JustTrade Erfahrungen: Handeln für null Euro?

JustTrade Erfahrungen: Handeln für null Euro?

Ein riesiges Angebot und die Möglichkeit, ganz ohne Gebühren zu handeln? Das gibt es beim Neobroker JustTrade! Ich habe einige Erfahrungen mit dem Anbieter gesammelt, die ich gerne mit dir teile: Was kostet das Trading wirklich, worauf sollte man achten und welche Nachteile gibt es? 

Das Wichtigste in Kürze:

  • JustTrade ist ein Neobroker mit großer Auswahl, bei dem du für 0 € Aktien und Co. handeln kannst
  • Du zahlst in der Regel nur den Spread, jedoch keine Order-, Handelsplatzgebühren oder Fremdkosten
  • Der große Nachteil: Für jeden Handel gilt eine Mindestsumme von 500 Euro
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Was ist JustTrade?

Unter dem Namen JustTrade haben Michael Bußhaus und Ralf Oetting 2019 einen neuen Neobroker gegründet. Diese Plattformen zeichnen sich durch die sehr geringen Kosten und den niedrigen Aufwand für die Nutzer aus, die hier Aktien, ETFs und Co. handeln wollen. Sie sind allerdings nur online, in der Regel über eine eigene App, verfügbar. 

In Deutschland haben vor allem die Neobroker Trade Republic, Smartbroker und Scalable Capital in den letzten Jahren tausende von Nutzern gewonnen. Ihr Erfolg hat die Gründer von JustTrade motiviert, die Erfahrungen der Konkurrenten zu imitieren und ebenfalls einen günstigen Broker mit großer Auswahl zu starten. 

Handelsbericht bei JustTrade

JustTrade hat nicht die größte Auswahl an Aktien, ETFs und Co., muss sich aber keinesfalls vor den Konkurrenten verstecken!

Dabei unterbietet man die Mitbewerber jedoch deutlich: Während Trade Republic und Co. sehr günstige Konditionen bieten, ist JustTrade in fast allen Fällen völlig kostenlos! Dass das Unternehmen dennoch Gewinne machen kann, liegt am Konzept der “Kickbacks”: Die Börsen, an denen du handeln kannst, zahlen JustTrade eine Provision als Dankeschön dafür, dass man dich als Kunden an den Handelsplatz gebracht hat. 

Zu den typischen Kosten, auf die der Anbieter verzichtet, zählen die Ordergebühr, die Handelsplatzgebühr und die Fremdkosten. Was bleibt, ist der Spread – der Unterschied zwischen dem Ein- und Verkaufspreis. Dieser ist an der Börse üblich und lässt sich nicht umgehen. Nach meinen persönlichen Erfahrungen wird dieser aber nicht künstlich erhöht, wie es bei einigen Konkurrenten der Fall ist. Man versucht also alles, deine Kosten möglichst gering zu halten. 

Achtung Falschinformation! Auf einigen Webseiten ist zu lesen, dass man ausschließlich beim Handel mit Kryptowährungen einen Spread bezahlen müsse. Das ist nicht korrekt! Ein Spread kann hier generell bei allen Transaktionen, also auch Aktien und Co., anfallen. 

Wie bei Neobrokern üblich arbeitet man mit einer Bank zusammen, die sich um die Verwaltung der Konten und Depots kümmert. Das ist für Anleger schon deshalb wichtig, weil dadurch Vorteile wie die Einlagensicherung bis 100.000 Euro oder die Überwachung der BaFin greifen. Im Falle von JustTrade ist dies die Hamburger Sutor Bank. Kryptowährungen werden hingegen von der Privatbank “Bankhaus von der Heydt” für dich gelagert. 

Auswahl und Angebot

JustTrade lässt, nach meinen Erfahrungen, nicht nur in Sachen Preis die Konkurrenz hinter sich. Auch die Auswahl kann sich sehen lassen und sticht viele andere Neobroker locker aus. Das Angebot umfasst: 

1. Handelsplätze

Handelsplätze sind die verfügbaren Börsen und außerbörsliche Märkte, an denen wir die angebotenen Produkte ein- und verkaufen können. Da für das Geschäftsmodell von Neobrokern (Provisionsmodell via “Kickbacks” der Handelsplätze) eine enge Zusammenarbeit mit einzelnen Börsen notwendig ist, bleibt die Auswahl meist überschaubar. 

