Eine Variante davon ist das “optimized sampling”. Hierbei werden die großen Positionen des Index gekauft, die kleinen jedoch teilweise nicht. Das hängt damit zusammen, dass es recht teuer werden kann, wenn sogar sehr kleine Positionen gekauft werden. Stattdessen wird eine Vorauswahl getroffen und kleine Positionen müssen nicht unbedingt berücksichtigt werden.

Die Funktionsweise einer synthetischen Replikation oder eines Swaps ist komplexer. Aktien des entsprechenden Index werden nicht einfach aufgekauft. Stattdessen handelt es sich um eine Art Tauschgeschäft. Es folgt die Zusammenarbeit mit einem Swap-Kontrahenten. Dabei kann es sich um den Mutterkonzern des Anbieters deines Fonds handeln. 

  • Der Swap-Kontrahent sichert dem ETF die Rendite des entsprechenden Index, inklusive der ausgegebenen Dividenden, zu
  • Im Gegenzug erhält der Kontrahent eine Swap-Gebühr und die Rendite der Wertpapiere im Portfolio, welches als Sicherheit dient
  • Mit dieser Replikationsmethode geht das sogenannte Kontrahentenrisiko einher
Physisch vs. synthetisch

Ausschüttungsart

Bevor du dich für einen bestimmten ETF entscheidest, hast du eine weitere Wahl zu treffen. Diese Wahl betrifft die unterschiedlichen Arten, wie mit den Gewinnen, die du mit deinem Fonds machst, umgegangen wird. Grundsätzlich hast du hier die Möglichkeit zwischen einem ausschüttendem oder einem wiederanlegendem Wertpapier. Wo liegt der Unterschied?

  • Wenn Unternehmen Gewinne erzielen, können sie diese in Form von sogenannten Dividenden an ihre Aktionäre weitergeben
  • Das ist übrigens keine Pflicht
  • Unternehmen können Gewinne auch verwenden, um finanzielle Reserven zu bilden oder in weitere Projekte zu investieren

Wenn die Aktien in einem Fonds liegen, wie bei einem ETF, hast du als Anleger die Option, dir diese Dividenden auszahlen zu lassen. Das erfolgt in regelmäßigen Abständen, beispielsweise einmal jährlich. Diese Zahlungen bekommst du auf dein Konto überwiesen und kannst mit ihnen machen, was du möchtest. Hierbei handelt es sich um einen ausschüttenden ETF.

Alternativ kannst du dich für ein wiederanlegendes Wertpapier bzw. einen Thesaurierer entscheiden. Die Dividenden und Renditen werden hier wieder in deinen Fonds investiert. Das hat den Vorteil, dass der Gesamtbetrag, auf den Zinsen anfallen, sich zunehmend erhöht. Diese Variante eignet sich besonders für Anleger, die langfristig ein Vermögen aufbauen wollen.

Sparplan vs. Einmalanlage

Je nachdem, wie du investieren möchtest, solltest du auch bedenken, ob dein ETF sparplanfähig ist oder nicht. Möglicherweise stellst du dir die Frage, ob sich ein Sparplan oder eine Einmalanlage mehr lohnt.

Hast du bereits ein größeres Vermögen, kann sich eine Einmalanlage lohnen. Du investierst in diesem Fall dein gesamtes Vermögen. Der Vorteil ist, dass dein Geld früher beginnen kann, für dich zu arbeiten und Renditen zu erzielen. 

Auf diese Weise kannst du eine höhere Gesamtrendite erzählen, als wenn du dasselbe Vermögen aufteilen würdest und in Form von kleinen Beträgen investierst. Allerdings solltest du beachten, dass der Einstiegszeitpunkt in diesem Fall eine wichtige Rolle spielt. Kaufst du zu einem hohen Kurs, kann sich das negativ auf die Gesamtrendite auswirken. 

