Investieren ohne Risiko – Gehe den Weg der Drei-Speichen-Regel

Investieren ohne Risiko: Gehe den Weg der Drei-Speichen-Regel

Krisen wie der Ukraine-Krieg, die steigende Inflation oder hohe Strom- und Ölpreise sorgen für eine wirtschaftlich schwierige Lage und hohe Kosten. Eine Möglichkeit, um dem entgegenzutreten, ist die sogenannte Drei-Speichen-Regel. Eine jahrhundertealte Regel in Bezug auf eine Anlagestrategie, die ihren Benutzern immerwährende Gewinne verspricht. Dabei geht es um den richtigen Mix aus unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten. 

Darum geht’s:

  • Die 3-Speichen-Regel ist schon Jahrhunderte alt und begeistert immer wieder neue Anleger.
  • Es geht um den richtigen Mix aus gewinnbringenden und sicheren Anlagen, um Stabilität ins eigene Portfolio zu bringen. 
  • Das magische Dreieck der Geldanlage bietet eine Basis zur Orientierung der Ziele jeder Investition. 
  • Bei den verschiedenen Kapitalanlagen sind unterschiedliche Aspekte zu beachten. 

Bedeutung der 3-Speichen-Regel

Obwohl die 3-Speichen-Regel schon Jahrhunderte alt ist, hat sie nach wie vor nicht an Gültigkeit verloren. Das Konzept besteht dabei aus einem einfachen Grundprinzip. Es soll eine langfristig stabile Geldanlage entstehen, bei der die einzelnen Anlagen nicht miteinander korrelieren, sondern sich ausgleichen. Die langfristige Betrachtung soll auch helfen, impulsive Handlungen aus Gier oder Angst zu verhindern. 

Die Anlagestrategie muss in die moderne Zeit übertragen werden, da es heute deutlich mehr Möglichkeiten zur Geldanlage gibt als damals. Das Grundkonzept besteht aus Investitionen in drei unterschiedliche Bereiche: Immobilien, Gold oder andere Edelmetalle und Geld, also Wertpapiere oder Währungen. Auf Wunsch oder bei anderer Erwartung können die prozentualen Anteile unterschiedlich gewichtet werden. Diese Anlagemöglichkeit findet aufgrund ihrer Vorteile seit Jahrhunderten immer wieder neue Anhänger.

Das Geheimnis liegt darin, dass sich die Anlagen untereinander ausgleichen können. Es ist nicht möglich vorherzusagen, welche Anlagemöglichkeiten zu welchen Zeitpunkten besser laufen als andere. Manchmal steigen die Wertpapiere mehr, manchmal die Immobilien oder Edelmetalle. Auf diese Weise sollen Verluste ausgeglichen werden. 

Das Zusammenspiel der Performance der drei verschiedenen Anlageklassen soll Verluste ausgleichen und eine positive Rendite erzielen

Beispiel:

In der Finanzkrise 2007/2008 sind die Aktien deutlich gefallen, während die Edelmetalle stiegen. Verluste auf einer Seite wurden durch Gewinne auf der anderen Seite ausgeglichen. Die drei Speichen wirken also stabilisierend auf die gesamte Anlagesumme. 

Wer sein Vermögen aufteilen möchte, fährt also gut mit der Strategie, es in diese drei Speichen aufzuteilen. So verfolgt man als Investor die Strategie, sein Vermögen risikoärmer zu investieren, indem man für einen entsprechenden Ausgleich sorgt, was die Diversifikation im eigenen Portfolio erhöht. Damit das gelingt, sollten Überschneidungen vermieden werden.

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Ausgleich von Gewinn und Verlust – das magische Dreieck der Geldanlage

Das magische Dreieck der Geldanlage bildet die Basis des Investierens. Hier konkurrieren drei Ziele miteinander, die jeder Anleger mit einer Investition verfolgt. Dazu gehören Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit des eigenen Vermögens. 

Das Anlageziel der Rendite soll das Geld vermehren können durch einen möglichst hohen Zinssatz. Dazu gehören beispielsweise Dividenden oder Kursgewinne. Dem entgegen steht das Ziel der Sicherheit des Investments. Generell gilt, je höher die Verzinsung, desto geringer die Sicherheit der Geldanlage. Sind Anlagen sehr sicher, wie Tages- oder Festgeld, sind die Einnahmen dagegen niedrig und der Wert kann langfristig durch die Inflation sinken. 