Dabei gilt aber: je mehr, desto besser. Denn zusätzliche Handelsplätze erweitern das Angebot und geben den Anlegern neue Möglichkeiten. Sollte ein Wertpapier an einer Börse ungewöhnlich teuer sein, etwa, weil es nur ein geringes Handelsvolumen besitzt, finden wir oft an anderen Orten bessere Konditionen. 

Viele Konkurrenten, wie zum Beispiel Trade Republic, bieten nur einen einzigen solchen Handelsplatz. Scalable Capital kann immerhin zwei Börsen vorweisen. Mit drei verfügbaren Börsen und fünf außerbörslichen Handelsplätzen gibt es aber ein besonders umfangreiches Angebot bei! Nach meinen Erfahrungen kann keiner der anderen Neobroker hier mithalten. 

Meine JustTrade Erfahrungen

Verfügbar sind dabei die Lang&Schwarz (der einzige Handelsplatz, der bei Konkurrent Trade Republic angeboten wird), Quotrix (Direkthandel an der Börse Düsseldorf) und Tradegate (Wertpapierhandelsbank aus Berlin). Bei den außerbörslichen Handelsplätzen sind die Société Générale, UBS, Vontobel und Wikifolio vertreten. 

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2. Handelbare Aktien und ETFs

Auf der Plattform kannst du mit mehr als 6.500 verschiedene Aktien und über 1.500 ETFs handeln. Damit macht das Hamburger Unternehmen einen guten Eindruck, liegt aber etwas hinter Konkurrenten wie Trade Republic (8.000 Aktien, 2.200 ETFs). In der Praxis sind Unterschiede von einigen hundert Wertpapieren aber selten entscheidend, da die meisten Anleger alle wichtigen Investments finden dürften. 

Zusätzlich werden Zertifikate und verschiedene Hebelprodukte bei angeboten. Wer Erfahrungen mit solchen Investments hat, weiß, dass sie sich eher an fortgeschrittene Anleger richten. Hier können hohe Gewinne erzielt werden, aber das Risiko ist entsprechend ernstzunehmen. Die Tatsache, dass JustTrade als Neobroker solche interessanten Produkte im Sortiment hat, ist ein großer Pluspunkt.

3. Kryptowährungen

Außergewöhnlich ist auch das Angebot an Kryptowährungen: 21 Coins sind derzeit verfügbar. Im Gegensatz zu einigen anderen Brokern werden hier Kryptowährungen direkt verkauft und nicht “nur” ETPs (obwohl ETPs auch gesondert verfügbar sind). Zwar haben ETPs ihre jeweils eigenen Nutzen und Vorteile; für die meisten Anlege dürfte aber der direkte Kauf der tatsächlichen Coin zu bevorzugen sein. 

Leider ist hier keine Übertragung von Kryptos in oder aus der Wallet des Brokers möglich. Deine Bitcoin und Co. bleiben also beim Broker, bis zu du sie wieder verkaufst. Damit bist du automatisch auf die Sicherheitsvorkehrungen des Anbieters angewiesen – ein Umstand, der für Anleger problematisch sein kann. 

Immer wieder kommt es zu Hacks selbst großer Institute, die oft viele Millionen Euro Schaden anrichten. Krypto-Investoren bevorzugen deshalb die Lagerung auf einer eigenen Wallet, idealerweise einer sog. “Cold-Wallet”, die nicht mit dem Internet verbunden ist, was hier ungünstigerweise nicht möglich ist. 

Allerdings setzt der Anbieter auf einen Dienstleister mit Erfahrungen: Die Privatbank von der Heydt übernimmt die Lagerung. Sie gilt als technologisch zuverlässig. Ein fader Beigeschmack bleibt jedoch. 

4. Ordertypen

Bei Börsengeschäften können unterschiedliche Arten von Ordern platziert werden. Die Einfachste ist dabei die “Market Order”, bei der ein Geschäft sofort, zum besten verfügbaren Preis durchgeführt wird. Auch die Stop Order (eine Market Order wird ausgelöst, wenn ein Asset den Stop Preis erreicht) und die Limit Order (ein Asset wird zu einem genau festgelegten Preis eingekauft oder verkauft) gehören bei fast allen Brokern dazu und sind auch bei JustTrade vorhanden. 