  • Legst du stattdessen in Form eines Sparplanes an, investierst du einen bestimmten Betrag wiederholt zu vorab festgelegten Zeiten, beispielsweise einmal monatlich, quartalsweise oder halbjährlich
  • Der Vorteil ist, dass sich diese Art des Investierens auch für Menschen eignet, die keine großen Summen zur Verfügung haben
  • Hier kann oftmals bereits ab einem Euro monatlich investiert werden

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Einstiegszeitpunkt keine Rolle spielt. Du stellst den Sparplan ein, die Abbuchung und Investition erfolgt anschließend automatisiert. Pro Monat wird der bestimmte Betrag investiert, die Anteile werden dabei zu unterschiedlichen Kursen gekauft.

Gut zu wissen:

Insgesamt nähert sich der Preis damit einem Durchschnittspreis an, was auch Cost Average Effekt genannt wird. Daher musst du dir bei dieser Art des Investierens keine Gedanken um den Einstiegszeitpunkt machen.

Während sich eine Einmalanlage also für Menschen lohnt, die bereits eine höhere Summe investieren können, richten sich Sparpläne eher an Menschen, die kontinuierlich ein Vermögen aufbauen wollen, mit geringen Investitionen. 

ETF Sparplan vs. Einmalanlage

Tracking Differenz

Grundsätzlich ist es das Ziel eines ETFs, den entsprechenden Index möglichst exakt nachzubilden. Das funktioniert allerdings nicht immer, es gibt verschiedene Aspekte, die die Nachbildung stören können, wie Dividenden oder Kosten. 

Trotzdem gibt es eine Möglichkeit, herauszufinden, wie gut ein ETF einen Index abbildet. Hierzu wird eine entsprechende Kennzahl verwendet, der Tracking Error bzw. die Tracking Differenz. Diese gibt an, wie gut der Fond seinen Index tatsächlich abbildet bzw. wie stark er abweicht. 

Diese Kennzahl ist bei allen Fonds angegeben, was für Anleger sehr nützlich ist und einen Vergleich zwischen den Wertpapieren erlaubt. Versuche, die Wertentwicklung deines Favoriten vor dem Kauf über verschiedene Zeitpunkte zu vergleichen, um dir einen genauen Überblick verschaffen zu können. 

Du solltest aber bedenken, dass auch eine sehr positive Tracking Differenz aus der Vergangenheit nicht gezwungenermaßen Informationen über die Abweichung in der Zukunft gibt

Fondsalter und Fondsvolumen

Das Alter des ETFs sollte durchaus eine Rolle spielen, wenn du dich für ein Wertpapier entscheiden möchtest. Bei vergleichsweise jungen Fonds, die erst kürzlich aufgelegt wurden, kannst du dir nicht sicher sein, ob dieser Fonds auch künftig weiter bestehen wird.

Es kann sein, dass der Fonds sich als unbeliebt bei den Anlegern herausstellt und nach einiger Zeit wieder geschlossen wird. Das kann ärgerlich sein, wenn du dir eine Strategie aufgebaut hast und dein Vermögen anschließend wieder umverteilen musst. 

  • Interessiert du dich für einen ETF, der bereits einige Jahre lang besteht, musst du dir eher keine Sorgen machen, wenn dieser bereits bei Anlegern beliebt ist
  • Es ist unwahrscheinlicher, dass solche Fonds bald schließen
  • Auch sind bisherige Daten zuverlässiger und du kannst dir einen guten Überblick verschaffen

Ein ähnliches Problem kannst du durch das Fondsvolumen erkennen. Daher sollte ein ETF mindestens ein Volumen von 100 Millionen Euro haben. Ab dieser Größe ist die Wahrscheinlichkeit, dass der ETF bald geschlossen wird, deutlich kleiner.

Sogenannte Themen-ETFs haben oft deutlich geringere Fondsvolumen. Interessiert du dich dennoch für einen solchen Fonds, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass die Möglichkeit einer Schließung besteht.

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Total Expense Ratio (TER)

Der Begriff Total Expense Ratio bezeichnet die laufenden Kosten oder Gesamtkostenquote eines ETFs. Dabei handelt es sich um den prozentualen Anteil, der in einem Jahr wegfällt, um laufende Kosten abzubezahlen. 