Das dritte Ziel ist die sogenannte Verfügbarkeit oder auch Liquidität. Es beschreibt den Umstand, wie schnell auf das investierte Vermögen im Bedarfsfall zugegriffen werden kann. Dabei gilt generell, je kürzer die Zeitspanne, desto verfügbarer ist das investierte Vermögen. Es ist unmöglich als Anleger, alle drei Ziele mit dem gleichen Investment zu erreichen. Deshalb ist es wichtig, auf unterschiedliche Anlageklassen zu setzen und die Anlagestrategie an die eigene Risikotragfähigkeit anzupassen. 

Idealerweise stehen die drei Speichen so im Verhältnis zueinander, dass ihre Wertentwicklung entgegengesetzt verläuft. Beispielsweise steigt der Goldpreis, wenn die Börsenkurse infolge einer Krise kollabieren. Das Konzept lässt sich mit einem sich drehenden Rad vergleichen. Eine der drei Speichen ist immer in der Aufwärtsbewegung.

Es ist also wichtig, die unterschiedlichen Teile immer wieder umzuschichten, wenn das Rad sich dreht und die Bedeutung sich verändert. Im Endeffekt sollen Verluste immer durch Gewinne ausgeglichen werden, damit es als gesamte Investition betrachtet nicht zu einem Abwärtstrend kommt. 

Gut zu wissen:

Was auch noch wichtig ist, ist der Anlagehorizont, denn bei der Drei-Speichen-Regel braucht der Investor viel Geduld. Die Anlagestrategie läuft über viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, um das Risiko von Verlusten weiter zu minimieren. Doch was genau ist bei den einzelnen Säulen der Anlagen zu beachten?

1. Säule: Aktien und Wertpapiere

Investitionen in Aktien und Wertpapiere generell sind nicht immer einfach. Es ist ein gewisses Maß an Know-how erforderlich, um langfristig Gewinne zu machen. Zuerst sollte also nicht Geld investiert werden, sondern Zeit, um sich dieses Wissen anzueignen. 

Eine gute Möglichkeit der Investition in Aktien, ohne Stock Picking zu betreiben, sind Fonds. Auf diese Weise kann dein Geld in einen weltweit gestreuten Aktienindex investiert werden. Diese bieten den Vorteil, eine große Streuung oder auch Diversifikation zu erreichen und somit das Gesamtrisiko zu senken. Das funktioniert, indem viele unterschiedliche Wertpapiere gebündelt werden.

Beispiel:

Hierzu eignet sich das typische 70/30 Portfolio, bestehend aus ETFs. Möglich ist auch ein FTSE All-World Index, mit dem der ganze Markt mithilfe eines ETFs abgebildet wird. 

Kombiniert werden kann diese Speiche auch mit Anleihen. Somit kannst du von hohen Kursgewinnen und sinkenden Zinsen profitieren. Ein weiterer Vorteil ist eine gewisse Stabilität in Krisenzeiten, wie beispielsweise die Corona-Krise

Eine indirekte Möglichkeit der Investition in Staatsanleihen bieten dementsprechende ETFs. Ein Beispiel wäre der iShares Euro Inflation Linked Government Bond UCITS ETF. 

2. Säule: Anlage durch Immobilie

Immobilien sind eine vielversprechende Anlage und können unter bestimmten Voraussetzungen einen stetigen Wertzuwachs verzeichnen. Unabhängig von der wirtschaftlichen Situation eines Landes besteht stets eine Nachfrage nach Wohnraum. Grund und Boden sind ebenfalls begrenzte Ressourcen, die sich nicht einfach in großem Umfang vermehren lassen. 

Die Basis einer Immobilienanlage ist die eigene Wohnung oder das eigene Haus und das möglichst ohne Schulden zu generieren. So kann man sich zusätzliche Kosten in Form von Miete sparen und ist unabhängig von anderen Eigentümern, was die Freiheit erhöht.