Doch Anleger mit Erfahrungen benötigen deutlich mehr Orderformen, die sie bei den Konkurrenten vergeblich suchen. Stop Limit Order um Preise und Zeitpunkte genau festzulegen? Trailing Stop Loss Order um Gewinne zu maximieren? Bei JustTrade kein Problem, denn hier sind viele wichtige Orderformen verfügbar! Da können sich die anderen Neobroker eine Scheibe abschneiden!

5. Wikifolios 

Wikifolios sind virtuelle Portfolios, in die wir bei JustTrade investieren können. Sie werden von unterschiedlichsten Personen – Börsenexperten, Analysten, Investoren, oder einfach interessierten Privatleuten – zusammengestellt und stehen dir zur Verfügung. Du kannst sogar selbst so eine “Portfolio Idee” zusammenbauen und als Wikifolio anderen Anlegern zur Verfügung stellen. 

In diese Wikifolios kannst du investieren und so der jeweiligen Strategie folgen. Gleichzeitig bleibt dein Kapital aber in deinem eigenen Besitz, da du nur die Idee übernimmst. Das recht neue Konzept ist noch nicht sehr weit verbreitet, aber erfreut sich steigender Beliebtheit. Ich selbst habe noch keine JustTrade Erfahrungen mit Wikifolios gemacht und kann daher keinen tieferen Einblick geben. 

6. Sparpläne

Bei den Sparplänen macht JustTrade nach meinen Erfahrungen eher einen schwachen Eindruck und bleibt hinter den meisten Konkurrenten zurück.

Du hast hier Zugriff auf folgende Sparplan-Angebote: 

  • 144 ETF Sparpläne. Die beliebten “Körbe” aus mehreren Aktien sind nur in begrenzte Anzahl vorhanden. Zu den Herausgeberen zählen aber immerhin bekannte Marken wie VanEck, Vanguard oder WisdomTree. 
  • 15 ETC Sparpläne. Exhange Traded Commodities geben Anlegern die Möglichkeit, ohne den Einsatz von Zertifikaten oder Optionen von Rohstoffen zu profitieren. Anders als bei ETFs ist hier immer nur ein Rohstoff enthalten. Die Auswahl ist mit 15 Positionen bei JustTrade überschaubar, reicht aber nach meiner Erfahrung für viele Anwendungsfälle aus. 
  • 35 ETP Sparpläne für Kryptowährungen. Die ETPs sind breit gefasst und können unterschiedliche Assets sowie Mischformen enthalten. Bei JustTrade werden sie eingesetzt, um Anlegern den Kauf von Kryptowährungen, Kryptowährungen mit Staking-Rewards und mehr zu bieten. 

Achtung!

Es gibt bei JustTrade zum aktuellen Zeitpunkt keine Aktien-Sparpläne!

7. App und Browser und Tradingfunktionalität

Dass du die Plattform über eine eigene App verwenden kannst, die gut und übersichtlich aufgebaut ist, wird dich wahrscheinlich kaum beeindrucken. So gut wie alle namhaften Broker können eine eigene App vorweisen. Auch die Möglichkeit, die Plattform über den Browser aufzurufen, lockt nur wenige Anleger hinterm Ofen hervor. 

Wo JustTrade jedoch vor allem die anderen Neobroker alt aussehen lässt, ist bei der Anbindung an professionelle Tradingsoftware. Mit Stock3 ist hier nämlich eine Schnittstelle zu einer Trading-Suite vorhanden, was keineswegs selbstverständlich ist. Damit beglückt JustTrade einmal mehr die Anleger mit Erfahrung, die den eigenen Vermögensaufbau durchaus ernst nehmen. 

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Preise und Konditionen

Ein guter Broker muss nicht nur ein möglichst umfangreiches Sortiment anbieten, sondern dafür auch faire Preise verlangen! Hier sind meine JustTrade Erfahrungen besonders positiv, denn fast alle Leistungen sind komplett kostenlos. 