Diese werden automatisch von deinem Vermögen im Fonds abgezogen. Obwohl es sich bei dieser Anlageform generell um eine günstige Geldanlage handelt, solltest du die TER dennoch berücksichtigen.

Themen-ETFs fokussieren sich auf innovative Trends, die in Zukunft wichtiger werden könnten. Ein konkretes Beispiel ist ein ETF, der sich auf die Automobilbranche fokussiert. Diese Wertpapiere haben meist deutlich höhere TER-Kosten als Welt-ETFs, die versuchen, möglichst global zu diversifizieren und den internationalen Markt abzubilden.

Eine hohe Gesamtkostenquote kann sich dabei negativ auf deine Rendite auswirken. Gerade bei einem langen Anlagehorizont können hohe Kosten durchaus einen Unterschied machen, weshalb du darauf achten solltest, die Gebühren möglichst gering zu halten.

Fondsdomizil

ETFs unterscheiden sich darin, an welchem Ort sie aufgelegt wurden. Nicht alle Fonds aus anderen Ländern sind dabei in Deutschland zugelassen und an unseren Börsen handelbar. Dabei gibt es spezielle Regelungen. Ist ein Fonds in Europa auferlegt worden, kannst du das bereits im Namen erkennen, denn er erhält das Kürzel “UCITS”. 

UCITS steht für “Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities”. Im Deutschen gibt es den Begriff “gemeinsame Anlage in Wertpapiere” mit der Abkürzung OGAW. Es handelt sich hierbei um Regelungen, die den Anlegerschutz fördern und sicherstellen sollen. 

  • Der Großteil dieser ETFs wurde in Irland oder Luxemburg auferlegt
  • Das hat unter anderem mit steuerlichen Voraussetzungen zu tun, die in diesen Ländern besonders günstig sind
  • Diese können hier zahlreich investiert werden, auch deutsche Fonds kannst du finden

Andere Fonds, die nicht innerhalb von Europa auferlegt wurden, werden von vielen Börsen nicht angeboten. Auch hier sind steuerliche Komplikationen oftmals die Gründe. Sobald das Kürzel “UCITS” nicht vorhanden ist, handelt es sich um einen außereuropäischen Fonds.

Steuern

Vor dem Jahr 2018 war die Besteuerung von Fonds teilweise komplex, bis das neue Gesetz zur Investmentbesteuerung durchgesetzt wurde. Seitdem gilt für sämtliche Investmentfonds dieselbe Abgeltungssteuer. Hierbei sind das Fondsdomizil oder die Ertragsausschüttung deines ETFs nicht mehr wichtig. 

  • Die Abgeltungssteuer beträgt grundsätzlich 25 Prozent
  • Zusätzlich fallen der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer hinzu
  • Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent der Abgeltungssteuer
  • Die Kirchensteuer liegt normalerweise bei ca. 8 oder 9 Prozent der Abgeltungssteuer

Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Kaufkurs wird als Gewinn bezeichnet. Der Gewinn, den du machst, wenn du deinen Fonds gewinnbringend verkaufst, wird als Grundlage verwendet, um die Besteuerung zu berechnen. 

In Bezug auf die Steuer sollte auch die sogenannte Teilfreistellung beachtet werden. Dabei fällt die Steuer nicht in jeder Situation auf den gesamten Gewinn deines Fonds an. Wenn dieser zu einem bestimmten Teil Aktien beinhaltet, wird ein Teil nicht besteuert. Hast du einen Fonds, der in Rohstoffe oder Anleihen investiert, gelten diese Freibeträge nicht.

Aktienanteil in ProzentSteuerfreier Anteil in Prozent
über 5030
25 bis 5015
unter 250

Darüber hinaus ist es für dich wichtig, dass die Steuer automatisiert von deinem Broker oder deiner Bank abgeführt wird. Demnach musst du dich nicht selbst darum kümmern, dass die passenden Beträge berechnet und ausbezahlt werden. Es sei denn, du hast dein Depot im Ausland: Hier musst du deine Gewinne über die Steuererklärung versteuern lassen.