Achtung:

Entscheidend für den Wert der Investition in eine Immobilie ist eine gute Lage. Immer gefragt sind die Top-Lagen innerhalb der Städte oder ausgefallene Orte. Objekte mit solchen Standorten sind eine hervorragende Kapitalanlage und zeitgleich eine persönliche Altersvorsorge.

Investitionen in Immobilien haben aber auch Nachteile: Wie der Name schon sagt, sind Immobilien nicht beweglich. Unter gegebenen Umständen können Objekte auch an Wert verlieren. Es kann beispielsweise zu Krisen oder Naturkatastrophen kommen, auch gesellschaftliche Veränderungen können zu einem Rückgang der Nachfrage führen. Immobilien müssen auch gepflegt werden – eine unsachgemäße Handhabung der Immobilie führt zum Wertverlust. 

Wer keine eigene Immobilie erwerben kann, aber dennoch vom Immobilienmarkt profitieren möchte, kann dies ebenfalls indirekt über einen Aktienindex tun. Dafür bieten sich global ausgerichtete REITs oder Immobilienaktien an. Ein Beispiel für einen ETF in diesem Bereich wäre der HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed UCITS ETF. 

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3. Säule: Edelmetalle für mehr Stabilität

Gold und Silber haben schon lange denselben Stellenwert wie Geld. Vor der Verwendung und Einführung von Papiergeld wurde mit Münzen aus Edelmetallen bezahlt. Diese Form der Anlage bietet zwar keine hohe Rendite, dafür erhalten Edelmetalle langfristig aber den Wert deiner Investition. 

Edelmetalle sind heute eine gute Geldanlage mit steuerfreiem Zuwachs nach einem Jahr. In Österreich und Deutschland entfällt bei Gold die Mehrwertsteuer. Die Preisgestaltung von Edelmetallen erfolgt an den Börsen, sie werden international gehandelt. Dabei sind Edelmetalle in Barrenform am günstigsten. Hier kommt der Kaufpreis dem eigentlichen Materialwert am nächsten. 

Viele Menschen bevorzugen Münzen, da diese einfach und praktisch sind. Gekauft und verkauft werden können diese bei inländischen Banken und Münzhändlern. Dabei kann man bei Beträgen von unter 2.000 Euro anonym Gold kaufen, ab 2.000 Euro besteht allerdings eine Identifizierungspflicht. Ein anderer Vorteil ist die Erschwinglichkeit von Edelmetallen. Für Investoren, die sich keine teuren und seltenen Sammlerstücke kaufen wollen, gibt es auch gängigere Goldmünzen. 

Gut zu wissen:

Goldmünzen sind eine gute Investitionsanlage, aber auch andere Edelmetalle eignen sich. Silber und Platin beispielsweise sind sehr gute Möglichkeiten, um die dritte Speiche der Edelmetalle zu befüllen und stabilisierend ins Portfolio miteinzubauen. Diese Edelmetalle sind leichter verfügbar und eignen sich gut für die Verarbeitung. 

Ein anderer Aspekt, der bedacht werden sollte, ist die passende Lagerung von Edelmetallen. Kleinere Mengen werden oft Zuhause in einem Safe gelagert. Größere Mengen sollten dagegen im Schließfach einer Bank verwahrt werden, damit für ausreichende Sicherheit gesorgt ist.

Die drei Speichen veranschaulicht

Fazit: Drei-Speichen-Regel als sinnvolle Anlagestrategie

Die Drei-Speichen-Regel hat schon über Jahrhunderte ihre Gültigkeit nicht verloren. Schon damals war es den Menschen bewusst, dass das eigene Vermögen immer in verschiedene Anlageklassen unterteilt werden sollte. Schaut man sich die Regel an, sagt sie einem nicht exakt, worin man sein Geld investieren sollte, da es heutzutage deutlich mehr Möglichkeiten für unterschiedliche Anlagen gibt.

Eines aber wird deutlich: Das Vermögen sollte in mehrere Teile investiert werden. Und zwar in einen gesunden Mix aus gewinnbringenden und risikoarmen Anlagen. Diese Zusammenstellung sorgt dafür, dass Verluste durch Gewinne ausgeglichen werden. Dabei ist das magische Dreieck der Geldanlage zu beachten, das die drei unterschiedlichen Anlageziele von Investoren beschreibt: Rendite, Liquidität und Sicherheit.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Drei-Speichen-Regel

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