Handelspreise

Die Preise für den Handel betragen, wie bereits erwähnt, null Euro. Das heißt im Klartext: JustTrade erhebt keine Gebühren wie Ordergebühren oder Fremdkosten, die bei anderen Brokern anfallen können. Die typischen Spreads werden jedoch auch hier verlangt. Nach meinen Erfahrungen entsprechen sie aber den Differenzen, die vom Handelsplatz vorgegeben werden. Obwohl ich es nicht völlig ausschließen kann, scheint JustTrade also nicht an den Spreads zu drehen, um heimlich seine Gewinne zu erhöhen. 

Damit ist JustTrade der günstigste Broker am deutschen Markt, wie auch der letzte Northern Finance Depot Vergleich gezeigt hat. Alle Anbieter müssen nämlich von ihren Kunden den jeweiligen Spread erheben. Im Gegensatz zu JustTrade kommen aber bei den Konkurrenten noch zusätzliche Gebühren, Fremdkosten oder (im Falle von Scalable Capital) Abo-Preise hinzu. Besonders deutlich ist der Unterschied zu “traditionellen” Brokern wie ComDirect oder dem Sparkassen-Broker, wo die Differenz schnell zwischen 10 und mehr als 30 Euro (abhängig vom Orderbetrag) ausmachen kann!

Justtrade Erfahrungen Spread

Im Kleingedruckten findet sich bei JustTrade auch eine Zusicherung für den Fall, dass die Kickbacks einmal nicht ausreichen sollten. Hier wird bestätigt, dass keine Kosten für eine Order erhoben werden, auch, wenn JustTrade dadurch einen Verlust erzielen sollte.

Gut zu Wissen:

Auch, wenn die Kickbacks nicht reichen sollten, erhebt JustTrade keine Gebühren. Der Broker nimmt den Verlust in diesem Fall in kauf. 

Preise für Krypto-Handel

Für den Handel mit Kryptowährungen werden ebenfalls keine Gebühren erhoben. Es gibt jedoch einen Mindestspread, den JustTrade auch vorab klar kommuniziert. Dieser soll, nach Angaben des Unternehmens, mindestens 0,3 Prozent betragen und kann, je nach Kryptowährung, Zeitpunkt etc. auch darüber liegen. 

Anhand meiner JustTrade Erfahrungen würde ich den Mindestspread jedoch deutlich höher ansetzen. Er liegt in der Praxis eher bei 0,5 Prozent oder mehr. Kleinere Werte sind mir während meiner Nutzung der Plattform nicht begegnet. Damit ist die Aussage, der Spread würde mindestens 0,3 Prozent betragen, natürlich nicht falsch. Falls du jedoch nur wegen der günstigen KryptoPreise zu JustTrade wechselst, solltest du deine Erwartungen etwas dämpfen. 

Dazu ist jedoch anzumerken, dass selbst 0,5 Prozent Spread ein sehr günstiger Wert sind! Ein Vergleich zeigt schnell, dass JustTrade nicht nur andere Neobroker wie Trade Republic deutlich unterbietet (hier wird mindestens das Doppelte fällig); sogar dedizierte Kryptobörsen wie Coindex oder Bison sind teurer als JustTrade!

Erfahrungsbericht JustTrade

Mindest- und Maximalbeträge

Wer eine Order setzen möchte, muss dafür recht tief in die Tasche greifen: Mindestens 500 Euro Orderwert braucht es hier. Das ist deutlich mehr als bei den Konkurrenten, wo du oft schon für 50, 25 oder sogar einen Euro anlegen kannst. Der maximale Orderwert beträgt 100.000 Euro und sollte für normale Privatanleger mehr als ausreichend sein. 

Das schränkt die Nützlichkeit deutlich ein und macht einige Szenarien völlig unmöglich. Wer zum Beispiel bei erste Erfahrungen mit dem Optionshandel machen möchte, wird aufgrund der 500 Euro Grenze ziemlich limitiert. Geht ein solcher Trade einmal nach hinten los – was zu Beginn durchaus passieren kann – ist der Schaden aufgrund der hohen Summe direkt erheblich. 