Zudem hast du die Möglichkeit, einen sogenannten Freistellungsauftrag einzurichten. Mit dem Sparerpauschbetrag können jährlich bis zu 1.000 Euro für eine alleinstehende Person an Kapitalerträgen steuerfrei bleiben, bei Paaren sind es 2.000 Euro. Dabei sind nicht nur deine Fonds zu berücksichtigen, sondern auch andere Anlageklassen, wie das Festgeldkonto.

Gut zu wissen:

Der Sparerpauschbetrag gilt nicht automatisch. Hierzu musst du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank einrichten. Das geschieht meist online. Wenn du mit deinen Gewinnen über dem Freibetrag liegst, werden dir Steuern abgezogen.

Seit der Gesetzesänderung im Jahr 2018 wurde die Vorabpauschale eingeführt. Hat der Fonds im Jahr Gewinne erzielt, muss am Jahresanfang eine Pauschale auf die Steuern gezahlt werden. Diese wird dir angerechnet, wenn du deinen Fonds später mit Gewinn verkaufst. Demnach musst du die Steuer nicht doppelt bezahlen. 

Richtig investieren mit diesen ETF Tipps

Die folgenden ETF Tipps sollen dir dabei helfen, Fehler beim Investieren in Fonds zu vermeiden. Auf diese Weise kannst du sichergehen, dass du ausreichend Informationen sammelst, damit deinem Vermögensaufbau nichts mehr im Weg steht!

Früh beginnen und Anlagehorizont beachten

Bei Fonds handelt es sich um eine Geldanlage, die auf einen langen Anlagehorizont ausgerichtet ist. Dafür spricht beispielsweise der Zinseszinseffekt. Erwirtschaftete Renditen werden wieder angelegt. Dadurch wird die Grundsumme, die für dich arbeitet und weitere Gewinne generiert, zunehmend größer.

  • Je länger du dein Geld anlegst, desto stärker kannst du von diesem wichtigen Effekt profitieren
  • Mit zunehmender Zeit wird dein Vermögen stärker wachsen
  • Deshalb ist es wichtig, dass du möglichst früh anfängst, zu investieren
  • Das kannst du bereits mit sehr geringen Summen
  • Viele ETFs kann ein Anleger bereits mit einem Euro monatlich besparen, was jedem die Teilhabe am Aktienmarkt ermöglichen soll

Darüber hinaus solltest du nur Geld investieren, das du in den nächsten Jahren nicht benötigst. Du kannst auf diese Weise sichergehen, dass du nicht gezwungen bist, zu schlechten Kursen zu verkaufen.

Notgroschen aufbauen

Dieser wichtige Tipp beschreibt einen Weg, um sicherzugehen, dass du Teile deines Fonds nicht zu schlechten Kursen verkaufen musst. Es geht um ein finanzielles Polster, welches als Sicherheit dient. Dabei handelt es sich um den Notgroschen.

  • Bevor du investierst, um ein Vermögen aufzubauen, solltest du dir ein solches Polster aufbauen
  • Üblicherweise wird dazu geraten, einen Notgroschen in Höhe von 2 bis 3 Nettogehältern aufzubauen
  • Bei Familien muss das Polster höher ausfallen, etwa 6 Nettogehälter, da es hier zu höheren Kosten kommen kann

Wir können uns nicht auf alle möglichen finanziellen Ausgaben vorbereiten, stattdessen kann es zu überraschenden Kosten kommen. Ein Beispiel ist eine kaputte Waschmaschine, die umgehend ersetzt werden muss. Mit einem Notgroschen bist du auf solche Situationen vorbereitet und musst dein investiertes Geld nicht anrühren. 