Auch bei anderen Transaktionen schmerzt die Mindestsumme häufig. Anleger sollten sich also vor der Anmeldung bewusst sein, dass hier größere Beträge bewegt werden müssen. Ein möglicher Workaround: Sparpläne sind bereits ab 25 Euro Sparrate verfügbar und können eine Alternative bilden, sofern du unter der eher kleinen Auswahl die passenden Produkte findest.

Weitere Gebühren

Es gibt eine Reihe zusätzlicher Gebühren, die Anleger bei Brokern immer wieder belasten können: Kosten für die Gutschrift von Dividenden, Aktiensplits und ähnliche Veränderungen, Übertragungen und vieles mehr. Bei JustTrade sind auch diese Vorgänge fast alle kostenlos, wie ein Blick in die Konditionen des Unternehmens zeigt. Sogar die Ausschüttung in Fremdwährungen wird ohne Kosten ausgeführt, was keineswegs zum Standard gehört!

Sonstige Kosten bei JustTrade

Die meisten Transaktionen sind hier kostenlos. 15 Euro Bearbeitungsgebühr bei einigen Änderungen für Optionen und Zertifikate sind im normalen Rahmen und dürften eher selten vorkommen. 

Anleger dürfte außerdem freuen, dass hier Realtime-Kurse kostenlos angeboten werden. Wer etwa Optionsgeschäfte durchführen möchte oder einfach den besten Zeitpunkt für einen Trade sucht, wird diesen Vorzug zu schätzen wissen. Meine JustTrade Erfahrungen bestätigen, dass die Realtime-Daten einen erheblichen Unterschiedlich bei zeitsensitiven Geschäften machen können. 

Zur Kasse gebeten werden wir allerdings, wenn wir an Jahreshauptversammlungen von Aktienunternehmen teilnehmen möchten. 25 Euro verrechnet uns JustTrade für das Bereitstellen der Karte – ein recht hoher Betrag, der sich aber auch bei anderen Neobrokern findet. 

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Vor- und Nachteile von JustTrade anhand meiner Erfahrungen

Ein Blick auf JustTrade zeigt einen extrem günstigen Broker – es ist unmöglich, null Euro für den Handel mit so vielen verschiedenen Produkten zu unterbieten. Aber dieser Bericht meiner JustTrade Erfahrungen wäre verkürzt, wenn ich den Anbieter nur auf die niedrigen Preise reduzieren würde.

Darum hier eine Liste der wichtigsten Vorteile:

  • Wie bereits mehrfach erwähnt, ist der Anbieter unschlagbar günstig: Null Euro für die meisten Transaktionen bedeutet, dass wir in nur den (unumgänglichen) Spread zahlen müssen. 
  • Auch bei Kryptowährungen hat das Unternehmen aus Hamburg die Nase vorn: Die 21 verfügbaren Coins werden ohne Gebühr und mit einem Spread von ca. 0,5 Prozent (offiziell: mindestens 0,3 Prozent) verkauft. Da können selbst “echte” Kryptobörsen nicht mithalten!
  • Durch ein umfangreiches Angebot an Ordertypen ist es für Anleger mit Erfahrung, die komplexere Strategien umsetzen wollen, geeignet. Die Neobroker-Konkurrenten bieten hier oft nur die absoluten Basics (Limit, Market, Stop Order) an. 
  • Du kannst neben soliden 6.500 Aktien und 1.500 ETFs auch Zertifikate und Hebelprodukte handeln. Dadurch bietet der Broker zusätzliche Möglichkeiten, um von unterschiedlichen Marktlagen zu profitieren. 
  • JustTrade bietet dir, als einer von bisher recht wenigen Brokern an, virtuelle Portfolios, sogenannte Wikifolios, zu nutzen. 
  • Sparpläne können bereits ab 25 Euro Sparrate ausgeführt werden und sind ebenfalls kostenlos. 
  • Du hast Zugriff auf drei verschiedene Handelsplätze. Mit einem Broker wie CapTrader und seinen über 80 Handelsplätzen kann das zwar nicht mithalten; viele Neobroker lässt man damit aber alt aussehen. 
  • Auch die meisten anderen Aktivitäten, die üblicherweise Gebühren erzeugen, sind kostenlos. Dazu zählen zum Beispiel Aktiensplits, Realtimekurse, Dividendenausschüttungen oder die Auszahlungen in Fremdwährungen. 
  • JustTrade bietet eine einfache, aber funktionelle App an und ist ebenfalls per Browser zu erreichen. Als einziger (mir bekannter) Neobroker steht auch eine Schnittstelle zu einer professionellen Trading-Suite, Stock3, zur Verfügung.

Und Nachteile:

  • JustTrade leidet unter einem vergleichsweise kleinen Angebot an Sparplänen. Es stehen nur 144 der beliebten Anlagevehikel für ETFs, 35 für Krypto-ETPs und 14 für Rohstoff ETCs zur Verfügung. 
  • Die hohe Mindestsumme von 500 Euro pro Einzelorder hemmt viele Anleger. Meine JustTrade Erfahrungen waren positiv, da ich nur wenige Transaktionen mit höheren Beträgen durchgeführt habe. Wer jedoch mit seinem Portfolio etwas “spielen” will und auch mal kleinere Ein- und Verkäufe plant, ist hier womöglich an der falschen Adresse. 
  • Drei mögliche Handelsplätze sind für einen Neobroker gut, jedoch bei weitem nicht ideal für Anleger. Durch fehlende Handelsplätze an ausländischen Märkten kann es zu Mehrkosten für dich kommen, wenn du lokale Wertpapiere traden möchtest.
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Fazit: Günstigster Broker, wenn du genug Geld mitbringst

Meine JustTrade Erfahrungen zeigen einen Anbieter, der unschlagbar günstig ist. Da es unwahrscheinlich ist, dass dir ein Broker noch Geld schenkt, wenn du handelst, wird der Anbieter mit seinem Null-Euro-Modell auf absehbare Zeit eine Spitzenposition behalten. 

Dieser Luxus hat jedoch ebenfalls einen Preis: 500 Euro oder mehr musst du in die Hand nehmen, um eine Order auszuführen! Dieser hohe Mindestbetrag dürfte viele Anleger abschrecken, aber nur so scheint sich das Finanzierungsmodell des Brokers zu lohnen. 

Eine Möglichkeit, diese stattliche Summe zu umgehen, sind die Sparpläne, die bereits ab 25 Euro verfügbar sind. Hier ist aber die Auswahl begrenzt: nur 144 ETF Sparpläne, einige ETCs und ETPs für Kryptowährungen und keine Aktien-Sparpläne sorgen für Unmut. 

Insgesamt sind das jedoch nur vergleichsweise kleine Abstriche. Sie können nicht am unglaublich starken Geschäftsmodell rütteln: 0 € für den Handel sind eine Kampfansage an die anderen Broker! Als wäre das nicht genug, ist JustTrade nach meinen Erfahrungen auch noch der günstigste Krypto-Broker auf dem deutschen Markt! 

Denn hier werden ebenfalls keine Gebühren erhoben. Nur ein Spread, der ab 0,3 Prozent startet (in der Praxis eher 0,5 Prozent) fällt an und lehrt die Konkurrenz das fürchten. Zum Vergleich: selbst dedizierte Kryptobörsen wie Bison (1,25 Prozent Spread) oder Neobroker wie Trade Republic (1 bis 2 Prozent Spread) können da nicht mithalten!

Meine JustTrade Erfahrungen und der Gesamteindruck des Neobrokers sind damit sehr positiv. Für alle, die größere Einmal-Käufe von mindestens 500 Euro Volumen planen oder sehr günstig Kryptowährungen einkaufen wollen, ist JustTrade derzeit die erste Adresse. 

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu JustTrade Erfahrungen

Über unseren Autor

Aleks Bleck ist das Gesicht von Northern Finance und war schon mit 18 Jahren Aktionär, Kreditgeber und ETF-Investor. Sein Fokus liegt dabei auf P2P-Krediten und passiven ETFs. Aleks hat Northern Finance 2017 während seines BWL-Studiums in Lüneburg gegründet.

Den YouTube-Kanal baute er neben seiner Haupttätigkeit im Investment- und Corporate Banking auf, bevor er sich dann letztendlich Vollzeit auf Northern Finance fokussierte.

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