Den Notgroschen anlegen

Wissenserwerb & Strategieaufbau

ETFs sind eine einfach verständliche und übersichtliche Anlageklasse, dennoch solltest du dir eine Strategie aufbauen und dich ausreichend damit beschäftigen. Zu dieser Strategie gehört beispielsweise die Frage, wozu genau du dir ein Vermögen aufbauen möchtest. Ist es dein Ziel, eine Immobilie zu erwerben? Oder möchtest du Geld für deine Kinder ansparen?

Zur genauen Zieldefinition gehört auch, zu welchem Zeitpunkt du dein Vermögen benötigst. Diese Informationen helfen dir, auszurechnen, wie hoch die monatliche Sparrate sein sollte, damit du dein Ziel erreichen kannst. 

Übrigens sollte auch der Ausstieg aus dem Fonds geplant werden. Möchtest du beispielsweise die gesamte Summe zu einem bestimmten Zeitpunkt verkaufen oder zu mehreren Zeitpunkten kleine Teile verkaufen?

Nimm dir ausreichend Zeit, die Geldanlage kennenzulernen. Anschließend solltest du die Strategie aufbauen und dir Gedanken machen zu allen wichtigen Fragen. Auf diese Weise erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass du deine Ziele erreichst, deutlich!

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Fazit: Erfolgreich ein Vermögen aufbauen mit diesen ETF Tipps

In diesem Artikel hast du gelernt, was genau ETFs sind und wie sie funktionieren. Zudem konntest du sehen, dass du von besonderen Vorteilen profitieren kannst, wie attraktive Renditechancen, einer hohen Diversifikation und dadurch mehr Sicherheit, Flexibilität, Sparplanfähigkeit, Verständlichkeit, Transparenz und niedrigen Kosten.

Demgegenüber stehen Nachteile, wie Kursschwankungen aufgrund der Tatsache, dass die Fonds an der Börse gehandelt werden. Dieser Gefahr kannst du entgegenwirken, wenn du dir eine Strategie aufbaust, einen langen Anlagehorizont einplanst und einen Notgroschen aufbaust. 

Gefahren können zudem entstehen, wenn du in Themen-ETF investierst, da diese nicht ausreichend diversifiziert sind. Baue dir daher zuerst ein breit gestreutes Weltportfolio auf, um die Sicherheit deines Portfolios zu erhöhen. Als Anfänger ist von Themen-ETFs eher abzuraten.

Neben diesen Grundlagen haben wir dir gezeigt, welche Aspekte du beachten solltest, wenn du dir einen konkreten ETF aussuchen möchtest. Dazu gehören allgemeine Aspekte, wie ein ausreichend großes Fondsvermögen oder die Tracking Differenz. Aber auch Dinge, die zu deinen Vorlieben und deiner Situation passen müssen, wie Sparplanfähigkeit oder Ausschüttungsart sind zu beachten.

Am Ende des Artikels haben wir dir noch ganz allgemeine ETF Tipps dargestellt, die dabei helfen können, Fehler beim Investieren zu vermeiden. Dazu gehört, dass du dir einen langen Anlagehorizont setzt, damit du vom Zinseszins profitieren kannst. Vorher solltest du dir jedoch einen Notgroschen aufbauen, um dich auf finanzielle Notfälle vorzubereiten.

Eigne dir zudem ausreichend Wissen an und baue eine Strategie auf, damit du die Wahrscheinlichkeit erhöhen kannst, deine Ziele zu erreichen. Beachtest du diese Aspekte, steht deinem Vermögensaufbau nichts mehr im Weg. Viel Erfolg! Hier kannst du mehr erfahren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Über unseren Autor

Aleks Bleck ist das Gesicht von Northern Finance und war schon mit 18 Jahren Aktionär, Kreditgeber und ETF-Investor. Sein Fokus liegt dabei auf P2P-Krediten und passiven ETFs. Aleks hat Northern Finance 2017 während seines BWL-Studiums in Lüneburg gegründet.

Den YouTube-Kanal baute er neben seiner Haupttätigkeit im Investment- und Corporate Banking auf, bevor er sich dann letztendlich Vollzeit auf Northern Finance fokussierte.

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